29. Dezember 2017
Vorbeugung von Gelenkbeschwerden

9 Tipps für bewegte Gelenke

So stark, so voller Leistung - und doch so empfindlich. Diese Empfehlungen helfen und schützen vor Verschleiß und schmerzhaften Entzündungen.

Frauen hüpfen auf einem Trampolin.
© skynesher/iStock
Frauen hüpfen auf einem Trampolin.

1 Hüpf, Hüpf

Der Blitz-Wechsel zwischen Be- und Entlastung beim Springen auf dem Mini-Trampolin beschleunigt den Stoffwechsel in Knorpeln und Bandscheiben. Zusammem mit Sehnen und Bändern bekommen sie mehr Nährstoffe. Das Ausbalancieren stärkt die Stützmuskeln.

2 Bewegen, aber bitte sanft

Low Impact heißt das Zauberwort für gelenkgesunden Sport: also dreimal die Woche z.B. Aqua-Gym, Tai-Chi, Walking oder Radfahren. Die fließenden, runden Bewegungen ohne heftige Stöße trainieren die Gelenke, entlasten sie gleichzeitig und verbessern ihre reibungslose Funktion. Das beugt Arthrose vor und bremst eine bereits bestehende Athrose erfolgreich aus.

3 Hagebutten-Kur

Die Herbstfrucht der Hundsrose dimmt Gelenkschmerzen um 66 Prozent, das zeigen aktuelle dänische Studien. Denn ihr Inhaltsstoff Galaktolipid wirkt im arthrotischen Gelenk wie ein Entzündungshemmer. Bei leisestem Zwacken am besten eine Vier-Wochen-Kur mit Hagebutten-Tee machen. Fünfmal am Tag eine Tasse trinken.

4 Schmerz, lass nach

Aus der Homöopathie kommt eine sanfte, aber effektive Alternative zu synthetischen Schmerzmitteln: "Rhus toxicodendron D6 DHU" (in Apotheken). Die Naturtabletten helfen bei akuten und chronischen Schmerzen in Gelenken, Rücken, Sehnen, Muskeln und Knochen. Vor allem, wenn Rheuma wie Arthrose hinter den Schmerzen stecken. Das Homöopathikum aus dem Giftsumach-Strauch ist gut verträglich - ohne Gewöhnungseffekt.

Verschiedenfarbige Flip-Flops stehen um eine Frau herum.
© ssj414/iStock
Verschiedenfarbige Flip-Flops stehen um eine Frau herum.

5 Der neue Schuh-Code

Erstaunliches Ergebnis einer Studie der Rush-Universität in Chicago: Flip-Flops und Sandalen entlasten Knie und Hüfte so gut wie barfuß laufen. Ankle Boots sind die gesündesten festen Schuhe, wenn sie eine elastische Gummisohle und einen Absatz unter drei Zentimetern haben. High Heels solltet ihr nur hin und wieder tragen.

6 Aufbau-Arbeit

Geheimtipp vieler Orthopäden: Morgens 1 EL Gelatine in 1 Glas Sanddorn- oder Orangensaft auflösen. Das Geliermittel enthält Kollagen, das Knorpelgewebe aufbaut. Das Vitamin C der Früchte blockt Entzündungen schon nach acht bis zehn Wochen.

7 In der Storchen-Balance

Entlastet die beiden Haupt-Knackpunkte Hüfte und Knie durch Zug: Stellt euch auf das rechte Bein und lasst das linke langsam vor- und zurückpendeln. 20-mal. Dann die andere Seite. Stehen auf einer Treppe verstärkt den Entlastungs-Effekt. Auch gut: Wie ein Storch im Salat Zähne putzen, kochen etc.

8 Hilfe aus der Doppelkammer

Zwei Hyaluronsäuren in einer Doppelkammer-Spritze bessern Arthrose und bremsen Knorpelabrieb aus. Das kann eine Operation verhindern. Es sind zwei Spritzen im Abstand von einer Woche notwendig.

9 Essen für relaxte Gelenke

Fünf Nahrungsmittel-Gruppen gehören zu den Lieblingsspeisen der Gelenke. An erster Stelle sind das Früchte und Gemüse (Entzündungs-Schutz) mit hohem Vitamin C-Gehalt wie z.B. Papaya, Ananas, Kiwi, Erdbeeren, Zitrusfrüchte, Paprika, Rosenkohl, Fenchel. Aber auch das antioxidative Heilgewürz Kurkuma zählt dazu, ebenso Knorpel-regenerierendes Olivenöl, schützende Milchprodukte wie Kefir und Joghurt sowie Selen in Nüssen gegen dicke, steife Gelenke.

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