10. Mai 2021
Knieschmerzen: Ist es ein Meniskusriss?

An diesen Symptomen erkennen Sie einen Meniskusriss

Schmerzen im Knie sind häufig auf die Menisken zurückzuführen. Wie Sie Schmerzen im Meniskus einordnen und welche Art von Knieschmerzen auf einen Meniskusriss hindeuten, erfahren Sie hier.

Das Kniegelenk ist ein multifunktionelles Dreh-Scharniergelenk und besteht aus mehreren Unterteilen. Gehalten wird das Kniegelenk von der Kniescheibe (Patella). Weitere Knochen sind das Schienbein (Tibia) sowie der Oberschenkelknochen (Femur). Zwischen Unterschenkel- und Oberschenkelknochen liegen die beiden Menisken, wobei man zwischen Außenmeniskus und Innenmeniskus unterscheidet. Mithilfe der Menisken werden die Unebenheiten der aufeinander treffenden Knochen ausgeglichen. Im Normalfall kann der Druck im Knie so optimal verteilt werden.

Besonders bei ambitioniertem Ausdauer- und Leistungssport kommt es gehäuft zu Meniskusverletzungen. Doch auch in anderen Situationen ist ein Meniskusriss nicht ausgeschlossen. Kommt es beim Laufen zu einer unwillkürlichen Drehung, so kann es passieren, dass das Knorpelgewebe einreißt.

Knieschmerzen richtig deuten

Eine unrunde Bewegung und schon schießt der Schmerz ins Knie. So eine Situation haben wahrscheinlich viele schon einmal erlebt. Unterscheiden können Sie Knieschmerzen anhand ihres Auftretens im hinteren, vorderen oder seitlichen Bereich. Vor allem Schmerzen an den Innen- und Außenseiten des Knies deuten auf Meniskusschäden hin. Darüber hinaus gibt es auch verschiedene Rissformen wie einen lappenförmigen, korbhenkelartigen, queren, waagrechten oder senkrechten Meniskusriss.

Auf einen Meniskusriss deuten vor allem starke, stechende Schmerzen im Knie hin. Es kann auch sein, dass der Gelenkspalt des Kniegelenks geschwollen ist und sich Ihr Knie warm anfühlt. Außerdem ist es möglich, dass Sie eine Blockierung im Kniegelenk spüren, sodass dieses nicht mehr ganz gebeugt oder gestreckt werden kann. Es kann auch sein, dass sich Ihr Kniegelenk instabil anfühlt oder gelegentlich ein Knacken auftritt.

All diese Symptome können auf einen Meniskusriss hindeuten und sollten auf jeden Fall ärztlich untersucht werden.

Ursachen der Meniskusschmerzen

Meniskusschmerzen sind entweder auf eine sportliche Überbelastung oder aber auf den natürlichen körperlichen Alterungsprozess zurückzuführen. Im Laufe des Lebens verliert das Gewebe, aus dem die Menisken aufgebaut sind, an Elastizität und Stabilität. Außerdem kann es beim Sport aufgrund abrupter Drehbewegungen zu Schmerzen und Einrissen im Meniskus kommen.

Halten die Schmerzen über einen längeren Zeitraum an, sollten Sie in jedem Falle einen Facharzt konsultieren. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt eine Überweisung zu einem Orthopäden geben. Der Orthopäde wird, wenn nötig die Diagnose per MRT erstellen. Mithilfe des MRT kann eine genaue Diagnose erstellt werden, welcher Bereich des Kniegelenks beschädigt ist. Wenn es sich nur um eine Meniskus-Quetschung handelt, so können Sie diese konservativ behandeln, das heißt mit Salben, Wärmedecken oder Krankengymnastik. Auch homöopathische Mittel können helfen, die Schmerzen im Meniskus zu lindern.

Sport nach einer Meniskusverletzung

Jeder Fall wiegt anders und jeder Mensch hat ein anderes Schmerzempfinden. Daher lässt sich die Frage, ob man mit Meniskusschmerzen Sport machen sollte bzw. welche Schmerzen dabei noch im Normalbereich liegen, nicht pauschalisieren. Vermeiden sollten Sie in jedem Fall Sprungsportarten, da die Belastung hierbei zu groß ist. Unter Sprungsportarten fallen beispielsweise Volleyball oder Tennis. Joggen sollten Sie ebenfalls unmittelbar nach einer Meniskusverletzung meiden, da viele Wege nicht ebenerdig sind und die Gefahr, dass sich die Verletzung verschlimmert, dort noch größer ist.

Nach einer Meniskus-OP ist Sport möglich, soweit es der Meniskus erlaubt und Ihr Arzt es empfiehlt. Sie müssen hierbei nur wenige Tage auf Krücken laufen und können bzw. sollten nach einer entsprechenden physiotherapeutischen Behandlung definitiv wieder mit dem Sport anfangen. Wenn Sie kein Risiko eingehen möchten, empfiehlt sich aber auch gerade am Anfang täglich etwas zu spazieren, dies ist ebenfalls für eine schnelle Heilung förderlich.

Sollte eine degenerative Schädigung, wie eine Arthrose vorliegen, so sollten Sie durch gezieltes Krafttraining unter physiotherapeutischer Anleitung Ihre Muskulatur stärken, um Ihr Knie zu stabilisieren und Ihre Gelenke zu stützen. Zur Abschwellung des Gelenks können Sie zusätzlich Kühlkompressen sowie entzündungshemmende Medikamente, Salben oder Lebensmittel benutzen. Sie können außerdem wieder leichtes Lauftraining betreiben, allerdings müssen Sie darauf achten, dass Sie niemals in einen Bereich geraten, wo es schmerzhaft wird. Nur durch ausreichende Bewegung wird gewährleistet, dass Sie Ihre Selbständigkeit im Alter wahren und schmerzfrei bleiben können.

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