Gelenkverschleiß vorbeugen und lindern Ernährung bei Arthrose

Arthrose ist eine schmerzhafte Gelenkkrankheit, an der auch immer mehr jüngere Menschen leiden. Hier erfahren Sie, wie Sie Gelenkverschleiß mithilfe Ihrer Ernährung vorbeugen und bereits bestehende Schmerzen lindern können.

Frau-Arthrose

Unter Arthrose versteht man einen Gelenkverschleiß, der durch jahrelange Belastung des Gelenks entsteht. Die durch die Belastung hervorgerufene Schädigung des Gelenkknorpels führt entzündungsbedingt zu Schmerzen.

Besonders häufig sind Knie, Hüfte, Wirbelsäule, Finger- und Zehengelenke, Schulter und Sprunggelenke betroffen. Die häufigsten Symptome einer Arthrose sind Gelenkschmerzen, Gelenksteifheit, eine Empfindlichkeit um das betroffene Gelenk herum und eine Knochen-auf-Knochen-Reibung.

Ernährung bei Arthrose: Diese Faktoren begünstigen den Gelenkverschleiß 

  • Alter: Mit zunehmendem Alter schreitet auch die Abnutzung der Gelenke voran, weshalb eine Arthrose im Alter häufiger auftritt.
  • Gewicht: Auch Übergewicht kann zu einer Abnutzung der Gelenke führen, was wiederum eine Arthrose zur Folge haben kann. Je mehr Gewicht die Gelenke tragen müssen, desto mehr werden sie strapaziert.
  • Beruf: Menschen mit Berufen, die die Gelenke überlasten, erkranken eher an Arthrose.
  • Leistungssport: Ebenso wie im Beruf, können die Gelenke durch Leistungsssport überstrapaziert werden, was eine Arthrose zur Folge haben kann.
  • Gene: Die Veranlagung dazu, an Arthrose zu erkranken, ist vererbbar. 

Eine gelenkunterstützende Ernährung hilft bei Arthrose

Ein weiterer Faktor, der Arthrose beeinflusst, ist die Ernährung. Eine ausgewogene Ernährung, die mit einem gesunden Körpergewicht einhergeht, ist die Grundlage für die Vitalität der Gelenke. Sowohl zur Vorbeugung von Gelenkverschleiß, als auch zur Verringerung von Schmerzen bei bestehender Arthrose, sollte man entzündungshemmende Lebensmittel (z.B. Zwiebeln und Knoblauch) in den Speiseplan integrieren und größtenteils auf entzündungsfördernde Lebensmittel verzichten.

Folgende Lebensmittel begünstigen bzw. verschlimmern eine Arthrose:

  • Verarbeitete Lebensmittel mit wenig Nährstoffen, wie z.B. Fast Food oder Fertiggerichte
  • Fleisch
  • Weißmehlprodukte
  • Zucker
  • gesättigte Fette (z.B. Wurst, Käse, Butter)
  • gehärtete Fette (z.B. Back- und Süßwaren, Chips)
  • Milchprodukte
Zudem sollte auf Alkoholgenuss und Rauchen verzichtet werden, da Zigaretten und Alkohol Entzündungen im Körper fördern.

Eine Ernährung, die sich positiv auf Gelenkverschleiß auswirkt, sollte reich an Ballaststoffen sein, aus viel Obst und Gemüse bestehen und den Körper mit wichtigen Nährstoffen versorgen. Greifen Sie weniger zu Obst und Gemüse mit hohem Säureanteil, da dieser sich nachteilig auf eine Arthrose auswirken kann. 


Nährstoffe, die Arthrose vorbeugen und Schmerzen lindern können

  • Vitamin D3: Das Vitamin stärkt die Knochen- und Knorpelbildung und sorgt durch seinen Wirkstoff Interleukin 10 dafür, dass im Körper Entzündungsreaktionen verhindert werden.
  • Vitamin C, Vitamin B und Beta-Carotin: Die drei Nährstoffe vernichten freie Radikale, welche bei Entzündungen im Körper gebildet werden. Deshalb ist eine Zufuhr dieser Nährstoffe bei Arthrose besonders wichtig.
  • Spurenelemente wie Zink und Kupfer: Spurenelemente wirken dem Knorpelabbau entgegen und haben eine entzündungshemmende Wirkung. Zink ist u.a. in Fisch enthalten.
  • Omega-3-Fettsäuren: Omega-3-Fettsäuren wirken antioxidativ und entzündungshemmend. Sie sind z.B. in fetthaltigem Fisch enthalten oder in geringerer Menge in Walnüssen.
  • Vitamin K: Auch Vitamin K kann bei Gelenkschmerzen helfen, da das Vitamin u.a. Entzündungsreaktionen im Körper bekämpft. Vitamin K ist z.B. grünem Blattgemüse enthalten.

Hilft Kurkuma bei Arthrose?

Das in Kurkuma enthaltene Curcumin wirkt entzündungshemmend und hat eine antioxidative Wirkung, weshalb sich auch das Gewürz Kurkuma positiv auf Arthrose auswirken kann.
 
Fazit: Eine gelenkunterstützende Ernährung kann Arthrose vorbeugen und sogar bestehende Schmerzen lindern, allerdings ist eine Heilung durch eine entsprechende Ernährung nicht möglich. Halten Sie am besten immer Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Datum: 04.11.2020
Autorin: Ann-Kathrin Falkenberg