Tipps: Wie sich auch Mechaniker und Handwerker zusätzlich fit halten können

Wer tagsüber hart arbeitet, der hat abends keine Lust auf weiteren Sport – gar keine Frage. Doch auch für Menschen, die körperlich hart arbeiten, sollte eine gewisse Muskelpflege und ein Ausgleichssport auf dem Programm stehen. Wie sich Handwerker, Mechaniker und Co. zusätzlich zur Arbeit weiter fit halten können, verraten wir nachfolgend.
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Keine Zeit am Schreibtisch

In der heutigen Gesellschaft sind vor allem Büroangestellte die Leidtragenden. Sie sitzen den ganzen Tag am Schreibtisch und bewegen sich daher in der Regel zu wenig. Hierfür gibt es Unmengen an Tipps für zusätzliche Übungen für den Alltag, Sport als Ausgleich und weitere Empfehlungen.
 
Doch wie sieht es mit den körperlich arbeitenden Menschen aus? Halten sich diese Menschen ganz automatisch fit, nur, weil sie einem körperlich anstrengenden Job nachgehen und nicht am Schreibtisch sitzen? Weit gefehlt, denn auch diese Berufsgruppen sind gefährdet.

Knochen und Gelenke werden strapaziert

Dass die Handwerker ihre Zeit zwar nicht am Schreibtisch verbringen, ist einerseits sehr gut, andererseits schadet auch ihre Arbeit in gewisser Weise dem Körper. Um ihre handwerkliche Tätigkeit auszuführen, belasten sie sowohl Knochen als auch Gelenke. Viele Handwerker schaffen es daher bei weitem nicht, bis zum 67. Lebensjahr fit zu bleiben, wie es vom Gesetzgeber gewünscht wäre.

Schon während der Arbeit gegensteuern

Viele Ärzte halten nichts davon, die Handwerker, Mechaniker und Co. nach ihrer schon harten Arbeit abends auch noch joggen zu schicken. Natürlich wäre eine kleine Laufrunde gut für den Körper, aber niemand kann es den Männern und Frauen verdenken, dass sie abends vor allem Entspannung suchen.
 
Doch wie lässt sich das Problem dennoch angehen? Da die Tätigkeiten während der Arbeitszeit oft sehr einseitig sind, heißt es, bereits während der Arbeitszeit gegenzusteuern.
 
  1. Positionswechsel: Die oberste Regel lautet: Nicht länger als 30 Minuten in einer Position. Zwischendurch immer mal wieder aufstehen, strecken und die Haltung verändern, sodass es zu Ausgleichsbewegungen kommt.
  1. Auf den Körper hören: Wenn es im Rücken zieht, will der Rücken etwas mitteilen. Ganz einfach. Diese Signale sollten nicht überhört werden, da sich somit erst Verspannungen und später Schmerzen sowie langfristige Probleme anbahnen. Am besten sofort auf kleine Probleme reagieren, durchatmen, entspannen und dehnen und strecken.
  1. Sport und Freizeit verbinden: Am einfachsten ist es, ein gesundes Ausgleichstraining mit der Freizeit zu verbinden. Um die Muskeln zu lockern und die Beweglichkeit zu fördern, können Handwerker, Mechaniker und Co. beispielsweise nach dem Feierabend oder am Wochenende klettern gehen, wandern oder eine Runde schwimmen.
  1. Home Workout: Wer es nicht mehr ins Fitnessstudio schafft zeitlich oder auch gar keine Lust darauf hat, kann als Alternative im Home Workout ein wenig Krafttraining machen. Danach ein entspanntes und heißes Bad und die Muskeln werden es dem Sportler danken.

Typische Probleme im Handwerk, auf dem Bau oder in der Werkstatt

In den Medien ist vor allem von Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfällen oder Burnout die Rede, wenn es um Arbeitgeber geht. Auch Kopfschmerzen gehören häufig zu den typischen Büro-Problemen. Doch wie sieht es mit der körperlich arbeitenden Gesellschaft aus? Nur wenig wird darüber berichtet.
 
  • Verputzer arbeiten meistens über Kopf und leiden daher häufig an Verspannungen, Nacken- und Rückenschmerzen.
  • Parkett- und Fliesenleger rutschen meistens auf den Knien, sodass Arthrose und weitere Knieprobleme vorprogrammiert sind.
  • Mechaniker kämpfen ebenfalls mit Rückenschmerzen, verschleißen aber auch Bandscheiben, Wirbelkörper und weitere Bereiche des Körpers. Wer als KFZ-Mechaniker/Mechatroniker einen Motor auseinandernimmt, nimmt beispielsweise eine sehr ungünstige Körperhaltung ein. Auch die Verletzungsgefahr ist bei einem KFZ-Mechatroniker sehr hoch, beispielsweise durch das Lösen fester Muttern.
  • Fachleute für Sanitär, Heizung und Klima können auf engstem Raum oft keine entlastenden Hebetechniken anwenden.
 
Es ist sinnvoll, bei jedem Gewerk einzeln zu schauen, welche Belastungen besonders ungesund sind und entsprechend zu diesen Haltungen gegenzusteuern. Mit Dehnübungen lässt sich in wenigen Minuten viel erreichen, sodass Beweglichkeit und auch Entspannung geboten wird.