Aqua-Bouncing Sanfte Kurse für Einsteiger

Aqua-Fitnesstraining auf dem Unterwasser-Trampolin - dieser neue Trend verspricht Kondition und Muskeln. Aber auch viel Spaß. VITAL-Autorin Ester Langmaack machte für uns den Hüpf-Test.

Frau im Wasser

Es gibt sanfte Kurse für Einsteiger oder Menschen mit gesundheitlichen Problemen

„Meine älteste Teilnehmerin ist 93 Jahre alt“, berichtet der Bremer Fitnesstrainer Michael Bertram, der das Unterwasser-Trampolin erfunden hat. „Das Besondere daran ist, dass sich jeder darauf lockerer, leichter und sicherer fühlt als beim Hüpfen an Land.“ Bei mir stand jedoch „für Fortgeschrittene“ auf dem Programm. Zum Glück habe ich auf zusätzliche Gewichtsmanschetten an den Füßen verzichtet und lieber nach den leichteren Schaumstoffhanteln gegriffen. Und die kommen gleich nach der heißen Aufwärmphase zum Einsatz. Während wir uns mit den Füßen von der Sprungmatte unter uns abstoßen, bewegen wir die Arme mit den Schaumstoffhanteln mal gestreckt zur Seite, dann wieder nach vorn. Und immer schön unter der Wasseroberfläche bleiben, sonst macht das Ganze nur halb so viel Sinn!

Und für wen ist das nun besonders sinnvoll? „Insbesondere der Muskulatur setzt das Training im Wasser geradezu ideale Reize“, sagt Prof. Dr. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. „Denn die Muskeln werden schonend, aber intensiv gekräftigt. Die Gelenke dabei entlastet und Knorpelstrukturen erhalten. Daher ist beispielsweise Aquabouncing für Personen mit Gelenkproblemen, nach Sportverletzungen und für Übergewichtige gut geeignet.“

Balanceakt auf dem Trampolin

Mal üben wir weite Ausfallschritte, bei denen nur ein Fuß auf dem Sprungtuch steht, dann wieder stehen Kniebeugen auf dem Programm, die auf dem Trampolin zu einem wirklichen Balanceakt werden. Manche Übungen führen wir aber auch schwebend durch. In Rückenlage grätschen wir die lang ausgestreckten Beine, bewegen sie in kurzen Bewegungen voneinander weg und aufeinander zu. Das kenne ich von der üblichen Wassergymnastik, ist aber trotzdem immer wieder eine echte Herausforderung. Mein Po zieht nach unten, und es besteht akute Absaufgefahr! Die Plätscherwellen schwappen schon in meine Nase. Schnell greife ich mir die Hanteln, strecke die Arme seitlich aus, und dann klappen auch die Beingrätschen wieder.

Beim Cool-down strecken wir uns, wischen mit langsamen Armbewegungen durchs Wasser und balancieren dabei auf dem Trampolin. Ich schaue in die Runde: lauter zufriedene Gesichter. Aquabouncing, diese komische Kombi aus Trampolinspringen und Wassersport, hat eben einen hohen Fun-Faktor. Ist irgendwie ein bisschen wie Fliegen.

Autor: Esther Langmaack

Schlagworte: