Richtig essen bei Rheuma Die besten Lebensmittel bei Gelenkentzündungen

Frauen trifft es dreimal so häufig wie Männer. Die chronische Gelenkentzündung lässt sich nicht heilen, aber lindern. Auch über den Speiseplan. 

Ernährung-bei-Rheuma

Bei der rheumatoiden Arthritis (Rheuma) handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, der Körper schadet sich praktisch selbst. Fehlgeleitete Immunzellen identifizieren körpereigenes Gewebe als Gegner, es kommt immer wieder zu Entzündungsschüben in den Gelenken. Wer entzündungshemmende und entzündungsfördernde Lebensmittel zu unterscheiden weiß und die richtige Speiseauswahl trifft, kann seine Beschwerden deutlich lindern oder mit weniger Medikamenten auskommen.

Viel Grünes

Esst täglich Obst (in Maßen) und reichlich Gemüse. Pflanzliche Antioxidantien bremsen die Entzündungstätigkeit. Variiert immer wieder. Ihr könnt euch Smoothies zubereiten, einen bunten Rohkostsalat oder das Gemüse dünsten. Legt euch auch nicht auf zwei, drei Lieblingssorten fest, sondern nutzt alles, was der Wochenmarkt so hergibt.

Gut versorgt?

Achtet auf eine ausreichende Vitaminzufuhr. Bei Rheumatikern steht es häufig kritisch um die Versorgung mit Vitamin B1 und B6 sowie Vitamin E. Auch Magnesium, Kupfer und Selen solltet ihr im Blick behalten. Grüner Tee, Weizenkeime, Vollkorngetreide und Linsen liefern reichlich davon.

Nur wenig Fleisch

Ideal wäre es, wenn bei euch höchstens zweimal pro Woche Fleisch auf dem Teller landet, v. a. Geflügelprodukte. Die in Schweinefleisch und -schmalz enthaltene Arachidonsäure fördert Entzündungsprozesse. Damit die Eiweißzufuhr nicht zu kurz kommt, solltet ihr auf pflanzliche Proteinquellen umsteigen, z. B. Hülsenfrüchte, ungesalzene Nusskerne (außer Erdnüsse).

Übungen für Gelenke und Bänder

Die guten Fette

Im Stoffwechsel wirkt die Omega-3-Fettsäure als Gegenspieler zur entzündungsfördernden Arachidonsäure. Ihr solltet am Tag etwa doppelt so viel Omega-3-Fettsäuren (z. B. in Lachs, Meeresfrüchten, Lein-, Weizenkeim- oder Walnussöl) wie Omega- 6-Fettsäuren zu euch nehmen (z. B. Sonnenblumen-, Maiskeim-, Soja- oder Distelöl).

Spezial-Mischung

Kurkuma, schwarzer Pfeffer, Olivenöl – rührt euch aus diesen drei Zutaten einen wahren Zaubertrank an. Curcumin, der Inhaltsstoff in Kurkuma (ähnelt Ingwer, nur in Orange), hat immense entzündungshemmende Wirkung. Durch den Pfeffer kann der Körper es noch besser aufnehmen und Olivenöl liefert gute ungesättigte Fette. Einfach etwas davon über ein zubereitetes Gericht geben.