Schluss mit schmerzenden Gelenken Hilfe bei Gelenkschmerzen

Die Ursachen für schmerzende Gelenke sind vielfältig. Wie Sie mit rezeptfreien Medikamenten und Hausmitteln gegen Gelenkschmerzen angehen können, erfahren Sie hier. 

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Sie hat es „im Rücken“, er „im Knie“. Irgendwann erwischt es fast jeden. Mediziner kennen rund 400 verschiedene Ursachen für Gelenkschmerzen. Der häufigste Auslöser für die Beschwerden ist weder die Arthritis (Rheuma) noch eine Verletzung, sondern schlicht und einfach Abnutzung, medizinisch Arthrose genannt. Dabei schwindet die schützende Knorpelschicht an den Enden der Knochen, die im Gelenk aufeinandertreffen. Schließlich reibt dann Knochen auf Knochen. Das schmerzt noch stärker als der Abbauprozess.

Übrigens: Am häufigsten ist das Kniegelenk von Gelenkbeschwerden betroffen. Beim Stehen, Gehen oder Laufen trägt das größte Gelenk des Körpers schließlich auch unser Körpergewicht.

Gründe für Gelenkschmerzen

Neben der Abnutzung der Gelenkknorpel können auch andere Ursachen hinter Gelenkschmerzen stecken. Die häufigsten sind:
  • Überlastung der Gelenke, z. B. durch falsche Ausführung von Übungen beim Sport oder Übergewicht
  • Schleimbeutelentzündung
  • bakterielle Gelenksentzündung
  • Gelenkentzündung bei und nach Infektionen
  • Borreliose
  • rheumatische Erkrankung Morbus Reiter
  • Schuppenflechte (Psoriasis-Arthritis)
  • Morbus Bechterew
  • Gicht bzw. akuter Gichtanfall
  • Rheumatoide Arthritis
  • Rheumatisches Fieber
Stark beanspruchte Gelenke in Knie, Hüfte und Fingern sind besonders gefährdet. Aber auch im Bereich der Wirbelsäule leiden viele unter Verschleiß. Neben einer ausgewogenen Ernährung trägt körperliche Aktivität viel zur Gelenk-Gesundheit und Beweglichkeit bei. Orthopäden raten zu Sportarten mit fließenden Bewegungen und geringer Belastung wie Schwimmen, Nordic Walking, Radfahren und Wandern. Für eine gesunde, ausgewogene Ernährung sollten Patienten mit Gelenkschmerzen auf pflanzliche Lebensmittel setzen. Heißt: Neben Gemüse und Obst, sollten vor allem auch fettarme Milchprodukte auf dem Speiseplan stehen. Fette Fleisch- und Wurstsorten sollten hingegen möglichst gemieden werden. Bei Dauerbeschwerden sollten Sie sich  hingegen an Ihren Arzt wenden; wenn es nur ab und zu zieht und zwickt, können Sie Hilfe aus der Apotheke in Anspruch nehmen.

Die besten Hausmittel gegen Gelenkschmerzen

Kräuter-Einreibung:

Schmerzende Gelenke mehrmals täglich mit 10 Tropfen einer Mischung aus 70 g Brennnesseltinktur, 25 g Arnikatinktur und 5 g Kampfer (Apotheke) behandeln.

Rotöl-Massage:

Johanniskraut-Rotöl auf etwa 40 °C erwärmen und in den schmerzenden Bereich einmassieren. Alternativ eine Kompresse mit warmem Rotöl tränken und auf das betroffene Gelenk legen. Vorsicht: Johanniskraut macht die Haut lichtempfindlich.

Pfefferminzöl:

Die frische Pflanze lindert in Form von Öl als natürliches Hausmittel Schmerzen. Denn das enthaltene Menthol wirkt sich auf die Kälterezeptoren der Haut aus, sodass es einen kühlenden Effekt an der betroffenen Stelle hat. Reiben Sie es äußerlich auf das Gelenk.

Eukalyptusöl:

Aus den Blättern des Eukalyptusbaumes wird das ätherische Eukalyptusöl gewonnen, welches sich hervorragend als Hausmittel bei Gelenkschmerzen eignet. Der Hauptinhaltsstoff Cineol wirkt krampflösend, lokal durchblutungsfördernd und hat eine antientzündliche Wirkung. Tragen Sie das Öl äußerlich nach Bedarf auf den Muskel oder das Gelenk auf.

Kurkuma:

Kurkuma ist nicht nur ein leckeres Gewürz und mittlerweile ein aufstrebender Inhaltsstoff in Kosmetikprodukten, sondern wegen seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften auch ein beliebtes Hausmittel bei Gelenkschmerzen. Es wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd, antioxidativ und hemmt zusätzlich den Knochenabbau. Verzehren Sie Kurkuma als Gewürz oder als Pulver mit etwas Honig vermischt.

Tee:

Auch Tee kann bei Symptomen wie Gelenkschmerzen wahre Wunder bewirken. Dies gilt vor allem für Tee aus der afrikanischen Teufelskralle, deren Hauptinhaltsstoffe eine entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung haben. Bei Gelenkschmerzen oder Gelenkerkrankungen wie Rheuma, Kniearthrose und -arthritis ist der Tee ein besonders wirksames Mittel, ganz ohne Nebenwirkungen.

Senf:

Bei starken Schmerzen empfiehlt sich Senf als akutes Hilfsmittel. Wenden Sie Senfmehl äußerlich in Form von Senfwickeln an:

  1. Verrühren Sie 5 Esslöffel des Senfmehls mit Wasser, bis ein Brei entsteht.
  2. Streichen Sie den Brei auf ein Tuch und wickeln Sie dieses um das schmerzende Gelenk.
  3. Der Wickel sollte etwa 10 bis maximal 15 Minuten einwirken.
  4. Wenn Sie nach zwei Wochen keine Besserung feststellen, suchen Sie bitte einen Arzt auf.

Datum: 30.06.2020

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