Bye bye Besenreiser und Venenschwäche Hilfe bei Venenschwäche

Von Besenreisern bis hin zu schweren Gefäßentzündungen: Rund 90 Prozent der Deutschen kennen Venenprobleme – und das nicht nur im Sommer. Die gehen Sie am besten von innen und außen an.

Venen Bein

Stellen Sie sich vor, Sie müssten 4000 Kilo senkrecht in die Höhe stemmen. Jetzt wissen Sie, was Ihre Beinvenen täglich leisten. Zwar haben sie Klappen, die verhindern, dass sauerstoff- und nährstoffarmes Blut statt zum Herzen in die Füße zurückfließt, auch die Muskeln in Ober- und Unterschenkeln helfen mit. Doch dieses System funktioniert nur mit Bewegung. Da aber die meisten ihren (Büro-)Alltag überwiegend im Sitzen oder Stehen verbringen, ist es kein Wunder, dass nicht einmal zehn Prozent der Deutschen völlig gesunde Venen haben. Wer allerdings frühzeitig gegensteuert, kann Krampfadern oder gar eine gefährliche Thrombose in den Beinen verhindern.

Die richtige Medizin bei Venenschwäche

So geht's: Flavonoide stützen die Venen von innen. Diese sekundären Pflanzenstoffe im Extrakt aus rotem Weinlaub reparieren geschädigte Venenwände, hemmen entzündliche Prozesse und verbessern die Durchblutung bis in die kleinsten Blutgefäße. So gehen Schwellungen zurück und Schmer­zen lassen nach. Produkt: Antistax extra, 90 Kapseln, ca. 40 Euro.

Bitte beachten: Die gewünschte Wirkung entfaltet sich erst, wenn Sie das Präparat regelmäßig und über einen längeren Zeitraum anwenden – Experten empfehlen eine Dauer von mindestens drei Monaten.

Ergänzende Ernährung bei Venenproblemen

So geht's: 

Gönnen Sie sich immer wieder durchblutungsför­dernde Maßnahmen, z. B. Wechselduschen. Dabei sollten Sie stets mit warmem Wasser anfangen und mit einem kalten Temperaturreiz enden. Auch gut: Peelings mit dem Luffaschwamm. Um das Verwöhnprogramm abzurunden, massieren Sie anschließend sanft Body­lotion oder Körperöl ein. 

Bitte beachten: 

Ohne sie geht es nicht: Kompressionsstrümpfe verhindern einen Flüssigkeitsstau im Gewebe, das schmerzhafte Anschwellen der Beine – und Folgeschäden! Moderne Materialien bieten heute viel höheren Tragekomfort als früher.

Ernährung für die Venen

So geht's: Den größten Gefallen tun Sie Ihren Venen, wenn Sie Übergewicht abbauen. Denn jedes Kilo drückt zusätzlich auf die geschwächten Gefäße. Essen Sie daher relativ fettarm und möglichst ballast­ stoffreich, also am besten viel frisches Obst und Gemüse. Beson­ders „venenfreundlich“: Zitrus­früchte aller Art, aber auch Brokkoli, Paprika oder Porree.

Bitte beachten: Damit die Ballaststoffe quellen und ihre positive Wirkung im Darm entfalten können, trinken Sie etwa 2-3 l pro Tag. Ungesüßte Tees und Mineralwasser decken den Bedarf, ohne die Kalorienbilanz überzustrapazieren.

Expertin:

So geht's: „Leider reicht es nicht, den Beschwerden mit Cremes und Gels zu begegnen, denn das ändert nichts daran, dass sich das Blut in den Venen staut“, erklärt Dr. Brita Larenz, Fachärztin für Allgemeinmedizin in Königswinter bei Bonn. „Ich empfehle eine Kombination aus gesunder Ernäh­rung, gezielter Bewegung und der Einnahme eines venenstärkenden Extrakts aus rotem Weinlaub.“

Bitte beachten: Gute Erfahrungen habe ich in der Praxis damit gemacht, das Kombi-Programm aus Diät, Sport und rotem Weinlaub mindestens zweimal im Jahr durchzuführen. Einmal jetzt im Winter und dann noch einmal als Vorbereitung für den Sommer.“ 

Venenschwäche selbst behandeln

Die besten Hausmittel:
Machen Sie am besten jeden Tag gezieltes Venentraining. Übung 1: Wie eine Ballerina mit durchgestreckten Knien erst auf den Zehenspitzen, danach auf den Fersen gehen. Übung 2: Auf den Rücken legen und weit ausholend Rad fahren. Anschließend die Beine gerade nach oben strecken, Fußspitzen zeigen abwechselnd zur Zimmerdecke und zum Körper.

Selbst behandeln – aber richtig: 
Legen Sie die Beine tagsüber so oft wie möglich hoch und nutzen Sie jede Gelegenheit, einige Schritte zu gehen. Tragen Sie auf langen Flug-, Bahn- und Busreisen Kompressionsstrümpfe. Äußerlich oder innerlich angewandt, können mehrere Naturstoffe zumindest bei beginnender Venenschwäche helfen.

So schützen Sie sich:
Pflanzliche Mittel müssen Sie regelmäßig und häufig erst über einen längeren Zeitraum hinweg einnehmen, damit sie ihre Heilkraft entfalten. Treten trotzdem Krampfadern auf, verabreden Sie so früh wie möglich einen Termin bei einem Venenspezialisten (Phlebologen). Schwellen Ihre Beine plötzlich massiv an oder bekommen Sie starke Schmerzen, gehen Sie bitte sofort zum Arzt.