Wissen: Gesundheitsgefährdungen im Alltag erkennen und vermeiden

In der modernen Gesellschaft lauern Tag für Tag allerhand Gesundheitsgefährdungen, welche vielen Menschen überhaupt nicht bewusst sind. Wer sie jedoch kennt, kann mit simplen Maßnahmen gegenwirken und sich somit vor eventuellen Folgeerkrankungen schützen.
Frau sagt nein und ist egoistischer für die Gesundheit
Ganz Deutschland diskutiert aktuell über Fahrverbote für Dieselfahrzeuge, um die Feinstaub-Belastung zu senken. In den sozialen Netzwerken wird in viralen Kampagnen dazu aufgerufen, Produkte mit Palmöl zu boykottieren. Und rotes Fleisch soll laut Gesundheitsexperten vom Ernährungsplan gestrichen werden.
 
Wenn es um das Thema Gesundheit geht, scheiden sich in vielen Bereichen die Geister. Manchmal gelten Nahrungsmittel, Hobbys & Co heute noch als gesund und morgen schon als Gefahr für die Gesundheit. Viele Menschen sind mit all diesen Regeln und Empfehlungen so überfordert, dass sie überhaupt nicht mehr wissen, worauf sie im Alltag nun eigentlich achten sollen und was „richtig“ oder „falsch“ ist. Es lohnt sich daher, bei einigen Themen noch einmal genauer hinzusehen und nach den Antworten auf die wichtigsten Gesundheitsfragen zu suchen.
 

Stress wird zur Volkskrankheit

Ein Dauerthema in Sachen Gesundheit ist der Stress. Er ist in Deutschland mittlerweile beinahe zur Volkskrankheit geworden und kann zahlreiche Folgeerkrankungen nach sich ziehen – sowohl auf psychischer als auch auf physischer Ebene. Eigentlich ist der Stress an sich aber nichts Schlechtes, sondern es wird zwischen dem positiven und dem negativen Stress unterschieden.
 
In beiden Fällen handelt es sich um eine Art „mechanischer Spannungszustand“ des Körpers, welcher durch den jeweiligen Reiz in eine erhöhte Leistungsbereitschaft versetzt wird. Dieser Reiz kann also sowohl positiv sein, beispielsweise in Form von Vorfreude oder Aufregung, als auch negativ als Angst, Zeitdruck, und ähnlichem.
Unabhängig davon, um welche Art von Stress es sich ursächlich handelt, ist das Resultat aber dasselbe: Der Körper schüttet spezielle Stresshormone wie das Cortisol aus und aktiviert dadurch die erhöhte Durchblutung im Gehirn. Weiterhin wird die Muskelspannung erhöht, der Herzschlag beschleunigt und die Energiebereitstellung in Form von Fetten und Blutzucker gewährleistet.
 
Genau genommen bereitet sich der Körper durch diese Maßnahmen auf eine mögliche Flucht aus einer Gefahrensituation vor. Ein Mechanismus, der so alt ist wie die Menschheit selbst und damit völlig natürlich – allerdings nur für einen kurzen Zeitraum. Mittlerweile leben aber immer mehr Personen unter Dauerstress und setzen ihren Körper sowie ihre Psyche damit einer großen Belastung aus. Der Organismus normalisiert sich nicht mehr nach der „Gefahrensituation“ und gerät dadurch in ein Ungleichgewicht. Typische Folgen von chronischem Stress sind beispielsweise
  • Schlafstörungen,
  • Migräne,
  • Rückenbeschwerden,
  • Magen- und Darmbeschwerden,
  • Bluthochdruck bis hin zum Schlaganfall,
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
  • Burnout-Syndrom,
  • Depressionen oder
  • Tinnitus.
 
Viele Menschen fühlen sich durch das erste Auftreten solcher Symptome sogar noch mehr gestresst, da sie dennoch ihren Alltag stemmen wollen – und geraten dadurch in einen regelrechten Teufelskreis. Was es stattdessen braucht, ist eine aktive Stressprävention sowie dessen Abbau, wenn er bereits eingetreten ist. Der Körper muss also die Möglichkeit bekommen, sich nach einer Stresssituation zu normalisieren und sein Gleichgewicht wiederzufinden. Das stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern auch das psychische Wohlbefinden und ist der einzige Weg, um die eigene Gesundheit langfristig zu erhalten.
 

Stressprävention ist möglich und notwendig

Etwa 87 Prozent der Deutschen fühlen sich gestresst. In vielen Fällen treten sogar bereits deutliche Anzeichen für ein Burnout-Syndrom auf. Dennoch ziehen nur wenige Menschen rechtzeitig die Notbremse. Wer in einer gestressten Gesellschaft lebt, kann oder will nicht unbedingt gegen den Strom schwimmen. Dabei ist Stressprävention nicht nur möglich, sondern es ist sogar notwendig, aktiv dem Stress entgegenzuwirken, um die eigene Gesundheit langfristig zu erhalten. Glücklicherweise ist das bereits mit vergleichsweise simplen Maßnahmen möglich:
  • Sport ist das A und O, um die überschüssige Energie des Körpers, welche er in Stresssituationen freisetzt, loszuwerden. Dabei sollte es sich jedoch um eine moderate Bewegung handeln, sprich keinen Leistungssport, welcher wiederum Stress auslöst.
  • Es gilt, bewusst Entspannungszeiträume in den Alltag einzubauen, in welchen sprichwörtlich abgeschaltet werden kann. Das gilt sowohl für das Smartphone als auch für den Kopf. Sei es in der Sauna, bei einer Massage, im Urlaub oder einfach mit dem Lieblingsbuch auf dem Sofa: Solche Entspannungszeiträume müssen einen festen Platz im Kalender haben und geben dem Körper die notwendige Zeit sowie Ruhe, um die Stresshormone abzubauen und sich von den Strapazen zu erholen.
  • Gleichzeitig müssen die Stressauslöser identifiziert werden. In einigen Fällen reicht es bereits aus, den Zeitplan etwas weniger straff zu gestalten oder Aufgaben wie den Hausputz auszulagern, sprich eine Putzhilfe zu engagieren. In vielen anderen Fällen stecken jedoch tieferliegende Gründe wie Versagensängste hinter dem Stress.
  • In letzterem Fall ist es sinnvoll, frühzeitig solche Ängste abzubauen und sich gegebenenfalls professionelle Hilfe zu suchen, um eine weitere Verschlimmerung bis hin zum Burnout-Syndrom oder einer Angststörung präventiv zu verhindern.
Stress in all seinen Formen ist also die größte Gesundheitsgefahr im Alltag – längst jedoch nicht die Einzige.

Elektrosmog setzt Körper unter Dauerstress

Stattdessen hängen einige weitere Gesundheitsgefährdungen eng mit dem Stress zusammen. Ein solches Beispiel ist der sogenannte Elektrosmog. Hierbei handelt es sich um alle elektromagnetischen Felder in der Umgebung, welche künstlich erzeugt werden. Sie gehen von den verschiedensten alltäglichen Geräten aus:
  • das WLAN
  • die Mikrowelle
  • ein Babyfon
  • das Smartphone
Diese sogenannte gepulste hochfrequente Funkstrahlung ist mittlerweile in vielen Lebensbereichen zum ständigen Begleiter geworden, sprich der Mensch ist ihr Tag für Tag und beinahe pausenlos ausgesetzt.
Aktuelle Studien konnten dadurch allerhand negative Auswirkungen auf die Gesundheit beobachten und kamen beispielsweise zu dem Ergebnis, dass Elektrosmog oxidativen Stress auslöst, welcher zur psychischen und physischen Gesundheitsgefahr werden kann. Zudem hat mittlerweile die Bundesregierung selbst eine öffentliche Warnung vor einer übermäßigen Handy-Strahlenbelastung herausgegeben. Es ist daher wichtig, frühzeitig Maßnahmen zur Reduzierung der Belastung  zu ergreifen, um eine Gesundheitsgefährdung auszuschließen – oder zumindest zu verringern.

Gesundheitsgefährdungen in den eigenen vier Wänden

Elektrosmog ist jedoch nicht die einzige Gefahr für die Gesundheit, welche in den eigenen vier Wänden auftritt. Stattdessen ist in vielen Häusern, die in den 1960er bis 1990er Jahren gebaut oder saniert wurden, nach wie vor Asbest enthalten. Das hochgradig krebserregende Mineral wurde im Jahr 2005 in der EU verboten, dennoch ist der Baustoff in vielen Fällen nicht nachträglich entfernt worden. Dies ist bei den festgebundenen Asbestprodukten auch nicht unbedingt nötig, denn von Hartasbest oder Asbestzement geht in der Regel keine Gefahr aus.
 
Anders bei sogenannten schwach gebundenen Asbestprodukten, die dringend aus der häuslichen Umgebung entfernt werden sollten. Bei entsprechenden Renovierungsmaßnahmen sind hohe Sicherheitsvorkehrungen zu treffen und es sollten unbedingt Experten zu Rate gezogen werden.
 
Und selbst bei festgebundenen Asbestprodukten gilt höchste Vorsicht, denn werden diese (falsch) bearbeitet, können Fasern austreten. Sie sind hochgradig gefährlich und können Lungenkrebs sowie eine Lungenkrankheit unter dem Namen Asbestose auslösen. Aus diesem Grund ist es wichtig, vor einer Renovierung, Sanierung oder einem Abriss entsprechende Fachkräfte für eine Begutachtung zu bestellen und gegebenenfalls eine Laboranalyse vornehmen zu lassen.

Schimmelsporen als unsichtbare Gefahr

Auch Schimmel ist unsichtbar sowie eine Gefahr für die Gesundheit in den eigenen vier Wänden. Viele Haushalte in Deutschland sind davon betroffen. Das Problem mit den Schimmelpilzen, welche sich bevorzugt an kalten Wänden oder bei Feuchtigkeit bilden, ist deren gesundheitsschädliche Wirkung, vor allem auf Kinder, ältere Personen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Typische Symptome sind zum Beispiel
  • Kopfschmerzen,
  • Husten,
  • Atembeschwerden,
  • Müdigkeit,
  • Hautausschläge,
  • Infektions-,
  • Lungen- oder
  • Herzerkrankungen
 
Dies macht deutlich: Mit Schimmel in der Wohnung ist nicht zu spaßen. Regelmäßiges sowie richtiges Heizen und Lüften ist daher essentiell, um Schimmel präventiv zu verhindern – und damit auch dessen negative gesundheitliche Folgen. Weiterhin können Luftentfeuchter dabei helfen, überschüssige Feuchtigkeit aus den Räumen zu entfernen und somit ein gesundes Raumklima herzustellen. Dessen Überwachung mittels Hygro- und Thermometer lohnt sich – nicht nur zur Schimmelprävention, sondern auch für ein besseres allgemeines Wohlbefinden.

Radon ist unbekannt, aber gefährlich

Während die Problematik um den Schimmelbefall den meisten Menschen geläufig ist und viele auch schon einmal vom Asbest gehört haben, ist eine andere potenzielle Gefahr im häuslichen Umfeld noch weitestgehend unbekannt. Es handelt sich dabei um Radon, ein radioaktives Edelgas, welches geschmacks- sowie geruchsneutral und unsichtbar ist.
Per se gilt es zwar nicht als gefährlich, da es in der Außenluft natürlich auftritt, jedoch kann es bei zu hoher Konzentration ebenfalls Lungenkrebs verursachen. Da Radon im Erdboden enthalten ist, tritt es in Gasform in den Keller aus und kann sich von hier über die Untergeschosse ausbreiten. Somit ist die Radonkonzentration im Gebäude oftmals höher als im Außenbereich – häufig eben zu hoch.
 
Um zu prüfen, ob Radon (in einer zu hohen Konzentration) im Haus angereichert ist und wo, empfiehlt sich eine regelmäßige Messung durch eine entsprechende Fachfirma. Bei einem positiven Ergebnis ist eine Radonsanierung notwendig, wobei aber oftmals schon kleine Maßnahmen wie das Schließen von Eintrittspfaden oder eine bessere Belüftung ausreichen, um die Radonkonzentration auf einen unbedenklichen Wert zu senken.

Ein Blick auf die Feinstaub-Debatte

Dass der Straßenverkehr nicht ungefährlich ist, liegt auf der Hand. Das gilt aber nicht nur für all jene Personen, die sich zu Fuß, mit dem Fahrrad, per Auto & Co darin fortbewegen. Stattdessen gewinnt die Thematik rund um den Feinstaub zunehmend an Brisanz.
 
Ab dem Jahr 2019 sind erstmalig Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge in einigen deutschen Großstädten zulässig. Wie der Name bereits vermuten lässt, bezeichnet Feinstaub ultrafeine Staubpartikel in der Luft, welche über die Atmung vom menschlichen Körper aufgenommen werden und dort verschiedene Atemwegserkrankungen wie
  • Asthma,
  • Autoimmunerkrankungen oder sogar
  • Lungenkrebs
 
hervorrufen können. Weiterhin soll Feinstaub das Krebsrisiko im Allgemeinen erhöhen und ebenso jenes von Herzinfarkten. Die in Deutschland gültigen Grenzwerte sind umstritten, denn Feinstaub gilt schon in kleinen Mengen als bedenklich. Dennoch entsteht dieser nicht nur aus den Abgasen von Diesel-Fahrzeugen. Stattdessen gibt es verschiedene Auslöser für Feinstaub:
  • Landwirtschaft
  • Industrie
  • Schüttungsumschlag
  • Straßenverkehr
  • Energie
  • Holzfeuerung
 
Weiterhin gibt es den sogenannten sekundären Feinstaub, welcher durch gasförmige Vorläufer entsteht, wie beispielsweise Ammoniak, Schwefel- und Stickoxide. Somit können Fahrverbote zwar einen Schritt in die richtige Richtung darstellen, dennoch werden zukünftig weitere Maßnahmen notwendig werden.
 
Bis es so weit ist, sind die Haushalte dem Feinstaub aber nicht (ganz) hilflos ausgeliefert. So kann es einerseits helfen, regelmäßig und zwar bewusst zu verkehrsarmen Zeiten zu lüften und anschließend die Fenster tagsüber geschlossen zu halten. Andererseits können spezielle Luftfilter installiert werden, welche die Luft in der Wohnung reinigen. Und zuletzt hilft auch das regelmäßige Putzen der Innenräume, um abgelagerten Feinstaub zu entfernen, bevor er erneut aufgewirbelt wird. Die Luftfeuchtigkeit innerhalb der empfohlenen Werte etwas zu erhöhen, bindet zudem den Feinstaub besser und sorgt dafür, dass dieser schneller nach unten sinkt und dort entfernt werden kann.

Vorsicht vor gesundheitsgefährdenden Lebensmitteln

Ein wichtiger Themenbereich fehlt noch in der Liste, und zwar jener der Ernährung. Ihre grundlegende Bedeutung für die Gesundheit ist gemeinhin bekannt. Eine gesunde sowie ausgewogene Ernährung ist wichtig, um
  • den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen,
  • Über- oder Untergewicht zu vermeiden,
  • die Alterungsprozesse im Körper sowie Gehirn zu verlangsamen oder
  • zahlreiche Erkrankungen präventiv zu verhindern.
 
Die Liste der Gründe für eine gesunde Ernährung ist noch deutlich länger. Doch das Fazit ist eindeutig: Die Ernährungsweise bestimmt zu großen Teilen über die langfristige Gesundheit eines Menschen. Eine ausgewogene Ernährung alleine hält zwar nicht gesund, doch eine ungesunde Ernährung macht auf Dauer krank – garantiert. Erst einmal geht es also darum, überhaupt zu essen und das richtig. Dafür müssen einige wichtige Grundregeln eingehalten werden:
  1. Die richtige Mischung ist das A und O bei der Ernährung. Wer zwar gesunde Lebensmittel, jedoch einseitig isst, wird früher oder später einen Mangel an gewissen Nährstoffen haben. Stattdessen braucht der Körper verschiedene Vitamine, Mineralien oder Proteine, welche er aus unterschiedlichen Nahrungsmitteln gewinnt. Anstatt also auf Nahrungsergänzungsmittel wie Vitaminpräparate oder einseitige Diäten zurückzugreifen, sollte eine ausgewogene, dennoch aber gesunde Ernährung gepflegt werden.
  2. Gesund, das bedeutet in erster Linie das Meiden von zu viel Zucker, Fett und verarbeiteten Lebensmitteln. Das bedeutet aber nicht, dass Schokolade oder Wurst prinzipiell tabu sind – denn wie bereits erwähnt, kommt es schlussendlich nur auf die Mischung und die Menge an.
  3. Überwiegen sollten also Gemüse, Vollkornprodukte und Obst. Dann darf zwischendurch gerne auch genascht werden.
  4. Fleisch und Wurst sind wichtige Eisenlieferanten für den Körper, sollten aber dennoch in Maßen genossen werden. Stattdessen können tierische Eiweiße besser aus Milchprodukten oder Eiern gewonnen werden. Zudem sollte mindestens einmal pro Woche Fisch auf dem Ernährungsplan stehen.
  5. Es lohnt sich, vor dem Kauf einen Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen und Produkte wie Palmöl oder Geschmacksverstärker bewusst zu meiden. Ohnehin sind möglichst unverarbeitete Lebensmittel zu bevorzugen, bestenfalls natürlich in Bio-Qualität und unbelastet von Spritzmitteln, Gentechnik & Co.
  6. Zu guter Letzt, muss auf eine schonende Zubereitung geachtet werden, um die Entstehung vom krebserregenden Acrylamid zu verhindern und Nährstoffe bestmöglich zu erhalten.
In dieser Liste sind einige wichtige Stichworte gefallen, inwiefern eine falsche Ernährung oder Zubereitung der Speisen eine Gefahr für die Gesundheit darstellen kann. Zudem ist deutlich geworden, dass das Thema keinesfalls einfach ist und weshalb so viele Menschen, vor allem mit steigendem Lebensalter, unter Übergewicht, Nährstoffmängeln oder anderen gesundheitlichen Folgen einer falschen Ernährung leiden.
 
Es lohnt sich also, sich einmal näher mit dem Thema der gesunden Ernährung auseinanderzusetzen und diese entsprechend anzupassen – auch, wenn (noch) kein Übergewicht oder eine andere ernährungsbedingte Folgeerkrankungen vorliegen.

Geschmacksverstärker und umstrittene Zusatzstoffe

Früher bauten viele Menschen ihr Gemüse noch selbst an und schlachteten ihre eigenen Tiere. Sie wussten also, was auf den Tisch kommt. Mittlerweile werden Lebensmittel fast ausschließlich im Supermarkt gekauft. Ihre Herkunft ist ebenso wie ihre Qualität oft nicht auf den ersten Blick ersichtlich.
 
Seien es Spritzmittel, gentechnische Veränderungen oder chemische Zusatzstoffe – eine Belastung der Lebensmittel auf verschiedene Art und Weise ist heutzutage leider zur Normalität geworden. Die Nahrungsmittel werden künstlich haltbar gemacht oder Fertiggerichte durch Geschmacksverstärker „aufgepeppt“. Farbstoffe und Konservierungsmittel werden deshalb von vielen Menschen in ebenso großem Maß verzehrt wie der Geschmacksverstärker Glutamat. Sie alle gelten als umstritten und sollten möglichst gemieden werden.
 
Allen voran das Glutamat, denn es besitzt eine neurotoxische Wirkung und steht im Verdacht, bei zu häufigem Konsum Erkrankungen des Nervensystems wie Alzheimer oder Parkinson zu fördern. Weiterhin soll es Übergewicht begünstigen, indem es den Appetit anregt, und es führt nicht selten zu Unverträglichkeiten mit Reaktionen wie Hautausschlägen, Magen-Darm-Beschwerden, Muskelschmerzen, einem Engegefühl in der Brust bis hin zu Verwirrtheit und Angstzuständen, welche vor allem bei Kindern beobachtet werden können.

Palmöl ist schädlich für die Gesundheit und Umwelt

Das Palmöl wurde lange Zeit als das Wundermittel in der Lebensmittelindustrie gefeiert und ist in zahlreichen beliebten Produkten wie Brotaufstrichen oder Süßigkeiten zu finden. Im März 2016 warnte aber die Europäische Lebensmittelbehörde Efsa vor der krebserregenden Wirkung von behandeltem Palmöl, das in seiner Verarbeitung Temperaturen von 200 Grad Celsius oder mehr ausgesetzt wird.
 
Dabei entstehen gentoxische Stoffe, welche die Bildung von Tumoren begünstigen und vor allem – aber längst nicht nur – für Kinder gefährlich sind. Weiterhin warnt Greenpeace vor in Palmöl enthaltenen Schadstoffen wie 3-MCPD und Glycidyl-Ester. Und zuletzt schadet die Palmöl-Produktion auch schlichtweg der Umwelt, denn für die Plantagen wird oft der Regenwald gerodet. Es gibt also viele Gründe, allen voran die eigene Gesundheit und jene der Umwelt, auf Produkte mit Palmöl zu verzichten. Ein Blick in die Liste der Inhaltsstoffe reicht dafür bereits aus, denn hier muss das Palmöl gelistet werden, sollte es vorhanden sein.

Verbraucherzentrale warnt vor Acyrlamid

Das bereits erwähnte Acrylamid entsteht auch, aber längst nicht nur, bei zu großen Temperaturen in der Zubereitung von Speisen. Besonders viel Acrylamid enthalten ist in angebrannten Stellen, die bereits dunkel bis schwarz gefärbt sind. Jedoch beinhalten auch viele Lebensmittel, die im Supermarkt gekauft werden können, per se Acrylamid.
 
Dabei handelt es sich um einen krebserregenden Stoff, der vor allem in Chips, Pommes Frites, Backwaren und Keksen enthalten ist. Leider ist für die Verbraucher beim Kauf nicht ersichtlich, ob und wie viel Acrylamid in einem Produkt enthalten ist. Zwar hat die EU bereits Maßnahmen zur Senkung des Acrylamidgehaltes sowie dessen Überwachung ergriffen, doch auf Nummer sicher gehen Käufer nur, wenn sie auf gefährdete Warengruppen gänzlich verzichten.
Viele Produkte können alternativ auch selbst, kalorienärmer, schonender und damit gesünder hergestellt werden –  Chips beispielsweise oder Kartoffelecken aus dem Ofen anstelle von Pommes. Doch auch hier gilt die Devise: Auf zu hohe Temperaturen verzichten und eventuelle angebrannte Stellen vor dem Essen entfernen!