19. Februar 2021
Frühlingsgefühle: Das passiert mit Ihren Hormonen

Frühlingsgefühle: Das passiert im Frühling mit Ihren Hormonen

Der plötzliche Wetterumschwung gibt uns bereits jetzt einen Vorgeschmack auf den Frühling. Sogenannte Frühlingsgefühle machen sich breit – aber was bedeutet das eigentlich genau? Hier erfahren Sie, was im Frühling mit Ihren Hormonen passiert.

Nach Minusgraden kommen jetzt Temperaturen von bis zu 20 Grad auf uns zu. Obwohl der offizielle Frühlingsanfang erst am 20. März ist, stellen sich bei einigen Menschen bereits Frühlingsgefühle ein – wie das Stimmungshoch und der Energieschub, die bei vielen Menschen im Frühling entstehen, umgangssprachlich bezeichnet werden. Aber was genau passiert, wenn die Hormone im Frühling verrückt spielen?

So verändern sich Ihre Hormone im Frühling

Melatoninspiegel sinkt

Das Schlafhormon Melatonin steuert unseren Tag-Nacht-Rhythmus und fördert den Schlaf. Der Müdemacher wird ausschließlich nachts produziert. Wenn es im Winter länger dunkel ist, bleibt tagsüber auch der Melatoninspiegel erhöht, was zur Folge hat, dass wir müde und träge sind. Während des Umschwungs vom Winter zum Frühling sinken die Melatoninwerte und wir werden wacher und aktiver.

Endorphine werden freigesetzt

Die Sonne hat bewiesenermaßen einen positiven Effekt auf unsere Psyche. Besonders stark nehmen wir das während des Übergangs vom Winter zum Frühling wahr. Wenn Sonnenstrahlen unsere Haut treffen, werden Glückshormone, sogenannte Endorphine, freigesetzt. Das Glückshormon Serotonin, das für positive Gefühle sorgt, wird durch Licht stimuliert. Es wirkt im Körper wie ein natürliches Aufputschmittel. Ebenso steigt auch der Spiegel von Dopamin, welches für Aktivität und Energie zuständig ist sowie Noradrenalin, welches Denken und Konzentration fördert.

Testosteronspiegel bei Männern steigt

Bedingt durch den sinkenden Melationinspiegel, steigt bei Männern im Frühling und Sommer der Testosteronspiegel. Mit den höheren Testosteronwerten kann auch die Libido des Mannes steigen. Testosteron ist aber nicht nur ein Sexualhormon, sondern auch wichtig für die Psyche und das Wohlbefinden.

Außerdem kann der Körper mit dem Frühlingsbeginn wieder besser Vitamin D bilden. Das sogenannte Sonnenvitamin ist unter anderem wichtig für die Knochen und das Immunsystem. Zudem ist es maßgeblich an der Produktion von Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin beteiligt. Im Winter tritt bei vielen Menschen in Deutschland ein Vitamin-D-Mangel auf, der sich negativ auf die Psyche auswirkt und sogar zu Depressionen führen kann.

Frühjahrsmüdigkeit als Folge des Hormonrausches

Durch die Veränderungen des Melatoninspiegels kann der Schlafrhythmus durcheinander gebracht werden. Bei manchen Menschen braucht der Körper etwas Zeit für die Umstellung, weshalb es zuerst zur sogenannten Frühjahrsmüdigkeit kommen kann. Gegen diese können Sie jedoch aktiv ankämpfen und die positiven Frühlingsgefühle verstärken. Treiben Sie Sport, bevorzugt draußen – das setzt doppelt Glückshormone frei und Sie können gleichzeitig Vitamin D tanken. Zusätzlich hilft viel Bewegung an der frischen Luft, regelmäßiges Lüften und eine gesunde Ernährung.

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