3. November 2021
Wechseljahre: 9 Anzeichen

Wechseljahre: An diesen 9 Anzeichen erkennen Sie die Menopause

Die Wechseljahre bedeuten für Frauen eine Zeit der körperlichen Umstellung, die in der Regel mit verschiedenen Symptomen einhergeht. Aber woran erkennt man die Wechseljahre eigentlich genau? Wir erklären, an welchen 9 Anzeichen Sie die Menopause erkennen.

Der Zeitpunkt der letzten Regelblutung, die sogenannte Menopause, beendet die Fruchtbarkeit der Frau. Die Wechseljahre (Klimakterium) bezeichnen den Zeitraum vor der Menopause, in der sich der weibliche Körper umstellt. Für Betroffene gehen diese körperlichen Veränderungen mit verschiedenen Symptomen einher. Die Wechseljahre sind so individuell wie die Frau selbst, jedoch beginnen sie in der Regel zwischen dem 45. und 50. Lebensjahr. Aufgrund ihres unspezifischen Auftretens werden die Wechseljahrsbeschwerden häufig gar nicht als solche erkannt, sondern auf Stress oder andere Umstände geschoben. Wir erklären, an welchen Anzeichen Sie die Wechseljahre erkennen.

Wechseljahre: An diesen 9 Anzeichen erkennen Sie die Menopause 

1. Unregelmäßiger Zyklus

In der Zeit vor der Menopause kommt es durch die hormonellen Umstellungen zu einem unregelmäßigen Zyklus. So kann es beispielsweise passieren, dass ein oder mehrere Zyklen überspringen werden und der Zyklus anschließend verkürzt auftritt. Ebenso kann es zu Zwischenblutungen kommen. Auch, wenn es sich dabei in der Regel um Anzeichen der Wechseljahre handelt, sollte ein Frauenarzt oder eine Frauenärztin aufgesucht werden, um andere Ursachen ausschließen zu können.

2. Hitzewallungen

Ein bekanntes und typisches Anzeichen der Wechseljahre sind Hitzewallungen und Schweißausbrüche. In der Regel breitet sich das Hitzegefühl vom Kopf über den Hals und den Oberkörper aus und wird von starkem Schwitzen begleitet, das nach einigen Minuten wieder nachlässt. Die genaue Ursache für die Hitzewallungen ist nicht bekannt. Es wird jedoch angenommen, dass es durch den sinkenden Östrogenspiegel zu einem Anstieg der Körpertemperatur kommt, der wiederum dazu führt, dass sich die Blutgefäße erweitern. Als Folge fließt mehr Blut durch die Haut, damit der Körper Wärme nach außen abgeben kann, um die Körpertemperatur zu senken.

3. Stimmungsschwankungen

Ebenso kann die Psyche durch die hormonellen Veränderungen in Mitleidenschaft gezogen werden. Dadurch, dass das weibliche Geschlechtshormon Östrogen eine stimmungsaufhellende Wirkung hat, kann ein Abfall des Östrogenspiegels in den Wechseljahren Symptome wie Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen oder sogar Depressionen hervorrufen. Häufig gehen diese mit Symptomen wie Gereiztheit, Unruhe, Nervosität, Angstgefühlen sowie Antriebslosigkeit einher.

4. Scheidentrockenheit

Auch das Liebesleben kann durch die Wechseljahre negativ beeinflusst werden. Durch den Östrogenmangel nimmt die Durchblutung der Scheide ab und es wird weniger Scheidensekret produziert, wodurch es zu einer Scheidentrockenheit kommen kann. Dieser Feuchtigkeitsmangel kann sich durch Jucken oder Brennen bemerkbar machen und das Sexualleben beeinträchtigen. Der niedrige Östrogenwert kann zudem einen Libidoverlust zur Folge haben. Hier erfahren Sie, mit welchen Hausmitteln Sie Ihre Libido steigern können >>

5. Schlafstörungen

Viele Menschen leiden unter Schlafstörungen, die durch verschiedene Faktoren hervorgerufen werden können. Aber nicht immer sind Stress und Co. verantwortlich für die Probleme – Ein- und Durchschlafstörungen treten häufig in den Wechseljahren auf. Diese können zum einen durch die hormonellen Umstellungen, aber auch durch nächtliche Schweißausbrüche ausgelöst werden. Eine schlechte Schlafqualität kann wiederum Beschwerden wie Konzentrationsstörungen, Müdigkeit oder Kopfschmerzen verursachen, die ebenso typisch für die Zeit vor der Menopause sind. 

6. Verdauungsbeschwerden

Anhaltende Verdauungsbeschwerden sind unangenehm und können die Lebensqualität stark einschränken. Zu möglichen Faktoren, die für die Darmprobleme verantwortlich sind, zählen die falsche Ernährung, die Einnahme von bestimmten Medikamenten sowie Lebensmittelunverträglichkeiten. Bedingt durch den Rückgang von Östrogen kann es außerdem während der Wechseljahre zu Beschwerden wie Darmträgheit oder Verstopfungen kommen. 

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7. Gelenkbeschwerden

Obendrein können auch Gelenkbeschwerden in den Wechseljahren auftreten. Das liegt daran, dass Östrogene die Gelenkgesundheit beeinflussen – so haben sie unter anderem Einfluss darauf, wie gut die Gelenkinnenhäute mit Wasser versorgt werden oder wie gut die Gelenke vor Entzündungen geschützt sind. Ein Östrogenmangel kann dementsprechend ähnliche Beschwerden wie Rheuma oder Arthrose hervorrufen.

8. Gewichtszunahme

Bei vielen Frauen gehen die Wechseljahre mit einer Gewichtszunahme einher. Das liegt jedoch weniger an den hormonellen Umstellungen, sondern viel mehr daran, dass mit zunehmendem Alter der Kalorienbedarf sinkt und die Muskelmasse abnimmt. Deshalb ist es wichtig mit einer gesunden, proteinreichen Ernährung entgegenzusteuern.

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9. Haarausfall

Bei bis zu einem Drittel der Frauen kann es während der Wechseljahre auch zu Haarproblemen wie brüchigem Haar oder Haarausfall kommen. Da Östrogen im Körper unter anderem unser Haar schützt, kann es durch einen Östrogenabfall dünner und brüchiger werden. Aber auch erbliche Ursachen können Veränderungen der Haare in dieser Zeit verursachen. Da Haarausfall auch ein Anzeichen von Krankheiten sein kann, sollten Sie jedoch einen Arzt aufsuchen, wenn dieser ungewöhnlich stark und über einen längeren Zeitraum auftritt. 

 

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Video: Klimakterium – das müssen Sie über die Wechseljahre wissen

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