Krebsvorsorge Gebärmutterkrebs frühzeitig erkennen: Diese Symptome sind typisch

Etwa 11.000 Frauen erkranken jährlich an Gebärmutterkörperkrebs. Eine Früherkennung steigert die Heilungschancen enorm! Auf welche Anzeichen Sie deshalb achten sollten, lesen Sie hier.

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Was ist Gebärmutterkrebs?

Bei Gebärmutterkrebs, fachlich Endometriumkarzinom genannt, handelt es sich um die häufigste Krebserkrankung der weiblichen Geschlechtsteile. Laut Deutschem Krebsforschungszentrum erkranken etwa 11.000 Frauen jährlich an Gebärmutterkörperkrebs. Das Durchschnittsalter beträgt etwa 68 Jahre. Dabei bilden sich bösartige Tumoren in der obersten Zellschicht der Gebärmutterschleimhaut, sogenannte Karzinome.

Die Gebärmutter kann allerdings auch von anderen Krebsarten betroffen sein, etwa dem Gebärmutterhalskrebs, auch als Zervixkarzinom bekannt.

Unterschieden wird in zwei Tumortypen:

Typ-I-Karzinom: Etwa 80 Prozent aller Endometriumkarzinome zählen zum Typ 1. Diese Patientinnen haben in der Regel eine gute Prognose. Die Entstehung dieses Tumortyps ist abhängig vom weiblichen Sexualhormon Östrogen.

Typ-II-Karzinom: Diese Tumortyp tritt deutlich seltener auf, nur 10 bis 15 Prozent der Endometriumkarzinome machen ihn aus. Jedoch gilt dieser auch als deutlich bösartiger, da er schlechter differenziert ist.

Gebärmutterkrebs rechtzeitig erkennen: Das sind typische Symptome

Eine frühzeitige Erkennung ist entscheidend für gute Heilungschancen. Da es keine speziellen Anzeichen gibt, an denen Gebärmutterkrebs klar zu identifizieren ist, ist eine generelle Aufmerksamkeit gegenüber bestimmter Beschwerden besonders wichtig. Achten Sie bei sich deshalb unbedingt auf diese Symptome:

  • Ungeklärte Zwischenblutungen – vor allem nach der Menopause!
  • Außergewöhnlich lange Menstruation

Spätere Symptome eines Endometriumkarzinoms können sein:

  • eitriger Ausfluss
  • chronische Unterleibsschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Blut im Urin oder Stuhl
  • Unregelmäßiger Harn- oder Stuhldrang
  • Appetitverlust
  • Gewichtsverlust

Bemerken Sie diese Anzeichen sollten Sie dringend einen Arzt aufsuchen!

Symptome im fortgeschrittenen Stadium:
Wächst der Tumor, werden auch die Symptome ausgeprägter. Das gilt besonders dann, wenn der Tumor auch auf andere Organe wie Scheide, Harnblase oder Enddarm übergreift. Folgende Symptome können auftreten:

  • unregelmäßiger Stuhlgang
  • Blutungen aus dem Enddarm
  • stechende Schmerzen in der Beckenwand
  • unregelmäßiges Wasserlassen
  • Blut im Urin
  • häufige Harnwegsinfekte
  • Rückenschmerzen

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Prognose bei Gebärmutterkrebs

Wie gut die Heilungschancen stehen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ausschlaggebend sind:

  • Wie weit ist der Tumor bereits verbreitet? Wie weit hat er gestreut?
  • Um welchen Tumortyp handelt es sich?
  • Wie bösartig ist der Tumor?

In der Regel gelten für Gebärmutterkrebs gute Prognosen. Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser die Heilungschancen. Bei etwa 75 von 100 Betroffenen wird der Tumor bereits im Frühstadium erkannt und ist demnach gut behandelbar.

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Risikofaktoren für Gebärmutterkrebs

Bestimmte Faktoren können eine Gebärmutterkrebserkrankung begünstigen. Dazu zählen:

  • Hormontherapien, die nur Östrogen enthalten
  • Übergewicht und Bewegungsmangel
  • Stoffwechselstörungen (zum Beispiel Diabetes mellitus)
  • steigendes Alter
  • Genetik
  • familiäre Vorbelastung (Krebserkrankungen bei nahen Verwandten)

Behandlungsmöglichkeiten von Gebärmutterkrebs

Die Behandlungsmöglichkeiten richten sich stark nach der Bösartigkeit und dem Fortschritt des Tumors. In der Regel liegt aber jeder Behandlung eine Operation zugrunde, bei der das vom Krebs befallene Gewebe möglichst vollständig entfernt wird. Je nach Ausbreitung des Tumors kann es nötig sein, die gesamte Gebärmutter, die Eileiter, die Eierstöcke und den Gebärmutterhals zu entfernen. Der operative Eingriff wird, wenn notwendig, durch eine Strahlentherapie oder eine Chemotherapie ergänzt.

Datum: 03.11.2020
Autorin: Silva Oldenburg

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