Hormone Östrogenmangel: Symptome, Ursachen und Behandlung

Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit und Depressionen - ein Östrogenmangel kann viele Auswirkungen auf euch und euren Körper haben. Wir klären über das hormonelle Ungleichgewicht auf. 

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Welche Ursachen kann ein Östrogenmangel haben?

Die häufigste Ursache von Östrogenmangel ist die Menopause. Während dieser Zeit sinkt der Östrogenspiegel im Körper natürlicherweise ab. Das allein erzeugt jedoch noch keinen Mangel. Erst wenn der Spiegel sehr stark sinkt, wird auch medizinisch von einem Östrogenmangel gesprochen. 
Neben den Wechseljahren gibt es auch noch krankhafte Ursachen, die zu einem Mangel führen können. Zu ihnen gehören die Nebenniereninsuffizienz oder das Fehlen eines Eierstockes. Auch die hormonelle Verhütung mit der Mikropille kann zu einem Mangel des weiblichen Sexualhormons führen.

Wie wird ein Östrogenmangel behandelt?

Die Behandlung des Östrogenmangels richtet sich zunächst einmal nach der Ursache. Leiden Frauen während der Wechseljahre unter den Beschwerden, können diese mit einer Hormon- oder Hormonersatztherapie deutlich gelindert werden. Das müssen nicht immer gleich Tabletten oder Pflaster sein. Viele Beschwerden lassen sich auch mit östrogenhaltigen Salben oder Zäpfchen eindämmen. Liegt die Ursache in einer Nebenniereninsuffizienz, muss vor allem die Haupterkrankung behandelt werden. In einem solchen Fall werden Östrogenpflaster häufig als unterstützende Maßnahme eingesetzt. Wurden einer oder beide Eierstöcke entfernt, dann sind Pflaster ein probates Mittel, um euch ohne große Probleme durch die Wechseljahre zu führen. 

Wie kann der Östrogenhaushalt mit natürlichen Mitteln ins Gleichgewicht gebracht werden?

Es gibt eine Reihe bewährter Hausmittel, die insbesondere Frauen in den Wechseljahren unterstützen. Dazu zählen vor allem Mönchspfeffer oder Traubensilberkerze. Beide Mittel haben eine regulierende Wirkung auf den weiblichen Hormonhaushalt. 
Auch bestimmte Lebensmittel helfen, den Östrogenhaushalt auszugleichen. Dazu zählen insbesondere getrocknete Datteln, Pflaumen und Aprikosen. Sie enthalten Phytoöstrogene, die eine strukturelle Ähnlichkeit mit den Östrogenen im weiblichen Körper besitzen. Auch Körner wie Sesam und Leinsamen sowie Hülsenfrüchte wie beispielsweise Kichererbsen und Bohnen sind eine natürliche Quelle für Phytoöstrogene. Weitere Lebensmittel die Phytoöstrogene liefern sind Weizenkleie, Gurken, Knoblauch, Brokkoli, Karotten, Sellerie, Rote Beete und Erdnüsse.