Kampf gegen Krebs Gute Kondition durch Nordic Walking

Petra Rath hat die schlimmste Diagnose bekommen, die es für eine Frau gibt: Brustkrebs. Doch statt zu verzweifeln, hat sie sich Schritt für Schritt ins Leben zurückgewalkt. Ein Protokoll, das Mut macht.

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Die Narben, die Schmerzen, meine Schlappheit… An Nordic Walking war gar nicht zu denken. Das empfand ich als besonders hart! Wirklich schlimm! Zumal ich sogar noch im heftigsten Behandlungsstress merkte, wie nachhaltig sich mein vierjähriges regelmäßiges Walking-Training auf mich auswirkte: Nach jeder Vollnarkose erzählten mir die Ärzte ganz erstaunt, dass sie mir überhaupt keinen künstlichen Sauerstoff geben mussten, weil mein Blut und meine Organe perfekt damit versorgt waren. Und ich spürte ganz deutlich, dass ich die Krebsoperationen und -behandlungen ohne meinen Sport längst nicht so gut überstanden hätte. Das hat mich richtig stolz und glücklich gemacht, mir Kraft und Halt gegeben, mich durch meine Krankheit getragen. Und mich motiviert, wenn die Ärzte erst mal grünes Licht geben würden, sofort wieder mit dem Nordic Walking anzufangen.

Als die langwierigen Therapien hinter mir lagen, war meine Kondition auf dem Nullpunkt. Ich konnte mit meinem Mann nicht einmal mehr ohne Verschnaufpausen die Steilküste in der Nähe unseres Gästehauses hochkommen. ,Bist du das wirklich?‘, fragte ich mich geschockt. Ich trug noch ein ganz anderes Selbstbild mit mir rum – noch das ,alte‘. Das von der fitten, gut trainierten Petra, die eine Stunde am Stück walkt, ohne aus der Puste zu kommen. Und das mindestens dreimal die Woche.

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