Ovulationsschmerz Mittelschmerz: Das steckt hinter dem Ziehen im Unterleib

Ein Zwicken oder Ziehen im Unterleib muss nicht immer direkt die nächste Periode ankündigen. Wenn der sogenannte Mittelschmerz auftritt, hat dies einen anderen Grund. Wir erklären, was dahinter steckt!

Frau_unterleibschmerzen

Der sogenannte Mittelschmerz äußert sich durch ein Zwicken oder Ziehen im Unterleib, meist im Bereich der Eierstöcke. Anders als bei Periodenschmerzen, tritt der Mittelschmerz in der Zyklusmitte, also kurz vor, während oder nach dem Eisprung auf. Bekannt ist der Mittelschmerz auch als Intermenstrualschmerz oder Ovulationsschmerz. Diesen spüren in unregelmäßigen Abständen rund ein Drittel aller Frauen.

 

Mittelschmerz oder Periodenschmerz – der Unterschied

Der Mittelschmerz tritt ungefähr in der Zyklusmitte auf und auch nur dann, wenn ein Eisprung stattgefunden hat. Im Durchschnitt ist dieser am 14. Tag, kann aber je nach Zykluslänge um ein paar Tage variieren. Hilfreich ist eine Zyklusauswertung, die dabei die fruchtbaren Tage und die nächste Periode anzeigt. Mittlerweile gibt es zahlreiche Zyklusapps fürs Smartphone, die helfen, einen Überblick über den eigenen Zyklus zu behalten. 
 
 

Mittelschmerz – die Symptome

  • leichtes bis starkes Ziehen im Unterleib
  • meistens im linken oder rechten Eierstock spürbar, je nachdem wo der Eisprung stattfindet
  • manchmal parallel Schmerzen in Rücken, Beinen und Damm
     

Ursachen: Wie kommt es zum Mittelschmerz?

Als Ursache für den Mittelschmerz konnten Wissenschaftler bisher drei Ursachen nennen:
  1. Wächst die Eizelle heran, so spannt sich auch das umliegende Gewebe an, wodurch der Schmerz bzw. das Ziehen ausgelöst wird.
  2. Der Eisprung selbst, also das Platzen des Eibläschens, kann zu Schmerzen führen.
  3. Wenn das Ei zur Gebärmutter wandert, können sich die Eileiter zusammenziehen, was ein wenig schmerzhaft sein kann.
     

Was hilft gegen den Mittelschmerz?

Grundsätzlich ist der Mittelschmerz weniger schmerzhaft als z. B. Unterleibskrämpfe während der Periode. In manchen Fällen kann er jedoch stärker ausfallen. Dann helfen Wärme, Ruhe, Tee und Entspannung. Bei sehr starken Schmerzen helfen auch Schmerzmittel. Schlagen diese hingegen nicht an und wird der Schmerz immer größer, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, um Entzündungen auszuschließen. 
 
 
Datum: 04.11.2020
Autorin: Christina Liersch