Gesundheit Hohe Heilungschancen

Vor wenigen Jahren fast undenkbar: Die Heilungschancen von Brustkrebs liegen heute bei 90 Prozent. Wenn Frauen richtig vorsorgen.

Brustkrebs

Hohe Heilungschancen

Immer noch ist Brustkrebs die bedrohlichste Krankheit für Frauen. Über 57 000 erkranken jährlich daran. Bei etwa jeder zehnten Frau entdecken die Ärzte im Lauf ihres Lebens ein Mammakarzinom. 19 000 Patientinnen pro Jahr sterben an der Krankheit. Doch die bittere Diagnose verliert zunehmend ihre Schrecken. „Die Heilungschancen bei früh erkanntem Brustkrebs liegen heute bei über 90 Prozent“, so Hilde Schulte, Bundesvorsitzende der „Frauenselbsthilfe nach Krebs e. V.“. Und der Eingriff wird von Jahr zu Jahr schonender. Durch neue Therapien und Operationsmethoden kann die Brust inzwischen in 70 Prozent der Fälle erhalten werden. Amputationen gehören bald zur Ausnahme: „Die Rate der Brusterhaltung ist in den letzten Jahren um 6 Prozent gestiegen“, bestätigt Dr. Mahdi Rezai, Direktor des Brustzentrums Düsseldorf am Luisenkrankenhaus. 

Vorbeugen ist alles

„Die beste Methode, um bei Frauen zwischen 50 und 69 Jahren frühzeitig bösartige Veränderungen der Brust festzustellen, ist derzeit das qualitätsgesicherte Mammografie- Screening“, sagt Prof. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Heidelberg. „Jede zweitemFrau dieser Altersgruppe nutzt eine derartige Vorsorgeuntersuchung. Eine gute Zahl. Aber wünschenswert wären 70 Prozent und mehr. Europaweit gesehen liegen deutsche Frauen noch deutlich unter dem Durchschnitt.“ 

Fettarm ernähren

Aber auch durch die Ernährung lässt sich vorbeugen. Bereits seit Anfang der 80er Jahre wird ein Zusammenhang zwischen bestimmten Ernährungsweisen und Brustkrebs vermutet. Doch erst jetzt belegt eine Studie des Potsdamer Instituts für Ernährungsforschung mit 15 351 Teilnehmerinnen: Nehmen Frauen zu viel fettreiche Lebensmittel wie Butter, Margarine, Aufschnitt, Würstchen, Hamburger und verarbeiteten Fisch zu sich, dafür aber zu wenig Vollkornbrot und Fruchtsäfte, treten im Verlauf von sechs Jahren etwa doppelt so viele Brustkrebserkrankungen auf – unabhängig von Gewicht, Hormonersatztherapien oder den Wechseljahren.

 

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