Periode Krankschreiben bei Regelschmerzen - ist das erlaubt?

Jeden Monat beginnt ein neuer Zyklus, indem die Periode einsetzt. Unterleibsschmerzen, Kreislaufprobleme und Unwohlsein sind nur ein paar Gründe, warum sich viele Frauen krank und arbeitsunfähig fühlen. Aber deshalb krankschreiben lassen? Darf man das denn?

Magenkrämpfe

Jeden Monat beginnt mit der Periode ein neuer Zyklus. Viele Frauen leiden in der Zeit unter starken Regelschmerzen und anderen Beschwerden. Doch statt sich mit Kopf- und Rückenschmerzen, Kreislaufproblemen, Krämpfen und Schwindel ins Bett zu legen, gehen viele Frauen dennoch zur Arbeit. Schließlich ist die Periode etwas Natürliches und keine Krankheit. Die Symptome können die Arbeitsfähigkeit jedoch enorm einschränken. Macht es dann nicht mehr Sinn, sich krankschreiben zu lassen? Aber ist das überhaupt erlaubt?

Krankschreiben lassen wegen Regelschmerzen?

Tatsächlich ist es vollkommen legitim, sich wegen Regelschmerzen und anderen Begleitsymptomen krankschreiben zu lassen. Sollten die Schmerzen so unerträglich sein, dass sie im Alltag einschränken, ist das Kriterium für eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erfüllt. In vielen Unternehmen wird ein Attest erst am dritten Tag verlangt, sodass sich Frauen ein, zwei Tage ausruhen können. Nur ist das dauerhafte Krankschreiben keine Lösung. Problematisch ist das für Frauen, die jeden Monat unter starken Beschwerden leiden, da sie befürchten, als schwach zu gelten, wenn sie zu oft krank sind. Häufig werden Menstruationsbeschwerden nicht ernst genug genommen, sodass Frauen mit Schmerzmitteln bewaffnet trotzdem zur Arbeit gehen, obwohl ihnen Ruhe besser täte. 

Periode als Tabu-Thema

Eines der größten Probleme ist, dass die Menstruation noch immer ein Tabuthema ist. Vielen Frauen ist es unangenehm oder gar peinlich selbst nach einem Tampon zu fragen oder sogar sich beim Chef wegen Regelschmerzen krankzumelden. Letzteres ist für viele besonders unangenehm, weil sie Angst haben schwach zu wirken. Doch sollten die Kolleginnen, Kollegen, der Chef oder die Chefin einen nicht für schwach halten. Wird das Thema regelmäßiger angesprochen, kann jeder verstehen, dass es sich bei Menstruationsschmerzen nicht um lächerliche Kleinigkeiten handelt. 

Autor: Christina Liersch