Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten Bluthochdruck in der Schwangerschaft

Bluthochdruck während der Schwangerschaft ist gar nicht mal so selten. Rund 5% der Schwangeren leiden darunter. Meist betrifft es Erstgebärende und Frauen über 35 Jahren.

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Wie kommt es zu Bluthochdruck in der Schwangerschaft?

Viele Frauen haben schon vor der Schwangerschaft einen zu hohen Blutdruck gehabt. Bei anderen ist aber eine mögliche Ursache die Stoffwechselumstellung des Körpers. Auch Frauen, die stark übergewichtig sind und in deren Familie Bluthockdruck-Patienten sind, haben ein erhöhtes Risiko, während der Schwangerschaft einen zu hohen Blutdruck zu bekommen. Daher ist schon vor der Schwangerschaft auf eine gesunde Ernährung und ein gesundes Gewicht zu achten. 

Auch Nierenerkrankungen der Mutter spielen eine große Rolle. Bluthochdruck kann aber auch durch eine Fehlbildung des Ungeborenen entstehen. Dies ist aber eine äußerst seltene Ursache.

Wenn man bedenkt, dass ab dem 6. Schwangerschaftsmonat zusätzlich 1,5 l Blut durch den Körper der Schwangeren gepumpt werden, wundert ein hoher Blutdruck ab diesem Zeitpunkt nicht. Die werdende Mutter sollte sich also nicht gleich zu viele Sorgen machen

Was tun bei zu hohem Blutdruck in der Schwangerschaft?

Wenn es lediglich um einen zu hohen Blutdruck geht, ist Kontrolle das wichtigste. Sicher sollte man sich gesund ernähren, auf Nikotin und Alkohol verzichten. Aber dies alles wird während der Schwangerschaft ja von jeder Frau beherzigt. Die meisten Frauen, die einen zu hohen Blutdruck während der Schwangerschaft bekommen, haben auch keine großen Probleme damit. Ein wenig mehr ausruhen, wie in „normalen“ Zeiten und alles ein wenig langsamer angehen lassen, kann hier schon genügen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt der Schwangerschaft ist ein etwas erhöhter Blutdruck ja durchaus normal. In den meisten Fällen ist dies auch völlig ungefährlich für Mutter und Kind. Aber leider gibt es natürlich auch Ausnahmen.

Risiken, die durch Bluthochdruck entstehen können

Hier muss an erster Stelle die Präelampsie genannt werden. Ein lebensbedrohlicher Zustand für Mutter und Kind. Durch die vermehrte Eiweißausscheidung im Harn, können bei der Mutter neurologische Symptome auftreten. Eine Präelampie erkennt man durch vermehrte Wasseransammlungen im Gewebe. Auch Schwellungen im Gesicht, an Händen und Füssen können entstehen. Der Blutdruck ist dauerhaft zu hoch – beispielsweise 140 zu 90mmHg. Auch kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Viele Frauen leiden dann auch unter Verwirrtheit und Sehstörungen. Dies ist ein sehr bedrohlicher Zustand, der sofort in einer Klinik behandelt werden muss. In den meisten Fällen erfolgt eine stationäre Aufnahme in der Klinik. Schon allein aus dem Grund, weil eine Präelampsie engmaschige Kontrollen erforderlich macht.

Die Schwangere sollte sich eiweißreich ernähren und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Leider können nicht so einfach blutdrucksenkende Medikamente verabreicht werden. Die meisten dieser Medikamente sind problematisch für die Entwicklung des Kindes. Falls es beim CTG zu Stressreaktionen des Ungeborenen kommt, wird der Schwangeren ein Medikament gegeben, das die Lungenreifung des Babys anregt. Sicher versucht man die Schwangerschaft so lange wie möglich zu erhalten, aber in vielen Fällen ist dies leider nicht möglich. Dann muss die Frau, meist per Kaiserschnitt, zu einem verfrühten Zeitpunkt entbinden. Bei dieser Komplikation kommt es aber auch immer auf den Zeitpunkt der Schwangerschaft an. Wenn eine Präelampsie in der frühen Schwangerschaft beginnt, ist ein schwerer Verlauf wahrscheinlich. Je später es dazu kommt, umso besser ist dies für Mutter und Kind.

Wer hohe Risikofaktoren hat, kann aber vorbeugen. Die Schwangere sollte dann in der Frühschwangerschaft, bis zur 16. Schwangerschaftswoche, eine niedrige Dosis ASS zu sich nehmen. Sie sollten dies unbedingt mit ihrem behandelnden Arzt absprechen. Dies kann eine Präelampsie verhindern oder zumindest abschwächen.

Fazit

Wer schon vor der Schwangerschaft seine Gesundheit im Blick hatte, hat gute Vorarbeit geleistet. Eine gesunde Ernährung, Verzicht auf Nikotin, wenig Alkohol und moderate sportliche Betätigung sind gute Voraussetzungen für eine entspannte Schwangerschaft. Sicher können einige Risikofaktoren nicht so einfach abgeschaltet werden. Genetische Veranlagung kann eine Rolle spielen und auch Nierenerkrankungen oder Diabetes kann man nicht so einfach verhindern. Das Wichtigste sind immer regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt und ein wenig auf sich selber zu achten.