26. Oktober 2021
Feuchtes Toilettenpapier: 3 Gründe, warum es gefährlich ist

Feuchtes Toilettenpapier: 3 Gründe, warum es gefährlich ist

Für ein frisches und reines Gefühl nach dem Toilettengang greifen viele Menschen zu feuchten Tüchern anstelle von trockenem Toilettenpapier. Doch ist das überhaupt gesund? Wir erklären, aus welchen 3 Gründen feuchtes Toilettenpapier gefährlich ist.

Viele Menschen nutzen nach dem Toilettengang feuchtes Toilettenpapier, da sie dessen Benutzung als sauberer und hygienischer empfinden. Unser Analbereich ist jedoch sehr empfindlich, weshalb wir bei dessen Pflege besonders vorsichtig sein sollten.

Feuchtes Toilettenpapier: 3 Gründe, warum es gefährlich ist

1. Feuchtes Toilettenpapier enthält schädliche Inhaltsstoffe

Wenn Sie ein begeisterter Nutzer von feuchtem Toilettenpapier sind, müssen wir Sie leider enttäuschen, denn die feuchten Tücher können gesundheitsschädlich sein. Besonders gefährlich sind die enthaltenen Inhaltsstoffe. Dazu zählen:

  • Parabene: Sie sorgen dafür, dass die Feuchttücher länger haltbar sind, können sich jedoch negativ auf den Hormonhaushalt sowie auf Nerven oder Drüsen auswirken.
     
  • Alkohol: Der enthaltene Alkohol soll eine reinigende Wirkung haben und desinfizieren. Er ist jedoch zu aggressiv für diese empfindliche Körperregion und trocknet die Haut aus. Diese Austrocknung kann wiederum Analekzeme verursachen. Besonders schädlich ist ein Alkoholanteil von über drei Prozent.
     
  • Tenside: Der seifenähnliche Inhaltsstoff kann den pH-Wert der Haut verändern, wodurch die natürliche Schutzbarriere der Haut sowie die Schleimhäute zerstört werden. Als Folge sind sie anfälliger für Pilze und Bakterien und Infektionen werden begünstigt.
     
  • Duft- und Konservierungsstoffe: Enthaltene Duft- und Konservierungsstoffe können Hautreizungen und Allergien auslösen. Besonders die Konservierungsstoffe wie  Formaldehyd sind schädlich. Sie sind enthalten, um vor einer Schimmelbildung zu schützen. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) warnt sogar vor einer krebserregenden Wirkung von Formaldehyd. 

2. Feuchtes Toilettenpapier kann Symptome verschlimmern

Besonders gefährlich sind die Inhaltsstoffe, wenn man unter Beschwerden im Analbereich, wie beispielsweise Hämorrhoiden leidet. Durch die Benutzung werden die Beschwerden zwar nicht ausgelöst, allerdings können die Inhaltsstoffe die Haut zusätzlich reizen und Symptome verschlimmern.

3. Feuchtes Toilettenpapier begünstigt Infektionen

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Feuchtigkeit. In diesem Milieu des Körpers und in der Darmflora befinden sich auch im gesunden Zustand Darmbakterien und Pilze. Dadurch, dass selten Luft an den After gelangt, kann die Feuchtigkeit der Tücher nicht trocknen – wenn sie sich sammelt, bildet sie einen Nährboden für Bakterien und kann so Infektionen auslösen.

Feuchtes Toilettenpapier: auch für die Umwelt eine Belastung

Und nicht nur für die Gesundheit, auch für die Umwelt ist feuchtes Toilettenpapier eine Belastung. Das liegt vor allem an der Entsorgung der feuchten Tücher. Werden diese einfach in der Toilette heruntergespült, können sich große Klumpen in der Kanalisation sammeln, da sie aufgrund des Materials nicht zersetzt werden. Das führt wiederum zu Verstopfungen im Abwassersystem. Das feuchte Toilettenpapier sollte also immer im Abfalleimer entsorgt werden.

Fazit: Wenn Sie nicht auf feuchtes Toilettenpapier verzichten möchten, dann greifen Sie in jedem Fall zu einer parfümfreien Variante und achten Sie auf die richtige Entsorgung. Generell gilt aber, dass man am besten ganz auf Feuchttücher verzichten und den After mit normalem Toilettenpapier reinigen sollte. Wenn es dennoch feucht sein soll, dann verwenden Sie einen Lappen mit Wasser. Achten Sie im Anschluss jedoch darauf, den After gut abzutrocknen.

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