Anzeige Video-Interview mit einer Betroffenen nächtlicher Wadenkrämpfe "Als würde der Blitz in meine Beine einschlagen"

Rund 2,8 Millionen Menschen in Deutschland sind von schmerzhaften nächtlichen Wadenkrämpfen betroffen, die sie nicht durch Maßnahmen wie Einnahme von Magnesium oder Dehnübungen in den Griff bekommen.¹ Martina L. (54) ist eine von ihnen. Im Video-Interview berichtet sie von ihrer Geschichte.

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Martina leidet seit mehr als 30 Jahren unter schmerzhaften nächtlichen Wadenkrämpfen, die ihr Leben und ihren Alltag lange Zeit stark beeinträchtigt haben. Sie berichtet davon, welche Auswirkungen ihre Beschwerden und die starken Schmerzen auf ihr Umfeld genommen haben und beschreibt ihre Erfahrungen und ihren Weg hin zu einem unbeschwerten Leben. Außerdem gibt sie anderen Betroffenen Tipps, wie sie ihre Wadenkrämpfe in den Griff bekommen können.

Wie nächtliche Wadenkrämpfe entstehen

Bei einer beabsichtigten Muskelbewegung sendet das Gehirn über die Nerven einen Reiz, durch den die Muskeln zum Zusammenziehen (Kontraktion) angeregt werden. Bei einem Wadenkrampf tritt ein unbeabsichtigter Nervenreiz auf. Der Muskel zieht sich zunächst teilweise, dann ganz zusammen und schmerzt dabei sehr stark. Die Schmerzen sind beim nächtlichen Wadenkrampf besonders intensiv, da die Muskeln sich schlagartig und heftig zusammenziehen.

Nächtliche Wadenkrämpfe können ein Alptraum sein

Schmerzhafte nächtliche Wadenkrämpfe können für Betroffene ein wahrer Alptraum sein. Die Schmerzen reißen sie nachts aus dem Schlaf und dauern im Durchschnitt mehrere Minuten an. Schlaflosigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit und eine erhöhte Unfallgefahr durch Tagesmüdigkeit sind nur einige der Auswirkungen von schmerzhaften nächtlichen Wadenkrämpfen. Neben den Schmerzen und Folgen bis hin zu Verletzungen der Muskulatur und einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität leiden Betroffene auch darunter, dass sie oft keinen erkennbaren Auslöser für die Wadenkrämpfe finden.
 

Selbsthilfemaßnahmen gegen die Wadenkrämpfe

Zu den Maßnahmen, die Betroffene selbst versuchen können, zählt die Einnahme von Magnesium. Eine Besserung wird allerdings nur dann erzielt, wenn ein Magnesiummangel im Körper für die Krämpfe verantwortlich ist. Ein erheblicher Magnesiummangel liegt nur bei rund 10 % der Bevölkerung vor.²
 
Eine weitere Möglichkeit sind Dehnübungen zur akuten und vorbeugenden Behandlung nächtlicher Wadenkrämpfe. Der Sportmediziner Prof. Dr. med. Oliver Tobolski erklärt auf der Website www.gute-nacht-wadenkrampf.de in kurzen Videos einige spezielle Dehnübungen. Diese Übungen stehen dort auch als Flyer zum Download bereit. Weitere Hilfen im Akutfall können Wechselduschen, Bewegung und Massage der krampfenden Wade darstellen.

Wadenkrämpfe in der öffentlichen Wahrnehmung nur eine Lappalie

Auch wenn die Selbsthilfemaßnahmen nicht immer erfolgreich sind, wird der Besuch beim Arzt oftmals lange hinausgezögert, da Wadenkrämpfe in der öffentlichen Wahrnehmung häufig verharmlost und als Lappalie abgetan werden – das sind sie jedoch keineswegs. Die deutschlandweite Patienteninitiative „Gute Nacht Wadenkrampf“ möchte daher durch verstärkte Aufklärung über schmerzhafte nächtliche Wadenkrämpfe die Bevölkerung sensibilisieren und Betroffene unterstützen.

Der Arzt kann Betroffenen mit umfangreichen Behandlungsmöglichkeiten helfen

Betroffene sollten frühzeitig ihren Arzt auf die Beschwerden ansprechen, da er ihnen mit einer umfassenden Diagnose und weiteren Therapieoptionen zur Seite stehen kann. So sind mögliche Vorerkrankungen, die zu Wadenkrämpfen führen können, festzustellen oder auszuschließen.
 
Dazu zählen beispielsweise u.a. orthopädische Probleme, Nerven- und Muskelkrankheiten, Vorerkrankungen der Gefäße, Störungen des Elektrolythaushalts, Stoffwechselerkrankungen und Alkoholmissbrauch. Der Hausarzt verweist Betroffene ggf. auch an einen Facharzt. Lässt sich keine Ursache identifizieren, kann der Arzt ursachenunabhängige Behandlungsmöglichkeiten ergreifen.
 
Mehr Informationen auch unter www.gute-nacht-wadenkrampf.de. Dort steht unter anderem eine Checkliste für den Arztbesuch und ein Schmerztagebuch zur Dokumentation der Wadenkrämpfe zum Download bereit.
 
Über „Gute Nacht Wadenkrampf“
„Gute Nacht Wadenkrampf“ ist eine Initiative der Cassella-med GmbH & Co. KG. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Betroffenen, die unter schmerzhaften nächtlichen Wadenkrämpfen leiden, umfassend mit Informationen und Hilfe zur Seite zu stehen. Darüber hinaus ist es ihr Anliegen, dieses Thema in der Öffentlichkeit präsenter zu machen. Seit 2020 ist die Initiative „Gute Nacht Wadenkrampf“ Fördermitglied der Deutschen Schmerzliga e. V.
 
Quellen:
[1] Daten auf Anfrage: GfK in Zusammenarbeit mit Klosterfrau: Nächtliche Wadenkrämpfe in Deutschland; im Oktober 2017.

[1] Vormann J. Physiologie und Pathophysiologie von Magnesium. Schweizer Zeitschrift für Ernährungsmedizin 2010; 1: 8-13.

Datum: 15.09.2020