Infektion im Schwimmbad Parasiten trotz Chlor: Wie gesundheitsschädlich ist Poolwasser?

Bei 30 Grad zieht es uns alle ins Wasser. Ob Schwimmbad, Hotelpool oder das Planschbecken im Garten – das kühle Nass ist eine willkommene Abkühlung. Doch trotz Chlorwasser können Keime im Pool lauern! Wie gesundheitsschädlich ist Poolwasser wirklich?

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Im Sommer, wenn die Temperaturen unerträglich heiß werden, freut sich Groß und Klein über einen Schwimmbadbesuch oder den Hotelpool. Doch Achtung! Trotz der Verwendung von Chlor können hier gesundheitsgefährdende Bakterien lauern.

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Parasiten im Schwimmbecken führen zu Magen-Darm-Beschwerden

Gewisse Parasiten wie Kryptosporidien und Lamblien können Chlor und anderweitige Chemikalien im Wasser des Schwimmbeckens überleben. Befinden Sich diese im Poolwasser und werden in größerer Menge geschluckt, können sie zu wässrigen Durchfällen, Bauchkrämpfen und Erbrechen führen.

Kinder sind besonders gefährdet, da sie bis zu viermal mehr Wasser verschlucken als Erwachsene. Häufig werden die Magen-Darm-Beschwerden nicht mit dem Schwimmerlebnis in Verbindung gebracht, da sie erst eine Woche nach dem Baden eintreten. Die Symptome können etwa zwei Wochen lang andauern.

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Dadurch können sich die Keime schnell verbreiten: Schon minimale Spuren der Parasiten am Körper von Infizierten reichen aus, um Poolwasser zu verunreinigen. Deshalb ist die Dusche vor dem Baden besonders wichtig! Wer infiziert war, sollte zwei Wochen lang nicht baden gehen, auch, wenn er symptomfrei ist. Die Bakterien werden auch dann noch ausgeschieden.

Beim Schwimmen infiziert – was tun?

Bemerken Sie die genannten Symptome etwa eine Woche nach dem Aufenthalt in einem Pool oder Schwimmbad, meiden Sie mindestens zwei Wochen lang öffentliche Bäder. Um den Flüssigkeitsverlust des Durchfalls auszugleichen, sollten Sie besonders viel trinken. Magenschonende Kost wie geriebener Apfel, Zwieback und gedünstetes Gemüse ist hier die richtige Wahl. Tritt keine Besserung ein oder leiden Sie unter einem geschwächten Immunsystem, suchen Sie einen Arzt auf.

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Datum: 19.08.2020
Autorin: Silva Oldenburg