Erkrankungen der Sinnesorgane Diese Mittel helfen gegen Mittelohrentzündung und Co.

Rund um die Uhr vermitteln uns die Sinnesorgane Eindrücke von dem, was sich um uns herum befindet. Diese Informationen sind teilweise sogar überlebenswichtig, etwa um nicht von einem herannahenden Auto überfahren zu werden. Deswegen solltet ihr euch immer gut um die Gesundheit eurer Sinnesorgane kümmern. Wir zeigen euch, wie sich Erkrankungen an Auge, Ohren, Nase und Haut behandeln lassen und welche Hausmittel dazu beitragen, dass eure Sinnesorgane schnell wieder voll funktionsfähig sind.

Schnelle Hilfe mit Hausmitteln bei Ohrenschmerzen

Wie kann ich Augenkrankheiten wirkungsvoll behandeln?

So ziemlich das wichtigste Sinnesorgan sind unsere Augen, immerhin erfolgen bis zu 95 Prozent aller Sinneswahrnehmungen über das Sehen. Dank der Sinneseindrücke unserer Augen können wir uns orientieren. Das menschliche Auge ist sehr komplex aufgebaut, wobei die einzelnen Bestandteile jeweils bestimmte Funktionen übernehmen, damit aus einem Lichtreiz ein scharfes Bild wird – ähnlich wie bei einer Kamera.
 
Das Sehen erfolgt in mehreren Schritten: Von außen trifft Licht auf die Hornhaut und die Pupille, die den Lichteinfall reguliert. Die Linse bündelt die Lichtstrahlen, sodass auf der Netzhaut ein scharfes Bild entsteht, wobei das Bild auf dem Kopf steht. Die Sinneszellen wandeln die optischen Lichtreize in elektrische Impulse um, aus denen das Gehirn das Bild erzeugt, das wir sehen. Verschiedene Erkrankungen haben zur Folge, dass das Sehen zeitweise oder dauerhaft eingeschränkt ist.

Bindehautentzündung

Eine der häufigsten Augenerkrankungen ist die Bindehautentzündung (Konjunktivitis). Typische Anzeichen für eine Bindehautentzündung sind gerötete, juckende und brennende Augen, die auch geschwollen sein können. Außerdem tränen die Augen häufig oder sind durch Sekret verklebt. Es können entweder nur ein Auge oder beide Augen davon betroffen sein.
 
Die Ursachen für eine Bindehautentzündung sind vielfältig. Meist ist es eine Infektion durch Bakterien, Viren oder Pilze. In diesen Fällen besteht eine Ansteckungsgefahr durch Schmierinfektion. Doch auch Allergien, äußere Reize (Kontaktlinsen, Sandkörner, Zigarettenrauch) und UV-Strahlen können eine Bindehautentzündung auslösen. Diese Formen der Bindehautentzündung sind aber nicht ansteckend.
 
Sobald ihr die typischen Symptome bemerkt, solltet ihr einen Arzt aufsuchen. Der entscheidet, ob und wie die Bindehautentzündung behandelt werden muss, denn nicht immer sind Medikamente nötig. Vermeidet bei Allergien oder anderen äußeren Reizen die Auslöser. Des Weiteren lindern kalte Kompressen oder künstliche Tränen die Beschwerden. Regelmäßiges Händewaschen senkt das Risiko einer Schmierinfektion.
 
Was gegen die oftmals lichtempfindlichen Augen hilft, ist das Tragen einer Sonnenbrille. Um die Augen effektiv vor UV-Strahlen zu schützen, sollte die Sonnenbrille den richtigen Tönungsgrad haben. Dieser reduziert den Grad der Sonneneinstrahlung. Wer eine Sehschwäche hat, kann die Brille auf die entsprechende Sehstärke anpassen lassen.

Sicca-Syndrom

Der medizinische Begriff Sicca-Syndrom beschreibt das, was wir im Volksmund als trockene Augen kennen. Normalerweise sorgt der Tränenfilm dafür, dass wir scharf sehen können und dass die Oberfläche des Augapfels glatt und geschmeidig bleibt. Außerdem schützt der Tränenfilm durch seine antibakterielle Wirkung vor Infektionen. Wird die Augenoberfläche nicht mehr ausreichend mit Tränenflüssigkeit benetzt, fühlen sich die Augen trocken an (Sandkorngefühl), brennen, jucken, sind gerötet und ermüden schnell.
 
Die Benetzungsstörung entsteht entweder durch eine verminderte Tränenproduktion oder durch eine verstärkte Verdunstung des Tränenfilms, etwa aufgrund einer veränderten Zusammensetzung. Auch äußere Einflüsse können für trockene Augen sorgen: Wer viel Zeit vor dem Fernseher oder am Computer verbringt, blinzelt währenddessen weniger und die Augen werden nicht so gut mit Tränenflüssigkeit versorgt.
Weitere Ursachen für trockene Augen:
  • Tabakrauch, Autoabgase und Ozon in der Atmosphäre
  • trockene Heizungsluft, Klimaanlagen, Autogebläse und Zugluft
  • Kontaktlinsen mit geringer Sauerstoffdurchlässigkeit
  • Verletzungen der Augenlider und Augenoperationen
  • geringere Tränenproduktion im Alter
  • als Folge von anderen Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme
  • Mangel an Vitamin A
Es gibt verschiedene Mittel, die gegen trockene Augen helfen. Künstliche Tränen (Tränenersatzmittel) ersetzen die fehlende Flüssigkeit im Auge und verbessern die Benetzung der Augenoberfläche. Im Extremfall muss der Arzt spezielle Augentropfen verschreiben. Was außerdem guttut, sind frische Luft und eine feuchtere Raumluft.

Makuladegeneration

Auf der Netzhaut werden die Lichtreize in einem bestimmten Bereich als scharfes Bild abgebildet. Dieser Bereich wird Punkt des schärfsten Sehens, Gelber Fleck oder Makula (medizinisch: makula lutea) genannt. Durch Veränderungen kann es zur Degeneration kommen. In diesem Fall bedeutet das den Verlust des scharfen Sehens: Die Sinneszellen auf der Netzhaut im Bereich des schärfsten Sehens sterben im Verlauf der Makuladegeneration ab, weil sie nicht mehr ausreichend versorgt werden.
 
Das hat zur Folge, dass Betroffene den Bereich, den sie scharf sehen möchten, nur noch verschwommen oder verzerrt wahrnehmen. Außerdem nimmt die Sehfähigkeit beim Lesen und im Weitsicht-Bereich immer mehr ab, genauso wie das Kontrastsehen und die Fähigkeit, Farben zu unterscheiden. Im schlimmsten Fall führt eine Makuladegeneration zur Erblindung.
 
Eine Makuladegeneration kann erblich bedingt sein und daher schon in jungen Jahren auftreten. Das ist aber sehr selten. Weitaus häufiger ist die altersbedingte Makuladegeneration (AMD), die erst im hohen Alter beginnt. Die Ursachen dafür sind noch nicht ganz geklärt. Je nach Form der AMD passieren unterschiedliche Dinge im Auge.
 
Bisher gibt es keine wirksame Therapie gegen eine trockene Makuladegeneration. Lupen, spezielle Brillen und Bildschirmlesegeräte sind mögliche Sehhilfen. Hier geht es vor allem darum, vorzubeugen und die Risikofaktoren (Rauchen und Bluthochdruck) zu meiden. Daher empfiehlt sich eine gesunde Lebensweise mit regelmäßiger Bewegung.
Auch die feuchte Form der AMD lässt sich nicht heilen, aber mit Hilfe einer Therapie verlangsamen. Eine Möglichkeit ist eine Spritze mit bestimmten Botenstoffen, welche das Gefäßwachstum hemmen (Anti-VEGF-Therapie) und in manchen Fällen die Sehfähigkeit wieder verbessern. Es gibt auch ein Kombipräparat, das den Verlauf verlangsamt. Allerdings wirkt diese Therapie bisher nur bei wenigen Patienten.
 

Welche Mittel helfen bei Ohrenkrankheiten?

Unsere Ohren verschaffen uns ohne Unterbrechung akustische Informationen über unsere Umwelt. Durch ihre seitliche Position am Kopf sind sie dazu in der Lage, möglichst viele Umgebungsgeräusche einzufangen. Das Außenohr (Ohrmuschel) nimmt die Schallwellen der Geräusche auf und leitet sie an das Mittelohr weiter. Von da aus versetzen die Schallwellen die Flüssigkeit und Sinneshärchen im Innenohr in Schwingung. Diese Bewegungen werden als elektrische Reize an das Gehirn gesendet und dort verarbeitet. Ist einer der drei Teile des Ohrs entzündet, kann die Hörfähigkeit beeinträchtigt sein.

Gehörgangentzündung

Bei einer Gehörgangentzündung (Otitis externa) ist die Haut im äußeren Bereich des Gehörgangs, also zwischen Ohrmuschel und Trommelfell, entzündet. Das kann entweder beide Ohren oder nur ein Ohr betreffen und macht sich mit folgenden Symptomen bemerkbar:
  • Juckreiz
  • (starke) Ohrenschmerzen
  • eitrige oder blutige Absonderungen aus dem Ohr
  • die Haut des Gehörgangs ist gerötet, geschwollen, trocken und schuppig oder feucht
  • Schmerzempfinden beim Druck auf den Knorpel am Eingang des Gehörgangs
  • möglicherweise beeinträchtigtes Hörvermögen aufgrund der Schwellung im Gehörgang
Ausgelöst wird eine Gehörgangentzündung meistens durch eine Infektion mit Viren, Bakterien oder Pilzen. Wer häufig schwimmt oder taucht oder aber Verletzungen im Gehörgang hat, erhöht das Risiko einer Erkrankung. Gleiches gilt für Allergien, bestimmte Krankheiten wie Diabetes mellitus und Neurodermitis sowie zu häufiges Waschen mit Seife oder Shampoos und einen verengten Gehörgang. Zur Behandlung einer Gehörgangentzündung werden in der Regel Schmerzmittel und Ohrentropfen eingesetzt.

Mittelohrentzündung

Auch der zweite Teil des Ohres, das Mittelohr, kann von einer Entzündung betroffen sein. Genauer gesagt, ist es die Schleimhaut der Paukenhöhle, einem Hohlraum im Mittelohr, die bei einer Mittelohrentzündung (Otitis media) entzündet ist. Häufig liegt die Ursache in einer Erkältungserkrankung des Nasenrachenraumes. Deswegen treten Mittelohrentzündungen am häufigsten in den Wintermonaten (Dezember bis März) auf. Die Krankheitserreger gelangen über die Verbindung zwischen Rachen und Mittelohr (Eustachische Röhre) in die Paukenhöhle und verursachen dort die Entzündung.
 
Die Symptome für eine Mittelohrentzündung fallen sehr unterschiedlich aus und reichen von Ohrenschmerzen über Schwindel und Hörstörungen bis Erbrechen. Die Schmerzen setzen typischerweise plötzlich und heftig ein und können von einem Pochen oder Klopfen im Ohr begleitet sein.
 
In der Regel werden schmerzlindernde Mittel und je nach Ursache auch Antibiotika zur Behandlung eingesetzt. Ihr könnt eine Mittelohrentzündung auch mit einfachen Hausmitteln behandeln. Verschiedene Heilpflanzen helfen dagegen, am bekanntesten sind Kamille und Zwiebel. Beide wirken entzündungshemmend, die Zwiebel fördert zusätzlich die Durchblutung und lindert die Schmerzen. Für ein Zwiebelsäckchen einfach eine gehackte Zwiebel überbrühen und in ein trockenes Leintuch wickeln. Das abgekühlte Leintuch dann für eine halbe bis ganze Stunde auf das entzündete Ohr legen. Alternativ könnt ihr euch einen Kamillentee kochen und den Teebeutel auf das Ohr legen.

Innenohrentzündung

Das Innenohr ist vergleichsweise selten von einer Entzündung betroffen. Bei einer Innenohrentzündung (Otitis interna oder Labyrinthitis) ist der labyrinthische Teil des Innenohrs entzündet. Das ist ein kleiner, knöcherner Kanal im Schädel, in dem sich auch das Gleichgewichtsorgan befindet. Deswegen kann bei einer Innenohrentzündung sowohl das Hören als auch das Gleichgewicht beeinträchtigt sein.
 
Die Symptome einer Innenohrentzündung fallen je nach Ursache anders aus. Möglich ist ein Schwindelgefühl, das unter Umständen zu Übelkeit und Erbrechen führen kann. Klingeln in den Ohren kann eine Begleiterscheinung des Schwindelgefühls sein.
 
Diese Symptome sind ebenfalls bei einer Innenohrentzündung möglich:
  • Ohrenschmerzen
  • Nackenschmerzen und -steifheit
  • Sehstörungen
  • Völlegefühl im Ohr
  • Gleichgewichtsverlust
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Gesichtsschwäche
  • Ohrenausfluss
Eine Entzündung des Innenohrs entsteht als Folge einer Infektion. Im Prinzip kann jeder Erreger, der das Innenohr erreicht, eine virale oder bakterielle Infektion auslösen, wobei bakterielle Infekte eher selten sind. Weitere Ursachen sind Autoimmunerkrankungen wie Allergien. Außerdem können Medikamente, Alkohol, Drogen und andere Toxine durch den Blutkreislauf in das Innenohr gelangen und dort zu einer Innenohrentzündung beitragen. Je nach Erreger, kann es zu einem dauerhaften Hörverlust kommen. Vor allem dann, wenn die Behandlung nicht sofort durchgeführt wird.
 
Welche Behandlung angewendet werden muss, hängt von der Ursache ab. Bei einer bakteriellen Infektion werden Antibiotika verordnet. Je nach Schweregrad kann eine Operation erforderlich sein. Virale Infektionen werden mit antiviralen Mitteln wie entzündungshemmenden Kortikosteroiden bekämpft.

Was tun bei Problemen mit der Nase?

Die Nase erfüllt mehrere Funktionen: Zum einen ist die Nase unser Riechorgan, das Gerüche aus der Luft wahrnimmt und damit beim Essen erst für das volle Geschmackserlebnis sorgt. Zum anderen dient sie als Atemorgan, durch das wir Luft ein- und ausatmen. Auf dem Weg von der Nase zu Lunge wird die Umgebungsluft von den Nasenhärchen und der Nasenschleimhaut gereinigt, erwärmt und angefeuchtet. Bei Erkrankungen der Nase sind diese Funktionen merklich beeinträchtigt.

Schnupfen

Schnupfen ist das, was der Volksmund unter einer Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis) versteht. Schnupfen entsteht meistens bei einer Erkältung (akute Rhinitis), kann aber auch andere Ursachen haben, etwa eine Allergie (Heuschnupfen) oder die Einnahme bestimmter Medikamente. In diesen Fällen spricht man von einer chronischen Rhinitis.
 
Typisch für Schnupfen ist eine laufende Nase, die ein Sekret produziert. Dieses Sekret hat je nach Ursache eine andere Farbe (durchsichtig bis gelbgrün) und Konsistenz (wässrig bis schleimig). Der Krankheitsverlauf lässt sich in verschiedene Phasen einteilen und dauert insgesamt etwa eine Woche. Grundsätzlich ist bei einem einfachen Erkältungsschnupfen keine Behandlung erforderlich. Bewährte Hausmittel wie Heilpflanzentees oder Inhalationen lindern die Beschwerden. Was außerdem hilft, sind Ruhe, ätherische Öle und frische Luft.

Nasennebenhöhlenentzündung

Die Nasennebenhöhlen sind luftgefüllte Hohlräume im Schädelknochen, die wie die Nase mit Schleimhaut ausgekleidet sind. Entzündet sich diese Schleimhaut, wird mehr Sekret produziert als sonst und die Nasennebenhöhlen schwellen an oder verstopfen. Dadurch gelangt zu wenig Luft in die Nebenhöhlen und das Sekret wird zum Nährboden für Krankheitserreger – das kann zu einer akuten Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) führen.
 
Der häufigste Auslöser für eine Nasennebenhöhlenentzündung ist eine Erkältung, genauer gesagt eine Nasenschleimhautentzündung aufgrund einer Infektion mit Viren und Bakterien. Pilze sind seltener die Ursache. Auch ein allergisch bedingter Schnupfen (Heuschnupfen) kann eine akute Nasennebenhöhlenentzündung auslösen oder begünstigen.
 
Eine Entzündung der Nasennebenhöhlen geht mit folgenden Symptomen einher:
  • Kopf- und Gesichtsschmerzen
  • Druckgefühl über Stirn- und Wangenknochen
  • teils starkes Krankheitsgefühl und Anzeichen eines grippalen Infekts
  • Abfluss von Sekret in den Rachen
  • verstopfte Nase
  • gestörter Geruchssinn
  • Zahnschmerzen im Oberkiefer
  • eitriges Sekret
Gegen eine akute Nasennebenhöhlenentzündung helfen Nasensprays mit abschwellender Wirkung. Schmerzmittel lindern die Schmerzen im Kopf- und Gesichtsbereich. Dazu gibt es einige Hausmittel gegen die Beschwerden, etwa das Inhalieren mit warmem bis heißem Dampf. Nasenspülungen mit physiologischen Salzlösungen lassen die Schleimhaut abschwellen und fördern den Abfluss des Sekrets. Was auch hilft, sind hochdosierte Extrakte aus verschiedenen Arzneipflanzen wie Eukalyptus und Enzian.

Nasenbluten

Nasenbluten (Epistaxis), also das spontane Austreten von Blut aus einem oder beiden Nasenlöchern, kann unterschiedlich stark sein, je nachdem, ob kleinere oder größere Blutgefäße betroffen sind. Es gibt zwei mögliche Ursachen für Nasenbluten: Man spricht von einer lokalen Ursache, wenn die Blutungen auf Verletzungen oder Veränderungen in der Nase zurückzuführen sind. Die feinen Äderchen können durch Niesen oder kräftiges Naseputzen platzen oder wenn die Nasenschleimhaut gereizt ist. Ein Schlag auf die Nase oder ein Loch in der Nasenscheidewand sind ebenfalls für Nasenbluten verantwortlich.
 
Stecken systemische Ursachen dahinter, kann das Nasenbluten ein Anzeichen für eine ernste Erkrankung sein. Auslöser für Nasenbluten können folgende Krankheiten sein: fieberhafte Erkrankungen, Erkältungserkrankungen, Gefäß- und Kreislauferkrankungen, Nierenerkrankungen, Leukämie und verschiedene Autoimmun- und Erbkrankheiten.
In der Regel ist Nasenbluten aber harmlos und muss nicht ärztlich behandelt werden. Das könnt ihr bei Nasenbluten tun:
  • aufrecht hinsetzen und den Kopf nach vorne beugen, keinesfalls hinlegen oder den Kopf in den Nacken legen
  • die Nase mit Daumen und Zeigefinger einige Minuten fest zusammendrücken, danach vorsichtig lösen und überprüfen, ob die Blutung gestillt ist, ansonsten wiederholen
  • den Nacken mit einem kühlen, feuchten Tuch oder eingewickelten Eiswürfeln kühlen

Was tun bei Erkrankungen der Haut?

Die Haut ist das größte Sinnesorgan des Menschen. Sie besteht aus der Außenhaut, die wiederum in drei Schichten (Oberhaut, Lederhaut, Unterhaut) eingeteilt ist, und der Innenhaut, an der sich Schleimhäute befinden. Die Haut schützt den Körper als Abgrenzung zur Umwelt, stellt aber gleichzeitig eine Verbindung zwischen Körper und Umwelt her. Das geschieht, indem die Haut uns vor zu starker Sonneneinstrahlung bewahrt und die Körpertemperatur reguliert. Außerdem nimmt die Haut Reize aus der Umgebung (Luftzug, Kälte, Wärme etc.) und Berührungen wahr.

Akne

Die häufigste Hauterkrankung ist Akne (Acne vulgaris). Sie tritt aufgrund der hormonellen Veränderungen in der Pubertät vor allem bei Jugendlichen ab dem 11. Lebensjahr auf. Es gibt aber auch andere Akne-Formen, die selbst im Erwachsenenalter vorkommen. Typische Anzeichen sind fettige Haut, Pickel, Mitesser, Pusteln und Papeln, die meist im Gesicht, auf dem Nacken und dem Dekolleté auftreten.
 
Die Ursache für Akne ist eine Entzündung der Talgdrüsen. Dadurch produziert die Haut übermäßig viel Talg, der wiederum Bakterien in die verstopften Drüsen gelangen lässt. Meistens handelt es sich um die harmlose Form der gewöhnlichen Akne. Hierbei reicht es oft aus, Pickeln mit entsprechender Hautpflege vorzubeugen. Bei ausgeprägten Formen solltet ihr unbedingt einen Arzt aufsuchen, der euch geeignete Präparate und Salben verordnet.
Grundsätzlich solltet ihr Pickel und Mitesser nicht selbst ausdrücken, sondern lieber den betroffenen Bereich von einem Kosmetiker regelmäßig reinigen lassen. Achtet bei der Hautpflege auf pH-neutrale und parfümfreie Produkte, um die Haut nicht zusätzlich zu reizen. Verwendet nach dem Waschen nur Feuchtigkeitscremes auf Wasserbasis. Makeup und Sonnenschutzmittel sollten fettfrei sein.

Herpes

Beim Herpes (Herpes-simplex-Virus) handelt es sich um ein DNA-Virus, das im Körper bleibt, sobald es einmal ausgebrochen ist. Wer mit dem Virus infiziert ist, leidet immer wieder unter schmerzenden Bläschen auf der Haut und an den Schleimhäuten. Herpes tritt vor allem am Mund und an den Lippen auf, kann aber auch den Genitalbereich befallen.
Bevor sich die typischen Bläschen (Fieberbläschen) bilden, kündigt sich Herpes mit Jucken, Spannen und Kribbeln an. Die Bläschen sind mit Flüssigkeit gefüllt, trocknen aber nach einigen Tagen aus und es bildet sich eine Kruste, die schließlich abfällt. Das Herpes-Virus wird durch direkten Kontakt mit Mundsekret (Lippenherpes) oder sexuell übertragen (Genital-Herpes), bricht aber erst aus, wenn der Körper durch einen Infekt oder Stress geschwächt beziehungsweise zu viel Sonne oder einer hormonellen Veränderung ausgesetzt ist.
 
Schon bei den ersten Anzeichen kann man die betreffende Stelle mit Virusmitteln behandeln, sodass sich Bläschen erst gar nicht bilden. Auch austrocknende und desinfizierende Salben helfen.

Ekzeme

Unter einem Ekzem versteht man eine entzündliche, nicht ansteckende Veränderung der obersten Hautschicht, die zu einem starken Juckreiz führt, wie etwa bei einer Neurodermitis. In der akuten Phase ist die Haut gerötet und weist unter Umständen eine Schuppenbildung, Kruste, Bläschen oder Papula auf. Der betroffene Bereich ist geschwollen, nässt oft zunächst und verkrustet später.
 
Ursache für ein Ekzem kann eine Kontaktallergie oder eine hautreizende Substanz sein. Beide Ursachen können durch Sonneneinstrahlung verschlimmert werden. Allergische Reaktionen treten unter Umständen erst nach jahrelangem Kontakt mit der Substanz auf. Sobald die Allergie einmal aufgetreten ist, flammt sie bei jedem weiteren Kontakt wieder auf. Nichtallergische Ekzeme werden durch schwach reizende Stoffe erst nach längerem Kontakt, bei stark reizenden Stoffen sofort ausgelöst.
Häufige Auslöser von Ekzemen:
  • Kosmetika
  • Chemikalien (z.B. Putzmittel)
  • Textilien
  • Medikamente
  • Metalle in Modeschmuck und Gürtelschnallen (z.B. Nickel)
  • Pflanzen
  • Tierhaare
  • Hausstaub
  • Nahrungsmittel
Treten starke oder anhaltende Beschwerden auf, sollte das Ekzem unbedingt vom Arzt untersucht werden. Ansonsten gilt es, die Auslöser zu vermeiden und die Haut schonen zu behandeln. Am besten sind Pflegeprodukte, die Feuchtigkeit spenden und für trockene, empfindliche Haut geeignet sind.