Knochenabbau Welt-Osteoporose-Tag am 20. Oktober: Calcium-Mangel vorbeugen

Im Laufe des Lebens verlieren die Knochen an Stabilität und Festigkeit, sodass sie leichter brechen. Knochenschwund, auch als Osteoprose bezeichnet, betrifft vor allem Frauen. Doch mit dem richtigen Mix aus Nährstoffen kann der Erkrankung entgegengewirkt werden.

Lebensmittel_Calcium

Am 20. Oktober findet auch dieses Jahr wieder der Welt-Osteoporose-Tag statt. Ziel ist es, auf den Knochenabbau aufmerksam zu machen, da nicht nur die Stabilität der Knochen abnimmt, sondern dadurch auch das Risiko für Brüche steigt. Entgegen der landläufigen Meinung, sind nicht nur ältere Frauen von dieser Erkrankung betroffen, sondern zunehmend auch Männer. Doch man kann etwas dagegen tun: z.B. darauf achten, dass kein Calciummangel besteht. Denn dann greift der Körper auf die Reserven in den Knochen zurück, was auf Dauer zur Entwicklung einer Osteoporose führen kann. 

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Im Alter steigt das Osteoporose-Risiko

Mit einem höheren Lebensalter steigt das Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Zwischen dem 45 und 64 Lebensjahr sind 4,4 Prozent der Frauen und 1,9 Prozent der Männer betroffen. Ab 65 Jahren leiden sogar knapp ein Viertel (24 Prozent) der Frauen und 5,6 Prozent der Männer an Knochenschwund.1 Häufig sind es Brüche an Oberschenkelhals oder Wirbelkörpern, die nicht nur die Lebensqualität beeinträchtigen, sondern auch die Sterblichkeit erhöhen. Umso wichtiger ist es, Osteoporose vorzubeugen.

Calcium gegen Knochenschwund

Einen großen Einfluss auf die Knochenstruktur hat Calcium. Der Mineralstoff ist der wichtigste Baustein für den Knochen und sorgt dort für die Stabilität und Festigkeit. Der Körper kann Calcium jedoch nicht selbst bilden, sondern ist auf eine regelmäßige Zufuhr von außen angewiesen. Wird zu wenig z. B. durch die Nahrung aufgenommen, bedient sich der Körper an dem in den Knochen befindlichen Calcium. Ansonsten könnten Prozesse wie Muskelkontraktionen oder Blutgerinnung nicht normal ablaufen. Doch je weniger Calcium im Knochen verbleibt, desto mehr leiden die Knochendichte und -struktur.

Calciumreiche Lebensmittel:

  • Milchprodukte wie Milch, Joghurt, Käse
     
  • grünes Gemüse wie Brokkoli oder Spinat
     
  • mit Calcium angereicherte Lebensmittel wie Pflanzenjoghurts oder Pflanzendrinks
     
  • Mineralwasser
Um der Erkrankung vorzubeugen oder bei der Therapie zu unterstützen, sollten täglich 1.000 mg Calcium eingenommen werden. Doch ist das nicht für jeden zu schaffen, weshalb z. B. Nahrungsergänzungsmittel mit Calcium und Vitamin D hilfreich sein können. Bei Verdacht auf einen Calciummangel, sollten Sie den Wert bei Ihrem Hausarzt untersuchen lassen. Dieser wird mit Ihnen die beste Therapie erstellen.
 
 
Datum: 13.10.2020
Autorin: Christina Liersch
 
1 Fuchs J, Scheidt-Nave C, Kuhnert R. 12-Monats-Prävalenz von Osteoporose in Deutschland. Journal of Health Monitoring 2017;2(3). DOI: 10.17886/RKI-GBE-2017-055 
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