Ursachen, Symptome und Behandlung Schwindel: Das könnt ihr dagegen tun

Ihr leidet häufig unter Gleichgewichtsstörungen? Euch ist schummrig vor Augen und alles dreht sich? Wir zeigen, was ihr dagegen tun könnt!

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Wenn ihr an Schwindel leidet, ist das keine Seltenheit mehr; denn inzwischen klagt mehr als jeder zehnte Patient beim Arzt über eine Schwindelattacke. Breiten sich die Schwindelgefühle über Tage und Monate aus, leidet ihr an einem Dauerschwindel. Entwickeln sich die Schwindelgefühle zu einem ständigen Begleiter, handelt es sich um einen chronischen Schwindel. Mit zunehmendem Alter kommen diese Art von Gleichgewichtsstörungen häufiger zum Vorschein. Das ist auch ein Grund, weshalb besonders ältere Menschen an plötzlichen Schwindelanfällen bzw. Schwindelattacken erkranken.

 

Die einzelnen Beschwerden sind von Person zu Person unterschiedlich. Einige fühlen sich etwas benommen und unsicher auf den Beinen, sie glauben, etwas in ihnen dreht sich oder dass die Umgebung um sie herum kreist. Diese Art von Beschwerde ist in der Fachsprache unter Drehschwindel bekannt. Andere Betroffene glauben zu schwanken, obwohl sie fest auf dem Boden stehen oder dass die Umgebung um sie herum sich bewegt. Bei dieser Art von Schwindel handelt es sich um einen Schwankschwindel. Eine weitere Variante ist die Fallneigung, Betroffene fühlen sich als würden sie nach vorne oder zur Seite umkippen. Die drei Arten von Schwindel werden auch als systematischer Schwindel zusammengefasst. Sie können plötzlich in Form eines Anfalls auftreten, wie ein akuter Drehschwindel, oder auch dauerhaft als Benommenheitsschwindel.

Kommt es zu einem Schwindelgefühl auf einem höheren Gebäude oder im Flugzeug, ist die Rede von Höhenschwindel. Der Liftschwindel tritt auf, wenn Menschen sich nach unten oder oben gezogen fühlen - ähnlich wie in einem Fahrstuhl.

Ursachen von Schwindel

Hinter der Erkrankung Schwindel stecken unterschiedliche Ursachen. Die Funktion unseres Gleichgewichtsorgans hängt von vielen gesundheitlichen Faktoren im Körper ab. Die nötigen Informationen, damit das Gehirn das Gleichgewicht steuern kann, liefern die drei Sinne: Gehör (Ohren), Sehkraft (Augen) und Tast- und Tiefensinn. Das Gehirn setzt die Informationen so um, dass alle Bewegungen im Körper aufeinander abgestimmt sind und unsere gewohnten Bewegungen stattfinden. Die notwendigen Bewegungsabläufe werden gespeichert. Damit alles reibungslos funktioniert, müssen die für unser Gleichgewicht verantwortlichen Bereiche und das Gehirn ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt sein. Ein intakter Blutfluss gehört genauso dazu wie ein funktionierender Blutdruck. Treten Störungen oder Hindernisse auf, kommt es zu Schwindel unterschiedlicher Art.

Einen Hinweis, dass unser Gleichgewichtssystem gestört ist, gibt uns das Gehirn. Irritiert wird das Gleichgewichtssystem unter anderem von harmlosen Reizen, doch auch bestimmte Krankheiten, beispielsweise im Innenohr, können die Funktion des Gleichgewichts beeinflussen. Der Grund dafür ist die Lage des Gleichgewichtsorgan, welches sich im Innenohr befindet. Störungen im Gleichgewichtszentrum des Gehirns, Gefäßprobleme, Herz-Kreislauf-Störungen, Nervenentzündungen, psychisches Leiden oder Stoffwechselerkrankungen führen ebenfalls zu Schwindel. Eine weitere mögliche Ursache stellen natürliche Alterserscheinungen dar.

Der häufigste Schwindel ist der gutartige Lagerungsschwindel. Die Anfälle ereignen sich durch Lageveränderungen des Kopfes. Der Grund für den Schwindel können Ohrsteinchen sein, welche sich in den hinteren Bogengängen des Innenohrs ablagern. Die Steinchen können durch Abnutzungserscheinungen eines Schädeltraumas oder einer Neuritis vestibularis (Ausfall des Gleichgewichtsorgans auf einer Seite) entstehen. 

Bei einer bilateralen Vestibulopathie sind das Gleichgewichtsorgan auf beiden Seiten und Teile der Gleichgewichtsnerven in der Funktion gestört. Die Ursache für den Ausfall ist meist unbekannt. So kann beispielsweise eine Entzündung im Gehirn, wie etwa eine Meningitis, damit zusammenhängen, aber auch eine Morbus Menière, eine seltene Krankheit im Innenohr. Das Innenohr kann unter Umständen auch durch eher selten eingesetzte Antibiotika (Aminoglykoside) angegriffen worden sein, wodurch der Gleichgewichtssinn gestört werden kann. Verdächtig verhält sich auch das Canvas-Syndrom, welches sowohl eine bilaterale Vestibulopathie mit Schwank- und Drehschwindel als auch Veränderungen im Hirn mit Koordinationsstörungen verursachen kann.

Weitere mögliche Ursachen für Schwindel sind: Alkohol, eine Innenohr- oder Mittelohrentzündung, ein Tumor am Gleichgewichtsnerv, Schwindelmigräne (vestibuläre Migräne), Gefäßveränderungen, vertebrobasiläre Insuffizienz (Durchblutungsstörungen im Innenohr und Gehirn), ein Verschluss der Schlüsselbeinschlagader oder ein Schlaganfall. Doch auch ein Blutdruckabfall bei aufrechter Körperhaltung (orthostatische Hypotonie), Morbus Parkinson, eine Verletzung an der Schädelbasis, Schäden an der Halswirbelsäule oder eine Über- oder Unterzuckerung bei Diabetikern können Schwindel hervorrufen.

>> Auf der nachfolgenden Seite erfahrt ihr alles zu den Symptomen und zur Behandlung von Schwindel.

Autor: Mareike Schumacher

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