Magen-Darm-Erkrankung Rotaviren: Ursachen, Symptome und Behandlung

Häufig erkranken Säuglinge und Kleinkinder an der Rotaviren-Infektion. Wie die Viren übertragen werden, welche Krankheitszeichen auftreten und was ihr dagegen tun könnt, lest ihr hier.

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Wie lange ist die Inkubationszeit und wie lange seid ihr ansteckend?

Die Inkubationszeit beträgt in der Regel ein bis drei Tage. Anstecken kann sich jeder, mit dem ihr während des akuten Krankheitsstadiums und auch noch nach Abklingen der Beschwerden in Kontakt tretet. Solange ihr den Erreger im Stuhlgang ausscheidet, kann der Virus auf andere übertragen werden. Im Normalfall dauert diese Phase ca. acht Tage. Ausnahmefälle bilden Frühgeborene und Menschen mit einem geschwächten Abwehrsystem, bei denen kann die Virusausscheidung länger andauern.

Welche Personen sind besonders anfällig für die Infektion?

Eine Infektion mit Rotaviren kann jeden treffen. Die Symptome der Krankheit und ihre Ausprägung und Intensität sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Säuglinge und Kleinkinder im Alter von bis zu zwei Jahren erkranken besonders häufig an der Infektion. Ein schwerer Krankheitsverlauf tritt zusätzlich vermehrt bei den ganz Kleinen auf, da sie auf den Salz- und Flüssigkeitsverlust besonders empfindlich reagieren. Oftmals werden sie deshalb bei einer Infektion mit Rotaviren im Krankenhaus behandelt.

Senioren und Menschen mit einem geschwächten Abwehrsystem sind ebenfalls besonders gefährdet, sich mit Rotaviren zu infizieren. In den meisten Fällen verläuft die Krankheit jedoch bei Erwachsenen deutlich milder als bei Säuglingen, Kleinkindern, Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem oder Senioren. Der Grund hierfür liegt an den bereits durchgemachten Infektionen, wodurch sich bei Erwachsenen ein gewisser natürlicher Immunschutz gebildet hat. 

Wie werden die fiesen Erreger behandelt?

Hat der Arzt die Diagnose Rotaviren gestellt, sind die folgenden Punkte für eine erfolgreiche Behandlung von Bedeutung:

  • Eine ursächliche Behandlung gegen Rotaviren gibt es so nicht. Antibiotika sind unwirksam gegen die von Viren verursachte Krankheit. Von stopfenden Medikamenten ist ebenfalls abzusehen, sie können die Erkrankung sogar verlängern, statt sie zu heilen.
  • Bettruhe ist jetzt das Wichtigste, woran ihr euch halten solltet. Das ist nicht nur für euch das Beste, sondern auch für eure Mitmenschen, so steckt ihr auch niemanden an.
  • Trinkt viel Leistungswasser oder Tee, um eine Dehydrierung zu vermeiden. Erwachsene können eine Dehydrierung mit einer sogenannten Elektrolyt-Ersatzlösung aus der Apotheke probieren. Bei Säuglingen und Kleinkindern sind verdünnte Kräutertees geeignet. Ist der Wasserverlust zu hoch, sollte euer Kind besser im Krankenhaus behandelt werden. Solltet Ihr euren Säugling noch stillen, könnt ihr dies beruhigt weiterhin machen.
  • Leicht verdauliche Nahrung mit ausreichender Salzzufuhr steht ab jetzt auf dem Speiseplan. Dazu zählen u.a. Brühe und klare Suppen. Bereitet keine Mahlzeiten für Freunde und Familie zu, wenn ihr selbst erkrankt seid.
  • Sollten Durchfälle oder Erbrechen sowie Fieber länger als zwei bis drei Tage andauern, empfiehlt sich bei geschwächten oder älteren Menschen, Schwangeren und Kleinkindern der Besuch eines Arztes.
  • Achtet während des gesamten Krankheitsverlaufs besonders auf die Sanitär- und Handhygiene. Die Hygiene sollte auch nach Abklingen der Symptome nicht vernachlässigt werden, denn die Erreger werden noch Tage später beim Stuhlgang ausgeschieden.

Autor: Mareike Schumacher

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