Leben retten Spenderin gefunden

Zu ihrem Jubiläum wollte VITAL auch anderen die Chance auf noch viele schöne Geburtstage schenken. Deshalb ließen sich Redaktions-Kolleginnen als Knochenmarkspender registrieren. Um damit Menschen wie Sylvia Weiland zu helfen, die an Krebs erkrankte.

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Spenderin gefunden

Karin Weber war erstaunt, als ihr im Mai 2004 ein Brief der DKMS ins Haus flatterte. Zehn Jahre zuvor, mit 22, hatte sie sich dort registrieren lassen. „Aber dass man mich jemals zu einer Spende bitten würde, habe ich, ehrlich gesagt, nicht geglaubt“, erinnert sich die dreifache Mutter aus Erharting in Oberbayern. Ihr Hausarzt nahm Blut für eine Feintypisierung ab. Ein paar Wochen später folgten weitere Bluttests. Ende Juni dann die Nachricht: „Bitte melden Sie sich sofort bei der DKMS.“

Karin Weber war tatsächlich die gesuchte „Stecknadel im Heuhaufen“.Ihre Blutmerkmale stimmten zu 100 Prozent mit denen von Sylvia Weiland überein. Alles musste jetzt ganz schnell gehen. „Zur Entnahme sollte ich nach Dresden fliegen – aber die DKMS übernahm sofort die Kosten für die Kinderbetreuung und kümmerte sich auch darum, dass mich mein Mann ohne Verdienstausfall begleiten konnte“, sagt Karin Weber. Alles klappte reibungslos.

Vor Ort wurde der Ablauf genau erklärt und die Spenderin noch einmal durchgecheckt. Alles war in Ordnung. Schon zu Hause hatte sie ein Medikament bekommen, das die Stammzellproduktion anregt. Die einzigen Folgen: Rücken- und Gliederschmerzen. „Die Spende selbst dauerte zweimal drei Stunden und war nicht weiter unangenehm – ähnlich wie eine Blutspende“, erinnert sie sich. „Man sagte mir, dass eine 43-jährige Frau die Empfängerin sei. Während der Entnahme habe ich immer gedacht: ,Hoffentlich kann ich ihr helfen!’“ Dass es der Unbekannten tatsächlich besser ging, erfuhr Karin Weber drei Monate später. „Ich habe dann regelmäßig bei der DKMS nach ihr gefragt.“

 

Autor: Eva Möller-Hübbe

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