Müde und ausgelaugt? Symptome und Ursachen von Eisenmangel

Der Mangel von Eisen im Körper ist weltweit die am häufigsten verbreitete Mangelerkrankung. Wir erklären Euch, wann Ihr ein erhöhtes Risiko habt, an einer Eisenmangelanämie zu erkranken und welche Symptome auf die Anämie hindeuten.

Eisenmangel Ursachen und Symptome

Für den Menschen ist Eisen lebenswichtig. Denn unser Körper braucht das Spurenelement um neues Blut zu bilden. Es ist ein Bestandteil des Hämoglobins in unserem Körper. Hämoglobin ist ein Bestandteil der roten Blutkörperchen und des roten Blutfarbstoffes. Sie geben unserem Blut die typische rote Farbe. Die roten Blutkörperchen haben die Aufgabe Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid zu binden und zur Lunge zu transportieren. Entsteht ein Eisenmangel, sinkt der Hämoglobinwert im Körper und vermindert die Produktion von Blut. Dieser Blutverlust sorgt dafür, dass der Sauerstofftransport nicht mehr optimal durchgeführt werden kann. Der Blutmangel kann Ursache für unterschiedliche Beschwerden sein.

Unser Eisenbedarf ist sehr hoch. Wir brauchen pro Tag durchschnittlich 1 bis 2 mg. Die aufgenommene Eisenmenge aus der Nahrung sollte aber deutlich höher sein, da unser Darm nur etwa ein Zehntel des Eisens aus der Nahrung verwerten kann. Gute Eisenlieferanten sind zum Beispiel Fleisch, Getreide, Brot, Gemüse und Hülsenfrüchte. Am Besten kann unser Körper das Spurenelement Eisen aus tierischen Lebensmitteln aufnehmen.

Was ist eine Eisenmangelanämie?

Ursache einer Eisenmangelanämie ist eine Unterversorgung mit Eisen. Die Eisenmangelanämie ist die häufigste Form von Blutarmut. Symptome der Anämie sind Blässe der Haut und Schleimhäute. Brüchige Fingernägel und Haare und häufiges Einreißen der Haut an den Mundwinkeln. Im schlimmsten Fall entstehen Schleimhautschäden im Mundbereich, die dazu führen, dass die Zunge und das Schlucken schmerzen. Aber auch Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schwindel können Symptome der Anämie sein.

Vitamine in der Schwangerschaft

Es gibt drei verschiedene Formen eines Eisenmangels:

  1. Latenter Mangel: Die Eisenspeicher leeren sich. Aber im Blut befindet sich noch genug Eisen, um ausreichend Blut zu produzieren.
  2. Absoluter Mangel: Die Eisenspeicher sind leer. Die ersten Beschwerden eines Eisenmangels treten auf.
  3. Funktioneller Mangel: Die Eisenreserven sind zwar gefüllt, dennoch kann der Organismus nicht darauf zurückgreifen. Es kommt zu einer Anämie.

Wer ist von einer Eisenmangelanämie betroffen?

Am meisten sind Frauen im gebärfähigen Alter betroffen. Allein durch die monatliche Menstruation verliert eine Frau regelmäßig Eisen und leidet häufiger an einer Anämie. Schätzungsweise jede zehnte Frau ist chronisch von einem leichten Mangel (latenter Eisenmangel) betroffen. Gerade in der Schwangerschaft sollte auf den Eisenhaushalt geachtet werden. Genauso besteht ein erhöhter Eisenbedarf bei Kindern und Säuglingen. Aber auch Männer können an einer Eisenmangelanämie leiden. Folgende Risikogruppen sind betroffen.

Gruppen mit erhöhtem Risiko einer Anämie:

  • Frauen (mit normaler bis starker Menstruation)
  • Frauen während einer Schwangerschaft
  • Kinder, Jugendliche und Babys
  • Ältere Menschen
  • Sportler
  • Blutspender
  • Vegetarier und Veganer

Was sind die Symptome und Ursachen von Eisenmangel?

Durch den Verzehr von Lebensmitteln decken wir allenfalls unseren normalen Bedarf ab. Wird dieser erhöht, zum Beispiel durch eine Schwangerschaft oder eine starke Regelblutung, kann es zu einer Anämie kommen. Auch Kinder in der Wachstumsphase und Pubertät neigen zu Anämien. Zudem können chronische Entzündungen (entzündliche Darmerkrankungen) oder chronische Blutungen (Hämorrhoiden) zu einer Störung der Blutbildung führen. Auch eine hohe sportliche Belastung führt zu einem Verlust von Eisen über Nieren und Schweiß.

Oft hört man, dass ein Eisenmangel durch vegetarische Ernährung auftreten kann. Dies stimmt aber nur bedingt. Zwar ist Fleisch ein guter Eisenlieferant, allerdings gilt für Vegetarier dasselbe wie für die Fleischliebhaber. Ist die Ernährung ausgewogen, lässt sich eine Eisenmangelanämie verhindern. Denn nicht nur in Fleisch steckt Eisen, sondern auch in vielen pflanzlichen Lebensmitteln. Der Nachteil der vegetarischen Ernährung ist, dass der Körper das Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln nicht so gut aufnimmt. Dem kann man aber entgegen wirken. Durch die Einnahme oder Zuführung von Vitamin C kann der Körper pflanzliches Eisen besser verwerten. Hier reicht ein Glas Orangensaft vor dem Essen. Schon eine Handvoll Kürbiskerne oder Nüsse decken den Tagesbedarf an Eisen. Roggen und Hülsenfrüchte sind ebenfalls gute Lieferanten.


Eine gewisse Zeit gelingt es unserem Körper den Eisenmangel zu kompensieren. Aber auch in diesem Zeitraum treten die ersten Symptome, wie spröde Haare, trockene Nägel und Haut oder Schleimhautveränderungen im Mund, auf.

Wird durch den Eisenmangel die Anzahl der roten Blutkörperchen immer weniger, verschlechtert sich auch die Sauerstoffversorgung der Zellen. Kommt dies über einen längeren Zeitraum vor, entsteht die Anämie (Blutarmut).

Typische Symptome einer Anämie sind:

  • Müdigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Schlechtere Leistungsfähigkeit
  • Blasse Haut
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Kribbeln in Händen und Beinen
  • Schwaches Immunsystem
  • Brüchige Nägel
  • Trockene Haut
  • Haarausfall

Eisenmangel vorbeugen:

Um die optimale Zufuhr von Eisen zu sichern, solltet Ihr auf eine ausgewogene Ernährung achten. Esst Ihr Fleisch, solltet Ihr 3-4-mal die Woche eine Portion mageres Fleisch zu Euch nehmen. Alternativ könnt Ihr aber auch auf Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte (Linsen oder weiße Bohnen) zurückgreifen. Bezieht Ihr das Mineral nur aus pflanzlichen Nahrungsmitteln, solltet Ihr darauf achten, zu den Mahlzeiten Vitamin C-reiches Gemüse (Paprika, Rosenkohl, Sauerkraut oder Kartoffeln) zu kombinieren. Vitamin C ermöglicht dem Körper eine bessere Aufnahme von Eisen.

Hausmittel bei Eisenmangel

Bei einer Eisenmangelanämie gibt es verschiedene natürliche Arten der Therapie. Ihr könnt Kräuter gegen Eisenmangel einsetzen oder auf homöopathische Mittel, wie Schüßler Salze, zurückgreifen.

Ein gutes Heilkraut bei einer Anämie sind Brennnesseln. Diese Pflanze enthält viel Eisen. Ihr könnt die Brennnessel als Suppe, Smoothie, Salat oder Tee zu Euch nehmen.

Positiver Nebeneffekt: Das "Wildgemüse“ hilft den Stoffwechsel anzukurbeln.

Rezept für Brennnesseltee:

  • Pflügt oder kauft ein paar frische Brennnesseln.
  • Übergießt eine Handvoll davon in einer Tasse mit kochendem Wasser.
  • 5-7 Minuten ziehen lassen.
  • Brennnesseln aus dem Tee entfernen.

Für die optimale Wirkung trinkt Ihr 1-3 Tassen am Tag.

 

Neben Kräutern bietet die Homöopathie Hilfe bei Eisenmangel. Das Komplexmittel Ferrum Pentarkan enthält nicht nur das Spurenelement selbst, sondern fördert auch den Eisenstoffwechsel.

Eine sinnvolle Ergänzung zur ausgeglichenen Ernährung ist das Schüßler Salz Nr. 3 (Ferrum phosphoricum). Auch das Salz Nr. 17 (Manganum sulfuricum) unterstützt die Eisenaufnahme. Zusätzlich könnt Ihr auch auf Schüßler Salz Nr. 2 (Calcium phosphoricum) zurückgreifen. Dieses unterstützt die Zellneubildung. Schüßler Salze könnt Ihr in Form von Tabletten oder Tropfen zu Euch nehmen.

Sollten sich Eure Beschwerden nicht bessern, sucht einen Arzt auf.

 

 

Autor: Julia Rosicki

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