Müde und ausgelaugt? Symptome und Ursachen von Eisenmangel

Der Mangel von Eisen im Körper ist weltweit die am häufigsten verbreitete Mangelerkrankung. Wann Ihr ein erhöhtes Risiko habt, an einer Eisenmangelanämie zu erkranken und welche Symptome auf die Anämie hindeuten, erfahrt ihr hier!

Eisenmangel Ursachen und Symptome

Eisen ist lebenswichtig, da unser Körper das Spurenelement braucht, um neues Blut zu bilden. Eisen ist ein Bestandteil des Hämoglobins, der rote Blutfarbstoff, in unserem Körper. Die roten Blutkörperchen haben die Aufgabe, Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid zu binden und zur Lunge zu transportieren. Bei einem Eisenmangel sinkt ist der Hämoglobinwert im Körper gering. Dadurch wird nicht genügend Blut produziert, wodurch der Sauerstofftransport nicht mehr optimal durchgeführt werden kann. Ein Blutmangel kann Ursache für unterschiedliche Beschwerden sein.

Ursachen und Symptome von Eisenmangel

Ursachen
Im besten Fall decken wir unseren Eisenbedarf über die Nahrung ab. Ein erhöhter Bedarf besteht bei Frauen vor allem in der Schwangerschaft und bei einer starken Periode. Auch Kinder in der Wachstumsphase und Pubertät neigen häufig zu einem Eisenmangel. Bei chronischen Entzündungen und chronischen Blutungen kann es ebenfalls zu einer Störung der Blutbildung kommen. Personen, die viel Sport treiben, sind ebenfalls häufiger von Eisenmangel betroffen, da der Körper über Nieren und Schweiß Eisen verliert. Obwohl in pflanzlichen Lebensmitteln Eisen vorkommt, sind häufig Veganer und Vegetarier von einem Eisenmangel betroffen. Das liegt daran, dass der Körper Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln schlechter aufnehmen kann als Eisen aus tierischen Lebensmitteln. Durch die Zuführung von Vitamin C kann der Körper pflanzliches Eisen besser verwerten. Hier reicht z.B. ein Glas Orangensaft vor dem Essen.

Risikogruppen

Am häufigsten sind Frauen im gebärfähigen Alter betroffen. Allein durch die monatliche Menstruation verliert eine Frau regelmäßig Eisen und leidet häufiger an einer Anämie. Schätzungsweise jede zehnte Frau ist chronisch von einem leichten Mangel (latenter Eisenmangel) betroffen. Gerade in der Schwangerschaft sollte auf den Eisenhaushalt geachtet werden. Genauso besteht ein erhöhter Eisenbedarf bei Kindern und Säuglingen. Aber auch Männer können an einer Eisenmangelanämie leiden.

  • Frauen (mit normaler bis starker Menstruation)
  • Frauen während einer Schwangerschaft
  • Kinder, Jugendliche und Babys
  • Ältere Menschen
  • Sportler
  • Blutspender
  • Vegetarier und Veganer

Formen des Eisenmangels

  1. Latenter Mangel: Die Eisenspeicher leeren sich. Aber im Blut befindet sich noch genug Eisen, um ausreichend Blut zu produzieren.
  2. Absoluter Mangel: Die Eisenspeicher sind leer. Die ersten Beschwerden eines Eisenmangels treten auf.
  3. Funktioneller Mangel: Die Eisenreserven sind zwar gefüllt, dennoch kann der Organismus nicht darauf zurückgreifen. Es kommt zu einer Anämie.

Eisenmangel vorbeugen

Um die optimale Zufuhr von Eisen zu sichern, sollten Sie auf eine ausgewogene Ernährung achten. Essen Sie Fleisch, sollten Sie 3-4-mal die Woche eine Portion mageres Fleisch zu sich nehmen. Alternativ können Sie aber auch auf Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte (Linsen oder weiße Bohnen) zurückgreifen. Beziehen Sie das Mineral nur aus pflanzlichen Nahrungsmitteln, sollten Sie darauf achten, zu den Mahlzeiten Vitamin C-reiches Gemüse (Paprika, Rosenkohl, Sauerkraut oder Kartoffeln) zu kombinieren. Vitamin C ermöglicht dem Körper eine bessere Aufnahme von Eisen.

Hausmittel bei Eisenmangel

Bei einer Eisenmangelanämie gibt es verschiedene natürliche Arten der Therapie. Sie können Kräuter gegen Eisenmangel einsetzen oder auf homöopathische Mittel, wie Schüßler Salze, zurückgreifen. Ein gutes Heilkraut bei einer Anämie sind Brennnesseln. Diese Pflanze enthält viel Eisen. Sie können die Brennnessel als Suppe, Smoothie, Salat oder Tee zu sich nehmen.

Rezept für Brennnesseltee:

  • Pflügt oder kauft ein paar frische Brennnesseln.
  • Übergießt eine Handvoll davon in einer Tasse mit kochendem Wasser.
  • 5-7 Minuten ziehen lassen.
  • Brennnesseln aus dem Tee entfernen.

Für die optimale Wirkung trinkt Ihr 1-3 Tassen am Tag.

Sollten sich die Beschwerden nicht bessern, suchen Sie einen Arzt auf.

Autor: Julia Rosicki