Gefäßverschluss An diesen Anzeichen erkennen Sie eine Thrombose

Verstopft ein Blutgerinnsel die Venen, spricht man von einer Thrombose. Löst sich das Grinnsel, kann es ein andere Organe gespült werden, was lebensbedrohliche Folgen haben kann. Um das Schlimmste zu verhindern, sollten Sie deshalb die Anzeichen der verschiedenen Thrombose-Arten kennen.

Beine_Frau_entspannen

Unter einer Thrombose versteht man den Verschluss einer Vene oder auch Arterie durch ein Blutgerinnsel bzw. Blutpfropf. Gerinnt das Blut im Körper, kann es Arterien und Venen verstopfen, was im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden kann. Grundsätzlich kann sich ein Thrombus in jedem Blutgefäß bilden, indem die Blutplättchen (Thrombozyten) verklumpen und den Blutstrom behindern. Mediziner sprechen bei einer Thrombose von zwei Arten.

  1. Arterielle Thrombose
    Bei einer Thrombose in den Arterien sind die Schlagadern in den Beinen und im Herzen betroffen. Sie entsteht z. B. durch Ablagerungen, die die Gefäße verengen.
     
  2. Venenthrombose
    Eine Thrombose in den Venen wird häufig im Gehirn, Arm- und Schultergürtel, im Becken, in den Beinen, der Pfortader und sogar im After beobachtet. Ursachen dafür können größere Operationen, Krampfadern, Flüssigkeitsmangel, Venenentzündungen oder Krebserkrankungen sein.

Symptome einer Thrombose in den Beinen und im Becken

Am häufigsten entstehen Thrombosen in den Venen der Unterschenkel. Aufgrund der Schwerkraft fließt das Blut besonders langsam zu Herzen zurück, weshalb es sich dort eher staut. In den Beinen sind die Symptome oft nicht so stark ausgeprägt wie in den Armen. Die häufigsten Anzeichen sind:

  • Schwellung der Wade und des Knöchels
  • Schmerzen im Unterschenkel, im Fuß, Oberschenkel oder der Leiste, ähnlich eines Muskelkaters
  • Starke Spannungsgefühle in der Wade
  • glänzende, gespannte und bläulich gefärbte Haut
  • Überwärmung des Unterschenkels
  • stark sichtbare Venen
  • Fieber und beschleunigter Puls
Wichtig: Für eine Thrombose müssen nicht alle Symptome zwingend auftreten. Auch sind ein paar vorliegende Symptome kein sicherer Beweis für eine Thrombose. Sind Sie sich unsicher, ob die Anzeichen für eine Thrombose sprechen, wählen Sie im Zweifelsfall den Notruf!
 

Anzeichen einer Thrombose in den Armen

Bei einer Thrombose in den Armen werden die Venen durch Blutgerinnsel verschlossen. Dies kommt jedoch seltener vor als in den Beinen. Typische Symptome im Arm sind:

  • Schwellung in Arm und Hand
  • Überwärmter Arm
  • Venen stehen bläulich hervor
  • Der Arm ist rötlich-lila gefärbt
  • Bei Druck und Bewegung schmerzt der Arm

Eine Thrombose im Afterbereich erkennen

Eine Analthrombose wird oft auch mit Hämorrhoiden verwechselt. Sie unterscheiden sich darin, dass die Thrombose die Vene des unteren Analkanals betrifft, während Hämorrhoiden ein arteriovernöses Gefäßpolster sind, welches aus dem inneren Analkanal nach außen dringt. Anzeichen einer Analthrombose sind:

  • Plötzlich auftretende Schmerzen im Analbereich
  • Vorwölbung des Randes am After
  • Juckreiz, Brennen und Stechen
  • bläulich-schwarzer Knoten, der mit Haut bedeckt ist
  • Die Größe reicht von Stecknadelkopf bis Pflaume
  • oft auch mehrere Knötchen zu finden
Eine Analthrombose ist oft kein ernsthaftes Problem. Sie heilt oftmals innerhalb weniger Tage bis Wochen von selbst, solange die Thrombose keine bis kaum Beschwerden verursacht. Bei einer sehr großen oder stark schmerzenden Thrombose sollte jedoch schnell gehandelt und der Knoten operativ entfernt werden.

Thrombose in der Pfortader und im Herz

Eine Thrombose in der Pfortader und im Herzen entstehen häufig unbemerkt und können plötzlich auftreten. Ist die Pfortader betroffen, können Symptome in der Leber, im Analbereich oder in der Milz in Form einer Vergrößerung auftreten. Eine Thrombose im Herz äußert sich hingegen oftmals durch einen Schlaganfall, wenn im Gehirn eine plötzliche Durchblutungsstörung auftritt. Ist hingegen eine Arterie im Körper verschlossen, kann dies zu einem Herzinfarkt führen, da der Herzmuskel nicht mehr mit ausreichend Blut versorgt wird.

Datum: 13.02.2020

Autor: Christina Liersch