Hören Auszeit für die Ohren

Hören ist Hochleistung, verarbeitet doppelt so viele Sinneseindrücke wie das Sehen. Deshalb muss das Gehör regelmäßig zur Ruhe kommen. Wir haben die besten Tipps:

Schlecht hören

Flüsternde Haushaltshilfen

Beim Kauf von Elektro-, Haushalts- und Küchengeräten auf das Prüfzeichen „Blauer Engel“ achten. Sie erzeugen besonders wenig Lärm. Bei Wasch-, Spülmaschinen und Trocknern bescheinigt dies das "Silence-Siegel".

Richtig trinken

Steckt eine Durchblutungsstörung hinter dem kleinen Mann im Ohr, täglich 2,5–3 Liter Mineralwasser oder ungesüßten Kräutertee trinken. Das regt die Mikrozirkulation in den Innenohr-Gefäßen an. Wichtig zu wissen: Alkohol verstärkt einen Tinnitus, kann ihn sogar auslösen. Er verengt die Gefäße, das Innenohr wird Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

Apps für die Ohren

Tinnitrack-Apps (kostenlos im App-Store, teils über Krankenkassen) können die persönliche Tinnitus-Frequenz aus der Lieblingsmusik herausfiltern. Das beruhigt die hyperaktiven Tinnitus-Nervenzellen, Ohrgeräusche lassen nach. Werden die mal zu viel, entspannen auch Noiser-Apps (App-Store) mit einem absoftenden Hintergrundrauschen.

Ruhe vom Goethebaum

Die Blätter von Ginkgo biloba haben nicht nur Goethe zu Gedichten inspiriert, sie enthalten auch Flavonoide, Bilobalide, Ginkgolide (z. B. „Binko 120 mg“, in Apotheken). Sie optimieren die Fließeigenschaften des Bluts, schützen Kapillare, die das Innenohr mit Sauerstoff versorgen.

Hör-Vitamine

Das Ohr, vor allem der Hörnerv, isst mit. Ihnen schmecken besonders entzündungshemmende Antioxidanzien wie Vitamin C, E, Beta-Karotin. Sie stecken z. B. in Cranberrys, Heidel-, Himbeeren, Blutorangen, Papayas, rosa Grapefruits, Blattsalaten, Brokkoli, Vollkornprodukten, Möhren. Täglich 300 g davon.

Gute Nacht, Ohren

Mit der Lieblingsmusik ins Reich der Träume gleiten. Ohne Ohrgeräusch. Das klappt mit sogenannten Soundkissen (ca. 70 Euro), Hohlfaserkissen, in denen ultradünne Lautsprecher stecken.

Oase der Stille

Halte den Nachhallwert in Wohnräumen so niedrig wie möglich: bodentiefe Vorhänge statt Rollos, schalldämmende Deckenplatten, schallabsorbierende Wandfarbe, Teppichboden statt Laminat, Polstermöbel aus Stoff statt aus Leder. Du kannst Parkett mit Teppichen „polstern“, Wasch-, Spülmaschine und Trockner auf eine Gummimatte stellen. Und auch Grünpflanzen sind ideale Lärmschlucker.