Schilddrüse 9 Tipps für eine gesunde Schilddrüse

Mehr Schlaf, weniger Stress, die richtige Atmung und Ernährung: Schilddrüsenhormone lassen sich leicht in eine gesunde Harmonie bringen!

 

Schilddrüse

Welche Aufgaben hat die Schilddrüse?

Die Schilddrüse ist eine kleine Drüse, die knapp unterhalb des Kehlkopfes sitzt und die wichtigen Stoffwechselhormone T3 und T4 produziert. Diese steuern unsere Energie, den Kreislauf und die psychische Verfassung. Daher ist es wichtig, eine Über- und Unterfunktion schnellstmöglich zu erkennen. Unsere 9 Tipps helfen Ihnen einer Erkrankung vorzubeugen.

1. Mehr aus dem Meer

Ohne Jod läuft bei der Schilddrüse nichts. Verwenden Sie daher konsequent Jodsalz und essen Sie regelmäßig Fisch. Den Tagesbedarf decken z. B. 50 g Schellfisch, 75 g Seelachs, 100 g Scholle, 150 g Kabeljau, 70 g Garnelen oder Miesmuscheln. 1–2 „ausgewachsene“ Fisch- oder Muschel- Mahlzeiten je Woche reichen. Schwangere Frauen haben übrigens einen erhöhten Jodbedarf. Sprechen Sie Ihre Gynäkologin darauf an.

2. Spiegel-Check

Ob sich die Schilddrüse wegen einer Unter- oder Überfunktion vergrößert, zeigt ein Schlucktest: Vorm Spiegel den Bereich zwischen Kehlkopf und Schlüsselbein beobachten. Kopf in den Nacken, einen Schluck Wasser trinken. Beim Schlucken darauf achten, ob es zu Schwellungen unterm Kehlkopf kommt. Wenn ja, sollten Sie einen Termin beim Arzt zur Abklärung vereinbaren. 

3. Stress einfach wegatmen

Entspannt auch die Schilddrüse: Im Sitzen Hände auf den Oberschenkeln. Rücken, Schultern, Nacken, Kiefer, Zunge entspannen. Augen schließen. Spüren, wie sich der Bauch beim langsamen Ausatmen senkt, beim Einatmen hebt. Nur durch die Nase atmen. 4- bis 5-mal am Tag jeweils 20 Sekunden.

4. Auch an Selen denken

Das Spurenelement ist „Schmetterlings Liebling“. Als wichtiger Bestandteil eines Enzym-Proteins hilft es, die Schilddrüsenhormone auszubalancieren. Beste Selen-Quellen sind Paranüsse, Meeresfrüchte, Eier, Rindfleisch, Steinpilze, Sonnenblumenkerne, Weizenkleie, Haferflocken, Kokosnüsse, weiße Bohnen, Vollkornreis und -brot.

5. Infos wie beim Arzt

Wichtige Neuigkeiten zu Schilddrüsen-Erkrankungen, Ernährungstipps, einen Arztfinder bietet im Internet www.forum-schilddruese.de. Hier beantworten Experten, u. a. unser Dr. Feldkamp, am Telefon regelmäßig Patientenfragen.

6. Grünes aus dem Garten

Die drei jodhaltigsten Gemüsesorten: Spinat, Feldsalat, Brokkoli. Wer jeden Tag eine Portion von rund 200 g isst, deckt ca. ein Fünftel des täglichen (Schilddrüsen-) Bedarfs ab. Das klappt ebenfalls ganz gut mit Karotten, Champignons, Kartoffeln, Gemüsesaft.

7. Eine Kerze bilden

Auch Pilates, Tai-Chi – täglich 30 Minuten – bauen Stresshormone ab, die die Schilddrüsenfunktion stören. Und Yoga-Übungen wie „die Kerze“ regen sie an: Auf den Rücken legen, Arme neben dem Körper. Becken hochstemmen, bis die Beine senkrecht in der Luft stehen. Mit den Händen den unteren Rücken abstützen, 3-4 Minuten halten, 3-mal jeden Tag.

8. Gute Nacht

Ein regelmäßiger Schlafrhythmus von acht Stunden pro Nacht reguliert die Schilddrüse, so neueste Erkenntnisse der renommierten Cleveland Clinic (USA). Es senkt die Stresshormone Adrenalin und Cortisol, die unsere Schilddrüse belasten.

9. Algen richtig dosieren

Eigentlich sind Algen ein jodreiches Superfood für die Schilddrüse. Doch einige Arten wie z. B. die Braunalge Kombu enthalten bis zu 4300 Milligramm Jod pro Kilo Trockenprodukt. Eine durchschnittliche Portion von acht Gramm kommt da schnell über die Tageshöchstmenge. Das kann für Menschen mit Jodmangel-Knoten oder Hashimoto problematisch werden.