10. Januar 2017
Was bewirken Erkältungssäfte?

Was bewirken Erkältungssäfte?

Es hat Sie erwischt, Sie liegen mit einer Erkältung im Bett. Zahlreiche Medikamente haben Sie schon in jeglicher Form ausprobiert, doch geholfen hat das alles bisher eher mäßig. Wir helfen Ihnen und geben Ihnen ein paar Tipps und wirkungsvolle Rezepte gegen lästige Erkältungssymptome.

Hustensaft zum Selbermachen
© marilyna/istock
Hustensaft zum Selbermachen

Hustensäfte sollen Symptome einer Erkältung lindern und zugleich bei Schmerzen helfen. Die von Bakterien betroffenen Stellen werden beruhigt und der Husten gestillt.

Doch nicht jeder verträgt die handelsüblichen Säfte, die empfindliche Magenpartie kann sehr unterschiedlich auf die pharmazeutischen Getränke reagieren - und teuer sind die Säfte teilweise auch noch. Damit Sie auch in Zukunft ohne Bedenken zu einem Hustensaft greifen, empfehlen wir Ihnen, den Hustensaft einfach selber herzustellen. Der Vorteil: Sie wissen genau, welche Inhaltsstoffe Ihr Hustensaft enthält.

Doch woher wissen Sie, was Sie für Zutaten benötigen? Bei der großen Auswahl an Hustensäften fällt es schwer, die richtigen Inhaltsstoffe zu erkennen - wir helfen Ihnen dabei. Klicken Sie sich durch unsere Galerie und werden Sie schnell wieder gesund.

Hustensaft aus Heilkräutern
© Amy_Lv/iStock
Hustensaft aus Heilkräutern

Natürliche Kräuter sind die besten Mittel, um schnell wieder fit zu werden. Sie können den Hustensaft sowohl bei Husten als auch bei Halsschmerzen verwenden, denn die Heilkräuter wirken nicht nur entzündungshemmend und antibakteriell, sie fördern auch noch eine schnelle Heilung.

Zutaten:

  • 1 EL Pfefferminze
  • 2 EL Thymian
  • 1 EL Kamille
  • 2 EL Salbei
  • 400 g Kandiszucker, braun
  • 500 ml Wasser
  • Kleine Glasflaschen zum Befüllen

Zubereitung:

  1. Geben Sie die Kräuter in einen Topf und gießen Sie 500 ml kochendes Wasser darüber.
  2. Lassen Sie nun den Sud für ca. 10 Minuten auf kleiner Flamme ziehen.
  3. Dann gießen Sie die Flüssigkeit durch ein feines Sieb.
  4. Jetzt müssen Sie nur noch den Saft etwas abkühlen lassen, in eine Flasche füllen und anwenden. Fertig!

Anwendung: Nehmen Sie bei Bedarf bis zu fünfmal täglich einen Teelöffel des Safts ein.

Ingwer-Knoblauch-Zitronen-Saft
© Catalina-Gabriela Molnar/istock
Ingwer-Knoblauch-Zitronen-Saft

Das vor allem Ingwer und Zitronen wahre Gesundheitswunder sind, ist den meisten Menschen bekannt - warum sollte man diese Zutaten also nicht gleich auch für einen Saft gegen seine Erkältung verwenden? Das Gute daran ist, dass der Saft nicht nur lecker schmeckt, sondern auch noch Ihr Immunsystem stärkt und die Symptome lindert.

Zutaten:

  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 bis max. 2 Knoblauchzehen
  • 250 g Wiesenhonig
  • 1 mittelgroße Ingwerknolle
  • 1 Behälter für den Saft

Zubereitung:

  1. Reiben Sie zuerst den Ingwer, pressen Sie die Zitrone aus und hacken Sie den Knoblauch in feine Stücke.
  2. Geben Sie dann die Zutaten gemeinsam mit etwas Honig in ein Einmachglas und lassen Sie es einen Tag stehen.
  3. Passen Sie auf, der Ingwer und der Knoblauch werden etwas Saft abgeben, wenn dies der Fall ist, füllen Sie das Glas mit dem restlichen Honig auf. Fertig!

Anwendung: Wenn Sie schon mitten in einer Erkältung stecken, nehmen Sie bitte täglich drei Esslöffel vom Saft. Sollten Sie mit Ihrer Erkältung gerade erst am Anfang stehen oder sie sind doch schon so weit, dass Ihre Erkältung am Abklingen ist, dann nehmen Sie nur noch ein bis zwei Esslöffel.

Zwiebelsaft
© ratmaner/istock
Zwiebelsaft

Fast jedes Kind kennt ihn und kaum einer mag ihn - den Zwiebelsaft. Er ist wohl eines der ältesten und zugleich effektivsten Hausmittel gegen Husten und Halsschmerzen. Der Honig lockert dabei den Schleim, während die Zwiebeln antibakteriell und schleimlösend wirken. Ein altbewährtes, großes Heilwunder!

Zutaten:

  • 100 g Zwiebeln
  • 100 g Kandiszucker
  • ein Glas
  • ein Sieb

Zubereitung:

  1. Hacken Sie die Zwiebel sehr fein und geben Sie den Kandiszucker dazu.
  2. Lassen Sie das Gemisch aufkochen, bis sich der Kandiszucker vollständig aufgelöst hat.
  3. Den daraus entstandenen Saft durch einen Sieb geben.
  4. Den Saft im Kühlschrank lagern, so hält er sich länger.

Anwendung: Nehmen Sie je nach Bedarf zwischen ein und drei Esslöffel am Tag.

Chinesischer Erkältungssaft
© picalotta/istock
Chinesischer Erkältungssaft

Aus der Chinesischen Naturmedizin stammt unser nächster Hustensaft. Hierbei handelt es sich um einen süßen Hustensirup, der nicht nur den Kindern schmeckt. Er eignet sich besonders gut bei Husten, aber auch bei Halsschmerzen und Heiserkeit zeigt er eine positive Wirkung. Probieren Sie es aus!

Zutaten:

  • Beliebige Bio-Zitrusfrüchte (z.B. Orangen, Mandarinen, Grapefruits, etc.)
  • ein Einmachglas
  • Honig

Zubereitung:

  1. Waschen Sie Zitrusfrüchte und schneiden Sie diese in ca. 2 mm breite Scheiben.
  2. Füllen Sie anschließend die Früchte in ein sauberes Einmachglas und geben Sie in etwa dieselbe Menge Honig hinzu.
  3. Achten Sie darauf, dass Sie den Deckel fest verschließen und lassen Sie den Saft für 4-6 Wochen an einem warmen Ort reifen. Tipp: Besonders Fensterbänke oder Küchenzeilen eignen sich hierfür hervorragend.

Anwendung: Geben Sie einen Teelöffel des Sirups in ein Teeglas und gießen Sie es mit heißem Wasser auf. Nun langsam trinken. Kein Schreck, die feinen Streifen der Zitrusfrüchte können einfach mitgetrunken werden, denn sie sind kandiert.

Hustensaft aus Tannenspitzen
© Anna-Ok/iStock
Hustensaft aus Tannenspitzen

Wenn man an natürliche Erkältungssäfte denkt, fallen einem nicht unbedingt gleich Tannenspitzen ein - und doch kann man mit ihnen viele nützliche Dinge anstellen, denn in ihnen stecken viele wichtige Wirkstoffe. Wie wäre es also mal mit einem etwas anderen Hustensirup? Die Tannenspitzen können im Reformhaus erworben werden.

Zutaten:

  • 600 g Bio-Rohrzucker oder Rohrrohrzucker
  • 300 g Tannenspitzen
  • ein großes Einmachglas
  • ein Sieb

Zubereitung:

  1. Schichten Sie in einem Einmachglas abwechselnd die Tannenspitzen und den Zucker.
  2. Die Schichten aus den Tannenspitzen sollten knapp doppelt so hoch sein wie die Zuckerschichten.
  3. Achten Sie darauf, dass die letzte Schicht aus Zucker besteht. Auch kann diese etwas dicker sein als die anderen Schichten.
  4. Anschließend verschließen Sie das Glas und stellen es für ungefähr zwei Wochen auf eine Fensterbank oder einen ähnlichen Platz mit viel Sonnenlicht.
  5. Wenn die Tannenspitzen braun sind und der Sirup sich abgesetzt hat, dann können Sie ihn durch ein Sieb filtern und abfüllen.
  6. Lagern Sie nun den fertigen Sirup kühl und dunkel, damit er sich möglichst lange hält.

Anwendung: Nehmen Sie täglich bis zu vier Esslöffel ein - abhängig von der Schwere Ihrer Symptome.

Winterrettich Hustensaft
© Natalie_B/istock
Winterrettich Hustensaft

So manchen ist sie gar nicht bekannt - die Wirkung des Schwarzen Rettichs, auch Winterrettich genannt. Seine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung ist mindestens genauso wertvoll bei einer Erkältung wie der hohe Vitamin C-Gehalt. Allein deshalb ist er besonders für Hustensirup geeignet.

Zutaten:

  • Kandis oder brauner Zucker
  • einen runden Winterrettich
  • eine Stricknadel
  • ein leeres Trinkglas mit großer Öffnung, um den Rettich darauf platzieren zu können
  • Küchenmesser oder einen ähnlichen, spitzen Gegenstand
  • ein Einmachglas

Zubereitung:

  1. Schneiden Sie den Deckel der Knolle ab (nicht wegschmeißen) und höhlen Sie mit einem Löffel das Innere der Frucht aus.
  2. Stechen Sie nun mit einer Nadel ein kleines Loch in die untere Spitze des Rettichs, das Loch sollte bis zum Punkt der Aushöhlung reichen.
  3. Anschließend setzen Sie den Rettich auf ein Glas, dabei sollte sich das Loch über der Glasöffnung befinden.
  4. Die Aushöhlung im Rettich füllen Sie mit Kandis oder braunem Zucker.
  5. Jetzt setzen Sie den abgeschnittenen Rettich-Deckel wieder auf und lassen das Glas für einige Stunden stehen. Sie werden sehen, dass sich in der Zeit der Zucker verflüssigt und sich die heilenden Inhaltsstoffe aus dem Rettich herauslösen. Das wirksame Sirup tropft ins Glas.
  6. Nun heißt es nur noch den fertigen Sirup in ein Einmachglas zu füllen und ihn im Kühlschrank aufzubewahren.

Anwendung: Lassen Sie je nach Bedarf drei- bis fünfmal täglich einen Esslöffel vor den Mahlzeiten im Mund zergehen.

Apfel-Fenchel Hustensaft
© Zerbor/istock
Apfel-Fenchel Hustensaft

Fenchel wirkt wie andere Heilpflanzen aufgrund ihrer Inhaltsstoffe antibakteriell, beruhigt die Bronchien und wirkt schleimlösend. Ein wahres Wunder auch bei Störungen im Magen-Darm-Trakt.

Zutaten:

  • 100 g Zucker
  • 1 großes Stück Fenchel
  • 500 ml Naturapfelmost

Zubereitung:

  1. Kochen Sie alle Zutaten in einem Topf gemeinsam auf.
  2. Der Saft sollte ca. 10 Minuten ziehen, bevor er fertig ist.

Anwendung: Den Saft sollten Sie innerhalb von zwei Stunden löffelweise einnehmen.

Hustensaft mit isländischem Moos
© bravobravo/istock
Hustensaft mit isländischem Moos

Isländisch Moos ist bekannt als Heilpflanze. Es stärkt die Immunkraft der Atemwege und schützt die Schleimhäute. Besonders bei Reizhusten gibt sie dem Erkrankten eine gute Chance auf eine schnelle Heilung.

Zutaten:

  • ein Teelöffel Honig
  • zwei Teelöffel Isländisch Moos
  • kaltes Wasser
  • ein Sieb
  • eine Tasse

Zubereitung:

  1. Nehmen Sie zwei gehäufte Teelöffel Isländisch Moos (Apotheke) und übergießen Sie es mit kaltem Wasser.
  2. Bringen Sie die Mischung langsam zum Sieden.
  3. Anschließend den Saft durch einen Sieb gießen.
  4. Je nach Geschmack können Sie mit Honig süßen.

Anwendung: Von dem Erkältungssaft sollten Sie zwei bis drei Tassen am Tag lauwarm trinken.

Hustensaft aus Spitzwegerich
© LianeM/istock
Hustensaft aus Spitzwegerich

Hier ist das Rezept zum Hustensaft aus dem Heilkraut Spitzwegerich und Waldhonig.

Zutaten:

  • 500 ml Wasser
  • 25 g Spitzwegerichblätter
  • 175 ml Waldhonig
  • ein Sieb
  • zwei Töpfe
  • eine Flasche

Zubereitung:

  1. Zuerst müssen Sie die Spitzwegerichblätter mit Wasser kurz aufkochen.
  2. Anschließend lassen Sie die Mischung eine halbe Stunde ziehen.
  3. Dann geben Sie die Flüssigkeit durch ein Sieb und füllen es in einen anderen Topf um.
  4. Den Sud müssen Sie danach wieder aufkochen und auf die Hälfte einköcheln lassen.
  5. Jetzt heißt es: Alles abkühlen lassen bis auf etwa 40 Grad.
  6. Dann müssen Sie noch den Honig dazu geben und umrühren, bis sich der Honig gelöst hat.
  7. Wieder alles abkühlen lassen, den Saft in eine Flasche geben und sie gut verschließen.

Anwendung: Drei Teelöffel des Erkältungssaftes können Sie am Tag einnehmen.

Apfelessig
© vonEisenstein/iStock
Apfelessig

Apfelessig ist eine gute und altbewährte Methode gegen Halsschmerzen. Der hohe Säuregehalt im Essig wirkt sehr gut gegen Bakterien. Im Zusammenhang mit Honig hilft dieser Saft gut gegen Schmerzen.

Zutaten:

  • 1 Esslöffel Honig
  • 1 Esslöffel Apfelessig
  • eine Tasse warmes Wasser

Zubereitung:

1. Mischen Sie alle drei Zutaten miteinander und rühren Sie es um. Und schon ist der Erkältungssaft fertig!

Anwendung:

Trinken oder gurgeln Sie diesen Saft möglichst mehrmals am Tag.

Lade weitere Inhalte ...