9. Dezember 2020
Nasenspray: Diese 3 Fehler macht fast jeder

Nasenspray: Diese 3 Fehler macht fast jeder

Viele Menschen greifen bei einer verstopften Nase zu Nasenspray. Dabei kann Nasenspray auch gefährlich werden, wenn man es falsch anwendet. Hier erfahren Sie, welche drei Fehler bei der Benutzung von Nasenspray fast jeder macht.

Frau mit Nasenspray
© iStock/batuhan toker
Nasenspray wirkt schnell und effektiv, es kann aber auch gefährlich werden

Eine Erkältung ist mit unangenehmen Symptomen verbunden. Die Nasenschleimhäute schwellen an und die Nase verstopft. Um wieder frei atmen zu können, greifen viele Menschen daher zu abschwellendem Nasenspray, das rezeptfrei in der Apotheke erhältlich ist. Die Nasensprays wirken schnell und effizient, können jedoch bei falscher Anwendung auch gefährlich sein. Deshalb sollte Nasenspray ausschließlich zur Linderung der Symptome bei einem akuten Infekt genutzt werden.

Wie funktioniert abschwellendes Nasenspray?

Abschwellendes Nasenspray enthält Sympathomimetika, welche bewirken, dass sich die Blutgefäße an den Nasenschleimhäuten zusammenziehen. Durch die Verengung der Blutgefäße schwellen die Schleimhäute ab. Die Wirkung hält jedoch nur vier bis sechs Stunden an, bevor die Schleimhäute erneut anschwellen.

Nasenspray: Diese Fehler macht fast jeder

Gegen eine kurzzeitige Anwendung von Nasenspray bei einem akuten Infekt, ist nichts einzuwenden. Achten Sie dabei darauf, folgende Fehler zu vermeiden:

  1. Nasenspray zu häufig und über einen zu langen Zeitraum anwenden: Abschwellendes Nasenspray sollte nur ein paar Tage, maximal eine Woche, genommen werden. Bei einer längeren Anwendung wird die Schleimhaut beschädigt. Hinzu kommt, dass das Nasenspray abhängig machen kann, da sich die Nasenschleimhaut auf Dauer an das Spray gewöhnt und sofort wieder stark anschwillt, sobald die Wirkung nachlässt. Dieses Verhalten nach der Nasenspray-Anwendung nennt man “Rebound-Effekt” (engl. zurückprallen). So kann der langfristige Gebrauch von Nasenspray zu einem chronischen Schnupfen führen. Auch psychische Symptome wie Erstickungsangst können hinzukommen, wenn das Spray nicht eingenommen wird.
  2. Falsches Sprühen: Auch beim Sprühen kann man eine Menge falsch machen. Besonders wichtig ist ein hygienischer Umgang mit dem Nasenspray. Nach einem Sprühstoß sollten Sie das Fläschchen komplett aus der Nase herausziehen, bevor Sie es weiter verwenden. Wenn es während mehrerer Sprühstöße in der Nase bleibt, können Keime aus der Nase in die Flasche gelangen. Das begünstigt eine erneute Ansteckung durch Erreger. Auch der richtige Sprühwinkel ist von Bedeutung. Richten Sie die Düse im Nasenloch weg von der Nasenscheidewand, damit dort kein Nasenspray haften bleibt und für einen unangenehmen Geschmack im Rachen sorgt.
  3. Fehlende Hygienemaßnahmen: Ein weiterer Fehler ist eine fehlende Hygiene beim Gebrauch von Nasenspray, obwohl diese besonders wichtig ist. Wenn die Sprühöffnung nach der Anwendung nicht gereinigt wird, können Keime hineingelangen, die eine Wiederansteckung begünstigen. Reinigen Sie die Sprühöffnung nach dem Gebrauch mit einem sauberen Tuch oder, wenn möglich, mit heißem Wasser. Zudem sollte immer nur eine Person ein Nasenspray benutzen, damit eine Übertragung von Keimen verhindert wird.
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