Gesund werden Erkältung loswerden mit der Kombination aus Schul- und Naturmedizin

Starke Partner im „Team Gesundheit“: Kombinierst du Mittel aus der Schul- und Naturmedizin, kommst du noch mal besser durch die Erkältungssaison. Wie verraten, wie es geht!

Frau_krank_Sofa

Wir wissen nicht, wann. Aber dass der grippale Infekt zuschlägt, bezweifelt wohl niemand. Es sei denn, wir haben so gut wie nie Stress, essen stets ausgewogen, rauchen und trinken natürlich nicht, schlafen aber jede Nacht tief, fest und lang genug, treffen keine anderen Menschen… Okay, schon gut. Damit die Erkältungssymptome aber nicht so nerven, such dir aus beiden Medizinwelten das Beste aus. Und kümmere dich um dein Immunsystem.

Hilfe gegen Schnupfen und Niesreiz

Rhinoviren haben sich gerade in der Nasenschleimhaut eingenis ­ tet und sie entzündet. Daraufhin versucht der Körper, die Keime durch Sekretproduktion und Niesen wieder loszuwerden.

So hilft die Schulmedizin: Abschwellendes Pseudoephedrin im Nasenspray regt den Aktivitätsnerv Sympathikus an, verengt Gefäße und lässt die Schleimhaut abschwellen.

So hilft die Naturmedizin: Die Nasendusche reinigt und befreit die Nase mit Spezialsalz. Am besten täglich.

Verstopfe Nase lösen

Behindert zäher Entzündungs ­ schleim die Nasenatmung, blockiert er auch die Verbindungskanäle zu den Nebenhöhlen, die sich dann entzünden können.

So hilft die Schulmedizin: Um schlafen zu können, Nasenschleimhaut mit Wirkstoffen wie Xylometazolin abschwellen lassen (z.B. neu: „Otriven Protect Nasenspray“ mit feuchtigkeitsspendendem Dexpanthenol).

So hilft die Naturmedizin: Schleimlösende, entzündungshemmende ätherische Öle, z.B. Eukalyptus mit dem enthaltenen Wirkstoff Cineol, befreien Nase und Atemwege. 

Das stoppt trockenen Reizhusten

Dringen die Viren zu Infektbe ­ ginn in die Luftröhre ein, kommt es zu trockenem Husten ohne Schleim. Das tut weh, reizt die Rachenschleimhaut noch mehr.

So hilft die Schulmedizin: Antitussiva (Hustenblocker) dämpfen Hustenreiz durch chemische Wirkstoffe wie Pentoxyverin direkt im Gehirn (z.B. in „Silomat Tropfen“). Wichtig: nicht länger als 14 Tage nehmen, da Husten an sich ein gesunder Schutzreflex ist, um Erreger aus den Atemwegen zu bekommen.

So hilft die Naturmedizin: Schleimhaltige Heilpflanzen wie zum Beispiel Eibisch oder Malve besänftigen die angegriffene Schleimhaut der Atemwege.

Das Abhusten unterstützen

Abwehrreflex gegen die Eindringlinge: Der Körper will Sekret nach draußen befördern, das die infizierten Atemwege mehr als genug produzieren. Diesen „produktiven“ Husten also nicht unterdrücken, sondern unterstützen. 

So hilft die Schulmedizin: Schleimlösende Medikamente mit dem Arzneistoff Acetylcystein (ACC) erleichtern das Abhusten.

So hilft die Naturmedizin: Extrakte u. a. aus Thymian, Bibernellwurzel, Isländisch Moos und Roter Seifenwurzel wirken und lassen den Schleim flüssiger werden (z. B. „Cefabronchin“). So lässt er sich besser abhusten. Auch Efeu-Extrakt zeigt diesen gewünschten Effekt.

Halsschmerzen lindern

Sitzen die Viren im Hals, zerstören Lymphozyten die befallenen Zellen. Das Gewebe entzündet sich und schmerzt.

So hilft die Schulmedizin: Lutschtabletten mit entzündungshemmendem, schmerzlinderndem und antibakteriellem Wirkstoff bessern die Schluckbeschwerden (z. B. „neo-angin Benzydamin“). Enthält die Formulierung feuchtigkeitspendende Hyaluronsäure, legt sie sich spürbar wie ein Schutzfilm auf die Schleimhäute.

So hilft die Naturmedizin: Zink-Therapie: Schnell und ausreichend hochdosiert eingenommen, d.h. 75 mg in den ersten 24 Stunden, verkürzt das Spurenelement die Schmerzdauer (z.B. „Zinkorot“). Und Primelwurzelextrakt (z.B. in „Ipalat“) glättet Halskratzen rein pflanzlich.

Kopf- und Gliederschmerzen eindämmen

Die Abwehr läuft jetzt auf Hochtouren, es entstehen mehr Botenstoffe wie Prostaglandine und Zytokine. Und die machen uns schmerzempfindlicher.

So hilft die Schulmedizin: Laut Leitlinie der Kopfschmerz-Experten, so früh wie möglich und hochdosiert mit Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen oder Paracetamol behandeln. Aber nicht länger als drei Tage am Stück nehmen und max. an zehn Tagen im Monat. Sonst droht paradoxerweise Kopfschmerz als Nebenwirkung.

So hilft die Naturmedizin: Selbstmassage: Mechanische Reize entspannen die Muskeln, nehmen Schmerz. Massageöl von den Füßen Richtung Herz streichen. Gesichtsguss: Brausekopf abschrauben, Gesicht mit kaltem Wasser aus dem Schlauch erst umkreisen, dann Wasser von oben darüberlaufen lassen.

Datum: 19.12.2019

Autor: Karin Dunkel