Entzündung der Achillessehne: 3 Dinge, die Sie wissen müssen

Entzündung der Achillessehne: 3 Dinge, die Sie wissen müssen

Ist die stärkste Sehne in unserem Körper entzündet, sind Schmerzen und Schwellungen vorprogrammiert. Wir verraten alles, was Sie über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten einer Achillessehnenentzündung wissen müssen.

Was macht die Achillessehne eigentlich?

Sehnen übertragen Impulse von Muskeln auf die Knochen und ermöglichen uns somit erst unsere Bewegungsfähigkeit. Sehnen sind ein Teil der Muskeln und bestehen aus besonders belastbarem Bindegewebe. Sie gehen aus Muskelgewebe auf den Knochen über. Spannt sich etwa ein Muskel an, wirkt eine Zugkraft auf die Sehne, die wiederum den verbundenen Knochen bewegt.

Die stärkste und dickste Sehne im menschlichen Körper ist die Achillessehne. Sie verbindet den unteren Abschluss des dreiköpfigen Wadenmuskels mit dem Fersenbein, bildet also den mechanischen Zughebel zwischen Wade und Hacken. Spannen wir die Wadenmuskulatur an, wird die Ferse hochgezogen und unser Fuß beugt sich in Richtung der Fußsohle. Dies erst ermöglicht uns das Gehen und Laufen.

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Das müssen Sie über Achillessehnenentzündungen wissen

1. Symptome der Entzündung

Entzündungen der Achillessehne entstehen in der Regel durch Fehlbelastungen und regelmäßige Überlastung, etwa durch sportliche Mehrbelastung oder starkes Übergewicht. Ist die Sehne gereizt und entzündet, machen sich bei akuten Verläufen folgende Symptome bemerkbar:

  • Schwellungen der Sehne und des Fersenbereichs
  • Schmerzen beim Auftreten, Druckschmerzen
  • Ausstrahlender, diffuser Schmerz der Sehne
  • Bewegungseinschränkungen des Fußgelenks
  • Rötungen und Hitzeentwicklung an der Sehne
  • Humpelndes Bewegungsbild

2. Ursachen: So entsteht die Reizungen

Achillessehnenentzündungen werden in den meisten Fällen durch mikroskopische Risse und kleinste Verletzungen im Bindegewebe der Sehne verursacht. Durch Überlastung und Fehlbelastung können Mikrorisse entstehen, die Reizungen verursachen. Ursache für die Dauerreizung der Achillessehne sind etwa verkürzte Wadenmuskeln, die im verspannten Zustand dauernd Zug auf die Sehne ausüben und Überlastungen fördern. Weitere Ursachen für Fehlbelastungen der Achillessehne sind etwa auch:

  • Verkürzte Muskeln im hinteren Oberschenkel
  • Unterschiedlich lange Beine und dadurch Mehrbelastung der Sehnen
  • Hüftschiefstand
  • Wirbelsäulenverkrümmung

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Akute Achillessehnenentzündungen haben häufig auch sportlich bedingte Ursachen. Unzureichendes Aufwärmen und Lockern der Muskulatur der Beine vor einer sportlichen Aktivität kann die Sehnen in der Ferse überstrapazieren. Besonders Hobbysportler machen den Fehler, zu schnell zu viel zu trainieren. Sind die Sehnen den Dauerreiz durch Sport nicht gewohnt, können Mikrorisse im Gewebe nicht ordentlich abheilen und Entzündungen werden begünstigt. Wird die Achillessehne über einen langen Zeitraum immer und immer wieder überlastet, kann aus einer akuten Reizung auch eine chronische Entzündung entstehen. In diesen Fällen bildet sich an den Stellen der nicht ausgeheilten Mikrorisse im Bindegewebe der Sehne Narbengewebe, das als knubbelige Knoten auf der Sehne tastbar ist. Diese Knoten reiben bei jeder Bewegung an der Sehne und verursachen zusätzliche Reizungen und Schmerzen.

3. Behandlung der Entzündungen

Die Behandlung richtet sich immer nach der Ursache der Entzündung. Akute Achillessehnenentzündungen etwa werden in den meisten Fällen durch einfache Schonung und Bewegungspausen behandelt. Betroffene sollten dann auf Sport verzichten. Auch Kühlung der betroffenen Stelle kann bei Hitzeentwicklung, Rötungen und Schwellungen helfen. Ist die Ursache der Überlastung der Achillessehne in Hüftschiefstellungen oder unterschiedlichen Beinlängen zu finden, können Orthopäden oder Orthopädinnen mit maßgefertigten Schuheinlagen für Entlastung sorgen. Chronische Entzündungen können etwa durch gezielte Belastungsübungen und Physiotherapie behandelt werden.

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