21. März 2013
Energieräuber

Energieräuber

Jeder weiß, was es heißt völlig erschöpft zu sein. Man hat einfach die Kraft verloren und möchte nur noch ins Bett. Aber was raubt am meisten Energie? Wie gewinne ich sie wieder? Oder leide ich wohlmöglich bereits an einer Depression? Wir berichten und sorgen für neuen Schwung in Ihrem Leben!

Frau voller Kraft
© Thinkstock
Frau voller Kraft

Die 5 wichtigsten Energieräuber

  1. Zur Arbeit pendeln. Eine Studie der Universität Lund/Schweden hat ergeben, dass Pendler schneller krank werden als Menschen mit kurzem Weg zum Job. Wenn sich das Pendeln nicht vermeiden lässt, fahren Sie mit dem Zug und lesen oder stricken Sie während der Fahrt.
  2. Falsche Freunde. Gute Freunde schützen amerikanischen Studien zufolge vor Herzinfarkten und stärken das Immunsystem. Falsche Freunde rauben Energie und Zeit.
  3. Internet. Wer ohne das Netz nicht mehr leben kann, verliert den Kontakt zur Realität. Echte Freundschaften und sinnliches Erleben kommen zu kurz.
  4. Flaches Atmen. Wer zu selten tief atmet, versorgt sein Blut nur unzureichend mit Sauerstoff. Bewusst tiefer atmen.
  5. Sport am späten Abend. Sport ist ein natürliches Aufputschmittel. Deshalb Trainingseinheiten nicht nach 20 Uhr beginnen.

Unser Test verrät Ihnen, wie es um Ihre Energiespeicher steht. Hier finden Sie es heraus.

Wichtige Energiespender

Die 5 wichtigsten Energiespender

  1. Musik hören. Pflanzen, denen klassische Musik vorgespielt wird, wachsen nachweislich besser. Wachsen Sie innerlich.
  2. Zimt genießen. Die ayurvedische Ernährungslehre ist überzeugt: Zimt macht gute Laune. Für einen guten Start in den Tag eine Prise übers Frühstücksmüsli streuen.
  3. Floaten. Das körperwarme Salzwasser trägt uns, wir entspannen Muskeln und Geist tief. Ein ganz besonderes Gefühl (www.float.de).
  4. Dankbarkeit spüren. Schreiben Sie einmal pro Woche zehn Dinge auf, für die Sie dankbar sind. Studien zeigen, dass Sie Ihre Welt dadurch viel positiver wahrnehmen werden.
  5. Gute Nachrichten feiern. Lassen Sie sich keine Gelegenheit zur Freude entgehen, denn Nachholen klappt nie. Kosten Sie die Euphorie des Augenblicks aus.

Interview mit Professor Dr. Jürgen Zulley, Psychologe und Schlafforscher in Regensburg

VITAL: Wie unterscheide ich, ob ich nur erschöpft bin oder an der Grenze zur Depression stehe?
Ein deutlicher Hinweis: Dinge, die Ihnen sonst Spaß machen, interessieren Sie plötzlich nicht mehr. Das Leben erscheint allgemein freudlos und trist. Hält diese Freudlosigkeit nicht nur ein paar Tage, sondern zwei oder drei Wochen an, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, der erst einmal abklärt, ob dafür körperliche Ursachen verantwortlich sind.

Auch die Frühjahrsmüdigkeit kann einige Wochen anhalten…
Es stimmt, dass der Organismus einige Zeit braucht, um sich auf die ungewohnte Frühlingswärme einzustellen. Wir erwachen zwar nicht aus dem Winterschlaf, aber aus einer Art Winterruhe. Im Winter bildet der Körper deutlich mehr Schlafhormon Melatonin, und unsere Körpertemperatur ist etwas niedriger. Die Frühjahrsmüdigkeit lässt sich durch regelmäßige Spaziergänge rasch beheben. Das Tageslicht macht wach, und die Bewegung regt den Körper an und verbessert die Stimmung. Der Organismus passt sich so schneller an die veränderten Temperaturen an.

Das alles zeigt keine Wirkung, wenn jemand depressiv ist?
Doch, auch an Depression Erkrankte werden im Frühjahr aktiver. Doch wenn die depressive Stimmung weiter fortbesteht, kann dieses Zusammenspiel zu selbstverletzendem Verhalten führen und ist als behandlungsbedürftig einzustufen.

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