9. Dezember 2021
Durchblutungsstörungen: Diese Erkrankungen drohen

Durchblutungsstörungen: Diese Erkrankungen drohen

Meistens verursachen verkalkte und verengte Arterien Durchblutungsstörungen. Verschlechtern sich diese und bleiben sie unbemerkt, können verschiedene Folgeerkrankungen auftreten. Um welche es sich dabei genau handelt, erklären wir Ihnen ganz genau. 

Was sind Durchblutungsstörungen?

Durchblutungsstörungen sind eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK), bei der die Blutgefäße verengt sind. Das Blut kann nicht wie gewohnt durch die Arterien fließen, sodass die Sauerstoffversorgung gemindert wird. Die häufigste Ursache, welche diese Durchblutungsstörungen verantwortet, ist eine Arterienverkalkung. Eine solche Arteriosklerose entsteht durch Ablagerungen aus Fett und Kalk, welche für eine Verdickung und Verengung der Blutgefäße sorgen und daher den Blutstrom beeinträchtigen. Zu den Risikofaktoren gehören eine ungesunde Ernährung, übermäßiger Alkoholkonsum, fehlende Bewegung, Übergewicht, Rauchen oder Erkrankungen wie Diabetes Typ 2.

Durchblutungsstörungen bleiben lange Zeit unbemerkt. Typische Beschwerden sind kalte und blasse Gliedmaßen, schwacher Puls, Taubheitsgefühle, verzögerte Wundheilung, Muskelschwäche sowie blau verfärbte Zehen und Fingerspitzen.

Mehr dazu hier: Durchblutungsstörungen: Achten Sie auf folgende Anzeichen >>

So wird eine Durchblutungsstörung festgestellt

Eine Blutuntersuchung, bei der Ihre Werte für Gerinnungsfaktoren, Enzyme, Cholesterin und Blutzucker gecheckt werden, geben genaue Auskunft darüber, ob es sich bei Ihren Beschwerden um eine Durchblutungsstörung handelt oder ob andere Ursachen infrage kommen. Ebenfalls aufschlussreich sind eine Doppelsonografie, die Richtung und Geschwindigkeit Ihres Blutflusses misst sowie eine Angiografie, welche im Röntgenbild erkrankte Blutgefäße darstellt.

Diese Krankheiten drohen bei Durchblutungsstörungen

Bleiben Durchblutungsstörungen unbehandelt oder verschlechtern sich diese, kann dies gravierende Folgen für den gesamten Organismus bedeuten:

Im schlimmsten Fall kann es zu einem Herzinfarkt, zu einem Schlaganfall oder zu einem Darminfekt kommen. Warnzeichen eines Herzinfarkts sind Schmerzen und ein Engegefühl in der Brustgegend, Gesichtsblässe sowie kalter Scheiß. Ein Schlaganfall äußert sich durch körperliche Anzeichen wie starke Kopfschmerzen, Sehstörungen, Sprach- und Verständnisstörungen, Lähmungen und Taubheitsgefühle. Einen Darminfekt erkennen Sie an starken Bauchschmerzen, Blut im Stuhl, Übelkeit und Erbrechen sowie Blähungen.

Treten die Durchblutungsstörungen in den Nieren auf, können sie zu einem akuten Nierenversagen führen. Um die Durchblutung zu verbessern, bremsen die Nieren ihren Flüssigkeitsverlust und produzieren weniger Urin. Schadstoffe und Abbauprodukte verweilen im Körper und reichern sich im Blut an.

Weitere Folgen von Durchblutungsstörungen sind das Absterben von Gewebe bis hin zum Verlust von Gliedmaßen. Anfängliche Symptome von Durchblutungsstörungen in den Extremitäten sind Muskelschmerzen in den Beinen, die beim Gehen zunehmen. Ebenso deuten kalte Hände und Füße sowie Taubheitsgefühle auf eine mögliche Durchblutungsstörung hin.

Durchblutungsstörungen vorbeugen

Um Durchblutungsstörungen bestmöglich vorzubeugen, sollten Sie einen gesunden Lebensstil pflegen, in welchem regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung feste Bestandteile sind. Meiden Sie oben genannte Risikofaktoren und achten Sie vor allem auf Ihren LDL-Cholesterinspiegel. Ein zu hoher Wert kann zu Arterienverkalkungen führen, da sich das „schlechte“ LDL-Cholesterin vermehrt aus dem Blut in den Gefäßwänden der Arterien einlagert. Eine fettreiche Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum sowie Erkrankungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion sowie Diabetes Typ 2 gelten als größte Gefahr.

Video: Blutdruck natürlich senken – die besten Tipps für den Alltag

Lade weitere Inhalte ...