11. November 2021
Durchblutungsstörungen: Diese 5 Ursachen sollten Sie kennen

Durchblutungsstörungen: Diese 5 Ursachen sollten Sie kennen

Häufig sind Durchblutungsstörungen Folgen einer Arterienverkalkung. Was eine sogenannte Arteriosklerose hervorruft und somit auch unseren Blutgefäßen schadet, erfahren Sie hier. Das sind die 5 häufigsten Ursachen für Durchblutungsstörungen.

Was sind Durchblutungsstörungen?

Bei Durchblutungsstörungen handelt es sich um eine arterielle Verschlusskrankheit (PAVK), bei der die Blutgefäße undurchlässig sind, sodass weniger Blut passieren kann. Eine Arterienverkalkung (Arteriosklerose) ist meistens die Ursache für die Durchblutungsstörungen, die lebensbedrohlich werden können. Denn aufgrund des verschlechterten Blutflusses leidet die Sauerstoffversorgung der Muskeln. Eine dauerhafte Mangelversorgung kann Funktionseinschränkungen und Organschäden hervorrufen. Das vom Blutfluss abgeschnittene Körpergewebe kann in schweren Fällen absterben. Durchblutungsstörungen im Herzen können zu koronaren Herzkrankheiten und im Extremfall zu einem Herzinfarkt führen. Im Darm kann ebenfalls ein Darminfarkt oder eine -lähmung drohen.

Diese 5 Risikofaktoren begünstigen Durchblutungsstörungen

1. Ungesunde Ernährung

Wie bereits erwähnt, werden Durchblutungsstörungen durch Arterienverkalkungen begünstigt. Diese Gefäßveränderungen entstehen durch Cholesterin-Ablagerungen. Bestimmte Lebensmittel wie tierische Milchprodukte, Wurst und Fleischwaren, raffinierter Zucker und verarbeitete Lebensmittel sind reich an gesättigten Fettsäuren, die unsere Blutfettwerte und somit unseren „bösen“ LDL-Cholesterinspiegel erhöhen. Aus diesem Grund sollten Sie diese Nahrungsmittel möglichst meiden und stattdessen frische und unverarbeitete Lebensmittel wie Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Fisch, Nüsse und Samen sowie Pflanzenöle verzehren.

2. Wenig Bewegung

Wir wissen es schon lange: Wir sitzen täglich viel zu viel und bewegen uns zu wenig. Die fehlende Bewegung hat Einfluss auf unseren Blutfluss und daher auch für unsere Gesundheit. Die Folgen sind unter anderem ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Diabetes oder Alzheimer. Denn beim Sport werden unsere Muskeln trainiert und unsere Gefäße mit mehr Sauerstoff versorgt, sodass sie elastisch bleiben. Außerdem reguliert Ausdauersport wie Joggen, Fahrradfahren oder Schwimmen unseren Zuckerstoffwechsel und senkt unsere Blutdruck- und Cholesterinwerte.

3. Übergewicht

Jeder weiß, Übergewicht ist Gift für unsere Gesundheit. Die Extra-Pfunde schaden unserer Durchblutung, da bei übergewichtigen Menschen die Blutmenge größer ist als bei Normalgewichtigen. Für unser Herz bedeutet das mehr Arbeit und es muss stärker schlagen. Das führt langfristig zu einem erhöhten Blutdruck. Übergewicht ist meistens die Folge von einer fett- sowie kalorienreichen Ernährung. Wie wir bereits wissen, kann eine solche ungesunde Ernährungsweise für erhöhte LDL-Cholesterinwerte sorgen, die wiederum für Gefäßablagerungen sorgen.

4. Rauchen

Ebenfalls schon lange bekannt: Rauchen verengt Ihre Arterien. Mit jeder Zigarette inhalieren Sie Kohlenmonoxid (CO) ein, das die Sauerstoffaufnahme im Blut erschwert. Das Kohlenmonoxid verbindet sich leichter mit den roten Blutkörperchen, den sogenannten Erythrozyten als mit Sauerstoff. Diese können dann keinen Sauerstoff ins Gewebe transportieren. Außerdem haben Raucher mehr rote Blutkörperchen, um die durch Kohlenmonoxid vergifteten Blutkörperchen auszugleichen. Die Folge: Das Blut wird dicker und fließt langsamer durch die Arterien und Venen. Blutgerinnsel können dadurch leichter entstehen, die Thrombosen auslösen können. Zusätzlich verändert auch das Nikotin die Zusammensetzung des Blutes. Genügend Gründe, um das Rauchen aufzugeben.

5. Diabetes

Ein weiteres Risiko für Durchblutungsstörung ist Diabetes mellitus. Denn ein über die Jahre schlecht eingestellter Blutzuckerspiegel lässt Zucker-Eiweiß-Verbindungen an den Gefäßwänden entstehen, welche die Blutversorgung beeinträchtigen. Umso wichtiger also, dass Diabetiker regelmäßig (etwa alle drei Monate) bei ihrem Hausarzt Gewicht, Blutzucker und Blutdruck kontrollieren lassen. Zusätzlich sollten Diabetes-Patienten aufgrund ihres erhöhten Risikos für Arteriosklerose etwa alle ein bis zwei Jahre ihre Blutfettwerte checken lassen.

Video: Blutdrucksenkende Lebensmittel, die Sie täglich essen sollten

Lade weitere Inhalte ...