Diese 3 alltäglichen Dinge können süchtig machen – laut Studien

Diese 3 alltäglichen Dinge können süchtig machen – laut Studien

Dass Alkohol, Nikotin und harte Drogen enormes Suchtpotenzial haben und ganze Leben ruinieren können, wissen wir längst. Sucht und Abhängigkeit lauern aber auch an vielen anderen – mitunter unerwarteten – Stellen in unserem Alltag.

Wenn Sport süchtig macht

Selbstoptimierung wird uns allen täglich in den sozialen Medien vorgelebt. Es scheint, als müssten wir immer schneller, erfolgreicher, fitter und gesünder werden, um wirklich glücklich zu sein. Es ist kein Wunder, dass aus eigentlich gesunden Freizeitaktivitäten wie Besuchen im Fitnessstudio, Ausdauerlauf durch den Park oder Ausflüge mit dem Rennrad mitunter Sportsucht entstehen kann. Das perfide: Sport wird in unserer Gesellschaft als etwas sehr Positives angesehen, wer Sport treibt, erhält von seinen Mitmenschen Anerkennung. Die eigene körperliche Veränderung spornt an, am Ball zu bleiben und ja keine Einheit ausfallen zu lassen.

Sport kann süchtig machen. Wenn das Training zur Sucht wird, empfinden Betroffene entzugsartige Gefühle, sie opfern immer mehr Freizeit und Arbeitszeit für ihren Sport, sie erleben Kontrollverlust und ordnen dem Sport alles andere unter und sie trainieren trotz negativer körperlicher und psychischer Auswirkungen des Sports immer weiter. In einer Übersichtsstudie von 2021 wurde ebenfalls festgehalten, dass Betroffene von Sportsucht häufig auch unter Essstörungen leiden.

Wie Nasensprays zur Sucht werden können

Sucht entsteht nicht nur im Kopf. Auch unser Körper kann abhängig von bestimmten Stoffen werden. So etwa Nasenspray. Viele Sprays, die wir bei Erkältungen nur zu gerne verwenden, nutzen bestimmte Wirkstoffe mit abschwellenden Effekten. Solche abschwellenden Stoffe werden Sympathomimetika genannt. Xylometazolin und Oxymetazolin etwa sind in vielen abschwellenden Nasensprays enthalten. Sie lassen geschwollen Blutgefäße in den Nasenschleimhäuten schrumpfen und erlauben uns so, endlich wieder frei durchatmen zu können.

Wer solche Nasensprays aber über einen zu langen Zeitraum von mehreren Tagen und Wochen regelmäßig benutzt, kann die Nasenschleimhaut ungewollt an den abschwellenden Stoff gewöhnen. Studien haben gezeigt, dass dann körperliche Abhängigkeiten entstehen können. Ohne die externe Zugabe des Wirkstoffes schwellen die Blutgefäße in der Nase immer wieder zu. Dann wird nicht nur der Schnupfen chronisch, sondern auch der Griff zum Nasenspray. Ein Teufelskreis, der tatsächlich nur mit einem kalten Entzug durchbrochen werden kann. Und: Wer am Nasenspray hängen bleibt, riskiert chronisch trockene Schleimhäute und Bakterienbefall der Nasennebenhöhlen, was wiederum zur Stinknase führt.

Mehr erfahren: Wie aus Nasensprayssucht eine Stinknase entstehen kann > >

Süchtig nach… Käse?

Zwar hat man auch in der Forschung noch nie etwas von Fällen gehört, bei denen Personen Familie und Arbeit verloren hätten, um ihre unkontrollierbare Käsesucht auszuleben, chemisch betrachtet hat Käse aber tatsächlich das Potenzial zum Suchtmittel. Forschende der Universität in Michigan stellten fest, dass das im Käse enthaltene Kasein strukturell ähnlich funktioniert wie süchtig machende Opiate und bestimmte Opioidrezeptoren im Gehirn anspricht. Das mag eine Erklärung dafür sein, warum wir es mit dem Käsekonsum auch wider besseren Wissens öfter einmal übertreiben.

Auch spannend: Das sind die ungesündesten Käsesorten > >

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