Diabetischer Fuß: Behandlung und Vorbeugung

Diabetischer Fuß: Behandlung und Vorbeugung

Der diabetische Fuß ist eine mögliche Folge der Zuckerkrankheit und kann im schlimmsten Falle in einer Amputation münden. Wir stellen Ihnen das Krankheitsbild vor, wie es medizinisch behandelt wird und was Sie zur Vorbeugung unternehmen können.

In Deutschland sind zwischen 2 und 10 Prozent aller Diabetiker:innen vom diabetischen Fußsyndrom betroffen – das sind etwa 160.000 bis 800.000 Menschen. Dabei wird das Fußgewebe im schlimmsten Falle so stark beschädigt, dass einzelne Zehen oder sogar der gesamte Fuß amputiert werden müssen. Das hat es mit diesem Krankheitsbild auf sich.

Was ist das Diabetische Fußsyndrom?

Welchen Schaden ein schlecht eingestellter Diabetes anrichten kann, wird anhand des diabetischen Fußsyndroms deutlich. Ein langjährig erhöhter Blutzuckerspiegel beschädigt sowohl die Blutgefäße (diabetische Angiopathie) als auch Nervenbahnen (diabetische Neuropathie), wodurch sich die Durchblutung und das Empfinden an bestimmten Körperstellen stark verringern. Am häufigsten sind die Füße von Diabetiker:innen betroffen – die Durchblutung nimmt ab, ein leichtes Taubheitsgefühl breitet sich aus und kleine Verletzungen werden nicht mehr wahrgenommen.

Aufgrund der häufig gestörten Wundheilung bei Diabetes können vermeintlich harmlose Wunden in einer lebensgefährlichen Infektion münden. Breitet sich ein Keim in der Blutbahn aus, kann es zu einer sogenannten Sepsis kommen – eine Blutvergiftung mit möglicher Todesfolge. Umso wichtiger ist es, einen diabetischen Fuß möglichst frühzeitig zu erkennen und die ärztliche Behandlung einzuleiten.

Diabetischer Fuß: Behandlung und Vorbeugung

Ab einem gewissen Schweregrad muss die Verbreitung der Infektion durch eine Amputation aufgehalten werden. Damit es nicht dazu kommt, steht Ärzten ein Werkzeugkasten an weiteren Maßnahmen zur Verfügung: Gegen bakterielle Infekte gehen sie mit Antibiotika vor. Am Fuß entstandene Wunden werden adäquat versorgt und in ihrer Heilung unterstützt. Ist bereits Gewebe abgestorben, kann der entsprechende Bereich chirurgisch entfernt werden, um weitere Nekrosen zu verhindern. Auch Bypässe können im Unterschenkel gelegt werden, um die gestörte Durchblutung und Gefäßverschlüsse auszugleichen. Um die Füße zu entlasten, sollten Betroffene zudem auf passendes Schuhwerk achten, außerordentliche Hygiene und Fußpflege betreiben sowie körperlich aktiv werden, um die Durchblutung anzuregen.

Zur Vorsorge und Vorbeugung eines diabetischen Fußes können Sie außerdem auf folgende Punkte achten:

  • Kontrollieren Sie Ihre Füße regelmäßig auf Verletzungen
  • Nehmen Sie alle ärztlichen Kontrolltermine wahr
  • Lassen Sie Ihren Blutzucker optimal einstellen
  • Treiben Sie Sport und ernähren Sie sich ausgewogenen, um den Blutzucker zu senken
  • Tragen Sie ausschließlich passendes Schuhwerk ohne Druckstellen
  • Lassen Sie mögliche Fuß- und Nagelpilze ärztlich behandeln
  • Desinfizieren Sie auftretende Wunden und lassen Sie sie adäquat ärztlich versorgen

Quellen: gesundheitsinformation.de, diabinfo.de, aerzteblatt.de

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