Alzheimer: So lässt sich die Demenz verlangsamen

Alzheimer: So lässt sich die Demenz verlangsamen

Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz und kann nicht geheilt werden, allerdings kann man den Verlauf der Krankheit verzögern. Mit diesen Tipps steuern Sie dem Vergessen entgegen.

Die häufigste Form einer Demenz ist die Alzheimer-Krankheit, die sich durch einen zunehmenden Verlust der geistigen Fähigkeiten äußert. Dazu zählen Vergesslichkeit, Orientierungslosigkeit oder Schwierigkeiten des Sprachverständnisses. Die genaue Ursache von Alzheimer ist nicht vollkommen bekannt. Vermehrt haben Alzheimer-Patienten Ablagerungen durch bestimmte Eiweißstoffe im Gehirn, welche die Nervenzellen zerstören. Zudem geht Alzheimer mit Veränderungen von Botenstoffen einher, welche die Übertragung der Impulse zwischen den Nervenzellen des Gedächtnissystems beeinträchtigt.

Mit diesen Tipps bremsen Sie Alzheimer aus

Alzheimer ist nicht heilbar, aber mit Medikamenten behandelbar. Darüber hinaus gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Demenz zu verlangsamen.

Körperliche Aktivität

Regelmäßige Bewegung ist ein wahrer Jungbrunnen und übt sich daher auch positiv auf eine bestehende Alzheimer-Krankheit aus. Gestalten Sie Ihren Alltag aktiv. Sei es, dass Sie statt des Aufzugs die Treppen nehmen sowie viele Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Auch einfache Hausarbeiten wie Gärtnern oder Handarbeiten können dazu beitragen, das Demenzrisiko zu senken. Wenn es sich körperliche Verfassung zulässt, machen Sie Ausdauersport. Walken, Wandern, Schwimmen oder Radfahren beeinflussen positiv Ihre kognitiven Leistungen. Die regelmäßige Bewegung fördert die Durchblutung im Gehirn und schützt vor weiteren Entzündungsprozessen.

Soziale Kontakte pflegen

Um ein Fortschreiten der Demenz einzudämmen, sollten Sie Ihre sozialen Kontakte pflegen. Der Umgang mit anderen Menschen wirkt sich positiv auf Ihre kognitiven Fähigkeiten aus. Vor allem ältere Menschen sind öfters einsamer, was zu Tatenlosigkeit und wiederum zu einem Fortschreiten der Demenz führt. Beteiligen Sie sich daher an sozialen Aktivitäten und besuchen Sie zum Beispiel einen Volkshochschulkurs, machen Sie einen Tanzkurs oder schließen Sie sich einer Reisegruppe an. Auch ein Ehrenamt ist eine tolle Möglichkeit, gleichzeitig etwas Sinnvolles zu stiften und soziale Kontakte zu knüpfen.

Gehirnjogging

Wer regelmäßig seine grauen Zellen anstrengt, bleibt geistig fit. Das Gehirn reagiert vor allem auf Reize, die mit Interesse und Spannung aufgenommen werden. Angehörige können daher mit dementen Menschen über Themen sprechen, die auf Interesse stoßen. Diese Form von Gedächtnistraining verbessert die Durchblutung des Gehirns und fördert die Bildung neuer Nervenzellverknüpfungen. Wenn die Alzheimer-Krankheit bereits vorangeschritten ist, ist vor allem das Kurzzeitgedächtnis beeinträchtigt. Das Langzeitgedächtnis ist allerdings noch länger aktiv. Um kognitive Reize zu stimulieren, sollten Angehörigen alte Erinnerungen bei der betroffenen Person wecken – das können zum Beispiel alte Lieder oder ein bestimmtes Gericht sein.

Helfen Sie Ihrem Gedächtnis auf die Sprünge, indem Sie im Alltag kleine Erinnerungshilfen nutzen. Notieren Sie alle Termine in einen Kalender, stellen Sie sich eine Erinnerung in den Kalender oder hängen Sie wichtige Notizen gut sichtbar auf. Auch eine feste Tagesstruktur gibt Sicherheit und erleichtert das Leben mit Demenz.

Weitere Informationen zu Alzheimer: Hier finden Sie einen hilfreichen Leitfaden für Menschen mit Demenz von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft >>

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