25. Juni 2021
Delta-Variante: Andere Symptome als bisher


Delta-Variante: Andere Symptome als bei bisherigen Corona-Infektionen

Die ansteckende Delta-Variante breitet sich weiter aus. Auch hierzulande steigen die Infektionszahlen. Das Tückische: Ihre Symptome unterscheiden sich von der ursprünglichen Variante.

Die in Indien entdeckte Delta-Variante breitet sich in schneller Geschwindigkeit in Europa aus. Besonders stark betroffen ist zurzeit Großbritannien. Dort macht die Mutation rund 90 Prozent der Corona-Fälle aus. Aber auch in Deutschland werden zunehmend mehr Infektionen gemeldet. Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) haben sich die Corona-Infektionen in Deutschland mit der Delta-Variante innerhalb einer Woche fast verdoppelt und liegen nun bei rund 15 Prozent. Virologen rechnen mit einer weiteren Zunahme.

Frank Ulrich Montgomery, der Vorsitzende des Weltärztebundes, warnte im Gespräch mit der Funke Mediengruppe: „Das Tückische bei dieser Variante ist, dass Infizierte sehr schnell eine sehr hohe Viruslast im Rachen haben und damit andere anstecken können, bevor sie überhaupt merken, dass sie sich infiziert haben.“

Symptome der Delta-Variante

Die Symptome einer Infektion mit der Delta-Variante unterscheiden sich von den körperlichen Anzeichen der anderen Corona-Mutanten. Demzufolge leiden Patienten am häufigsten unter Kopfschmerzen, einer laufenden Nase, oder einer rauen Kehle, wie die BBC berichtete. Auch Fieber kann weiterhin auftreten.

Tim Spector vom King’s College London, der die Zoe Covid Symptoms-Studie leitet und die gemeldeten Symptome auswertet, sagte dem Sender: „Seit Anfang Mai haben wir uns die häufigsten Symptome der App-Nutzer angeschaut – und sie sind nicht mehr dieselben wie zuvor.“ Ein entscheidendes Anzeichen, was bei der Delta-Variante nicht auftritt, ist der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns. Das macht die Virus-Variante so gefährlich und lässt sie leicht mit einer einfachen Erkältung verwechseln. Bei den ursprünglichen Corona-Varianten traten Husten, Halsscherzen, Abgeschlagenheit, Muskelschmerzen und Fieber auf.

Delta-Variante: Vollständige Impfung schützt vor schweren Verläufen

Laut einer britischen Datenanalyse verhindert eine zweifache und somit vollständige Impfung mit Biontech/Pfizer oder AstraZeneca sehr gut schwere Krankheitsverläufe bei der Delta-Variante. Die Schutzwirkung einer vollständigen Impfung mit Biontech liegt bei etwa 90 Prozent. Laut der Behörde Public Health England (PHE) sei die Effektivität in etwa so hoch wie bei der zuvor dominierenden Alpha-Variante. Für den anderen mRNA-Impfstoff Moderna liegen noch keine Daten vor. Man erwartet aber eine genauso hohe Wirkung. Bei der Impfung mit dem Vektorimpfstoff von AstraZeneca ist die Wirksamkeit geringer. Sie schützt zu 60 Prozent vor einer Ansteckung mit der Delta-Variante. Bei der Alpha-Variante betrug diese noch 66 Prozent.

Eine einfache Impfung schützt gerade einmal zu 33 Prozent vor der ansteckenden Delta-Variante. Aus diesem Grund ist es entscheidend, dass so schnell wie möglich, alle impfwilligen Menschen geimpft werden. Nur so kann eine vierte Welle im Herbst möglichst verhindert werden.

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