25. Oktober 2021
Das passiert, wenn Sie täglich Leitungswasser trinken

Das passiert, wenn Sie täglich Leitungswasser trinken

Viel trinken ist gesund – umso besser, wenn das Wasser dann noch aus dem Hahn und nicht aus der Flasche kommt. Erfahren Sie, wie sich das Trinken von Leitungswasser auf Ihre Gesundheit und die Umwelt auswirkt.

Es ist schon lange bekannt, dass Leitungswasser als eine bedenkenlose Alternative zu Mineralwasser gilt. Solange es sich keine Bleileitungen im Haus befinden, können Sie das Kranwasser ohne Probleme trinken. Wie sich das tägliche Trinken von Leitungswasser auf Ihre Gesundheit und auf die Umwelt ausübt, verraten wir Ihnen genauer.

Diese Dinge passieren, wenn Sie Leitungswasser trinken

1. Sie trinken mehr

Sofern Sie Ihr Leitungswasser nicht durch einen Wasserspender mit Kohlensäure versetzen, bleibt ihr Wasser still. Das hat den Vorteil, dass Sie leichter mehr Wasser zu sich nehmen können. Mineralwasser mit Sprudel kann häufigeres Aufstoßen oder einen Blähbauch verursachen. Wer langfristig täglich viel trinkt, fühlt sich fitter. Da unser Körper mit mehr mit Flüssigkeit versorgt ist, sind wir leistungsfähiger, leiden weniger unter Kopfschmerzen oder verspüren weniger Heißhunger. Auch optisch macht sich das Wassertrinken bei uns bemerkbar: Unsere Haut wirkt praller und strahlender. Denn ist der Körper dehydriert, nimmt die Haut an Elastizität ab und es entstehen leichter Trockenheitsfältchen im Gesicht.

2. Sie nehmen weniger Natrium zu sich

Viele Menschen greifen nach wie vor zu gekauftem Wasser, um mehr Mineralstoffe zu sich zu nehmen. Auch wenn die Menge an Mineralien wie Kalzium, Magnesium und Eisen höher ist als in Leitungswasser, kann unser Körper diese gar nicht vollständig verarbeiten. In Mineralwasser befindet sich auch Natrium. Das Salz ist in höheren Mengen ungesund für uns und kann Bluthochdruck oder andere Herz-Kreislauf-Krankheiten begünstigen. Denn durch unsere tägliche Nahrung nehmen wir schon mehr als genug Natrium auf.

3. Ihre Umweltbilanz bessert sich

Wer Leitungswasser trinkt, lebt nachhaltiger. Denn fast jedes Kranwasser kommt aus der Region und muss daher keine langen Transportwege zurücklegen. Wer importiertes Mineralwasser trinkt, hat laut Verbraucherzentrale eine 600 Mal höhere Klimabelastung als bei Leitungswasser. Allein in Deutschland sind laut Verbraucherzentrale im vergangenen Jahr rund eine Milliarde Liter Mineralwasser importiert worden. Ebenfalls auf die Ökobilanz schlagen die Herstellung, die Reinigung, Abfüllung und die Entsorgung der Flaschen.

4. Sie nehmen mehr Kalk zu sich

Leitungswasser wird in Deutschland in verschiedene Härtegrade unterteilt. „Hartes“ Wasser ist besonders kalklastig. Das klingt zunächst erstmal einmal erschreckend und wenig gesund. Doch Kalk ist nichts anderes als ein Mineral, das unter anderem aus Magnesium und Kalzium besteht. Beides sind wichtige Stoffe für unsere Knochen und Zähne. Um zu prüfen, wie kalkhaltig Ihr Leitungswasser ist, können Sie mit einem Teststreifen die Wasserhärte checken.

5. Sie können Schwermetalle aufnehmen

Blei, Nickel oder Kupfer stellen eine gesundheitliche Gefahr dar und können aufgrund von alten Bleirohren ins Wasser gelangen und unbemerkt in den Körper gelangen. Alte Bleirohre sind zum Teil in sehr alten Gebäuden noch zu finden und sollten auf jeden Fall ausgetauscht werden. Um zu prüfen, ob Ihr Wasser belastet ist, können Sie einen Schwermetall-Trinkwassertest durchführen.

Außerdem gilt: Wenn Sie den Wasserhahn länger nicht benutzt haben, sollten Sie das Wasser so lange laufen lassen, bis es ganz kalt aus der Leitung kommt.

6. Sie stoßen weniger auf

Sprudelwasser wird als besonders spritzig und erfrischend wahrgenommen. Allerdings sorgt die Kohlensäure für häufigeres Aufstoßen. Wer einen empfindlichen Magen und Darm hat und beispielsweise häufiger unter Beschwerden wie Sodbrennen leidet, sollte daher besser zu stillem Leitungswasser greifen.

7. Sie können Keime zu sich nehmen

In unserem Trinkwasser können sich E.coli-Bakterien befinden. Nehmen wir diese auf, können wir krank werden und unter anderem Durchfall, Harnwegsinfekte oder Lungenentzündungen bekommen. Das Bakterium darf laut Trinkwasserverordnung im Trinkwasser nicht vorkommen. Durch Fäkalien oder eine schlecht gewartete Hausinstallation kann es jedoch zu einer Verunreinigung kommen. Mithilfe einer Wasseranalyse können Sie Ihr Trinkwasser auf mögliche Bakterien testen.

8. Sie können Chlor zu sich nehmen

In der Regel sollte Leitungswasser geschmacklos sein. Wenn Ihr Wasser allerdings nach Chlor riecht, kann es dafür mehrere Ursachen geben: Zum einen können starke Regenfälle oder Kanalüberschwemmungen eine bakteriologische Verunreinigung des Trinkwassers riskieren. Um dies zu vermeiden, ist ein kurzzeitiger Zusatz von Chlor notwendig. Ein schneller Tipp, um den Chlorgeschmack zu entfernen: Das Wasser für 15 Minuten kochen lassen.

9. Sie sparen Geld

Dieser Aspekt hat zugegebenermaßen nicht direkt etwas mit Ihrer Gesundheit oder der Umwelt zu tun, ist aber auf jeden Fall erwähnenswert: Wer langfristig Leitungswasser trinkt, spart enorm viel Geld. Laut Umweltbundesamt zahlen wir landesweit etwa 0,2 Cent pro Leitungswasser. Günstiges Mineralwasser vom Discounter kostet etwa 13 Cent pro Liter.

10. Sie vermeiden Plastikmüll

Laut der Deutschen Umwelthilfe werden in Deutschland stündlich 2 Millionen Einweg-Plastikflaschen verbraucht. Pro Kopf verbraucht jeder von uns etwa 210-Einweg-Plastikflaschen, für dessen Herstellung oftmals Rohöl gebraucht wird. Hinzu kommt, dass massenhaft Plastikmüll in unseren Meeren landen und diese verschmutzen. Genug Gründe also, um von abgefüllten Mineralwasser in Plastikflaschen zu Leitungswasser zu wechseln.

Wie Sie die Qualität Ihres Leitungswassers überprüfen können

Unser Leitungswasser wird streng kontrolliert und weist eine exzellente Qualität auf. Wer allerdings nicht weiß, ob sich im Haus alte Wasserleitungen befinden oder den Verdacht hegt, das Kranwasser könnte unsauber sein, kann es gezielt beim örtlichen Wasserwerk testen lassen. Hierfür können Sie einfach selbst Proben entnehmen und diese dort abgeben, um sie unter anderem auf Kupfer, Blei oder Nickel untersuchen zu lassen.

So genießen Sie Ihr Leitungswasser ideal

Video: Warum ein Glas Wasser am Morgen so gut ist

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