Zöliakie: 3 Symptome

Zöliakie: 3 Symptome

Menschen mit Zöliakie müssen penibel darauf achten, dass sie kein Gluten zu sich nehmen. Sonst kann sich die Autoimmunerkrankung durch die folgenden Symptome und Beschwerden äußern.

Was ist Zöliakie?

Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die Immunzellen von Betroffenen mit einer Entzündungsreaktion im Dünndarm auf das Klebereiweiß Gluten reagieren. Langfristig zerstören diese Entzündungen die für die Nährstoffaufnahme wichtigen Darmzotten. Nur durch die vollständige Abstinenz von glutenhaltigen Lebensmitteln wie Weizen, Roggen oder Dinkel können die Entzündungsreaktionen des Immunsystems verhindert werden. Dann können Betroffene allerdings ein beschwerdefreies Leben führen. Essen sie hingegen glutenhaltige Produkte, kann es zu folgenden Symptomen kommen.

Zöliakie: 3 Symptome

Eine Zöliakie kann individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein und die vielfältigen Symptome äußern sich nicht nur im Verdauungstrakt. Die folgenden Beschwerden gehören zu den am häufigsten auftretenden.

1. Verdauungsbeschwerden

Da der Dünndarm besonders stark unter den dort auftretenden Entzündungen leidet, sind Probleme mit der Verdauung bei Menschen mit Zöliakie keine Seltenheit. Neben Bauchschmerzen und Übelkeit treten vor allem Durchfälle sowie Blähungen oder ein Blähbauch auf. Treten diese Verdauungsbeschwerden ausschließlich nach dem Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln auf, könnte dies ein Hinweis auf eine Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie sein.

Wichtig: Es gibt bestimmte Lebensmittel, die zwar selbst kein Gluten enthalten, aber im Herstellungsprozess mit glutenhaltigen Substanzen oder Spuren von Gluten in Kontakt kommen können. Hierzu gehören beispielsweise Haferflocken, welche es daher auch in einer speziell als glutenfrei gekennzeichneten Variante gibt.

2. Gewichtsabnahme

Neben unangenehmen gastrointestinalen Beschwerden stellt die verschlechterte Nährstoffaufnahme ein Hauptproblem der Zöliakie dar. Infolge der Entzündungsreaktion nehmen die Darmzotten nämlich Schaden und gehen zugrunde. Dadurch verkleinert sich die Oberfläche im Dünndarm und weniger Nährstoffe können aufgenommen werden. Besonders davon betroffen sind Mineralstoffe wie Eisen und Calcium, aber auch Vitamine wie Vitamin B12 oder Vitamin K. Darüber hinaus kommt es bei vielen Patient:innen zu einer ungewollten Gewichtsabnahme. In einer Studie der University of Iowa berichteten zwei Drittel aller Proband:innen, dass sie in dem halben Jahr vor der Zöliakie-Diagnose ungewollt an Gewicht verloren hatten und zum Teil unter Untergewicht litten. Gerade bei Kindern, die sich noch in der Entwicklung befinden, kann dies unter Umständen zu Wachstums- und Entwicklungsstörungen führen, weswegen eine schnelle Diagnose sowie ärztliche Behandlung essentiell ist.

Tipp: Da Gluten an sich nicht ungesund ist, sollten Sie nur bei einer Zöliakie darauf verzichten. Denn Vollkorngetreide enthält wertvolle Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine.

3. Müdigkeit

Eine weitere Folge der Entzündungen und des Nährstoffmangels kann ungewöhnliche Müdigkeit sein. Betroffene fühlen sich oft antriebslos und einfach schlapp, da ihnen essentielle Nährstoffe und Energie fehlen. Auch auf die Stimmung kann sich Zöliakie auswirken, sodass es zu leichter Gereiztheit und Stimmungsschwankungen kommen kann.

Wichtig: Bei auftretenden Beschwerden sollten Sie sich stets an Ihren Arzt wenden, um eine mögliche Zöliakie diagnostizieren zu lassen. Hierfür sind Bluttests sowie eine Dünndarmbiopsie – die Entnahme einer Gewebeprobe aus dem Verdauungsorgan – geeignet.

Quellen: dzg-online.de, allergieinformationsdienst.de

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