25. Dezember 2020
Blähungen verhindern: Ursachen und Hausmittel

Ursachen von Blähungen und Tipps dagegen

Wer von einem Blähbauch oder Gasbauch geplagt wird, kennt die unangenehmen Beschwerden nur zu gut. Wir erklären die Ursachen für überschüssige Luft im Bauch und welche Hausmittel Ihnen gegen Blähungen helfen.

Das prägnante Kennzeichen eines Blähbauchs, in der Fachsprache auch Meteorismus genannt, ist der ungewöhnlich weit vorgewölbte Bauch des Betroffenen. Er kommt dadurch zustande, dass sich zu viel Luft im Bauch ansammelt und diese auf natürlichem Weg nicht ausreichend entweichen kann. Aufstoßen, das Abgehen von Darmwinden oder das Ausatmen über die Atemluft reicht also nicht aus, um sämtliche Luft und Gase aus der Bauchregion abzutransportieren. Das führt zu Beschwerden beim Betroffenen.

Die typischen Symptome, die mit einem geblähten Bauch einhergehen, sind häufiges Aufstoßen, Völlegefühl, Magendruck, Darmgeräusche, Blähungen, Schmerzen im Ober- oder Unterbauch und eben die deutliche Vergrößerung des Bauchs.
Aufgrund dessen wird der Blähbauch von den Betroffenen nicht nur wegen seiner optischen Erscheinung als sehr unangenehm empfunden.

Wir erklären Ihnen die Ursachen von Blähungen und geben Ihnen praktische Tipps und Hausmittel, um dem Meteorismus vorzubeugen und ihn zu lindern.

Ursachen von Blähungen nach dem Essen

Zwei grundlegende Ursachen verschulden den aufgeblähten Bauch und die daraus resultierenden Beschwerden. Ein Grund ist, wenn der Betroffene zu viel Luft verschluckt hat. Es ist natürlich, dass mit der Nahrung zusammen auch Luft geschluckt wird. Wenn man allerdings zu hastig und in Eile isst oder während des Kauens spricht, kann es dazu kommen, dass zu viel Sauerstoff verschluckt wird. Diese Luft staut sich dann im Bauchraum an und sorgt dort für das Völlegefühl und die Blähungen. Es kann aber auch zu Meteorismus kommen, wenn die Darmbakterien zu viel Gas produzieren. Wenn man viele Lebensmittel zu sich nimmt, die unverdaut in den Dickdarm gelangen, muss dieser mehr arbeiten. Besonders kohlenhydrat- und proteinreiche Nahrung verursacht diesen unschönen Nebeneffekt. Die zusätzliche Arbeit führt dann zu vermehrter Gasproduktion im Magen-Darm-Trakt und damit zu der überschüssigen Luft im Bauch.

Weitere Ursachen eines Blähbauchs

Die Folge ist bei beiden Mechanismen jeweils dieselbe: Die Luft im Bauch entweicht auf natürlichem Wege zu langsam aus dem Verdauungssystem. Der Bauch des Betroffenen füllt sich mit Luft und wölbt sich, der Blähbauch und die Blähungen entstehen. Aber auch manche gesundheitlichen Umstände können zu den Symptomen eines Blähbauchs führen. Dazu gehören unter anderem eine Schwangerschaft, eine Ernährungsumstellung, Darmparasiten, sämtliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder das Reizdarmsyndrom.

Auch kann die Einnahme von Antibiotika einen Blähbauch verursachen. Sprechen Sie deshalb unbedingt mit Ihrem Hausarzt, wenn die Beschwerden trotz folgender Haushaltstipps bestehen bleiben sollten. Eine medizinische Ursache sollte unbedingt ausgeschlossen werden bzw. bedürfen vom Arzt festgestellte Krankheiten einer speziellen Therapie. Wir haben für Sie eine Liste an Tipps und Hausmitteln zusammengestellt, die unangenehmen Blähungen vorbeugen und das unschöne Völlegefühl beseitigen.

Tipps und Hausmittel gegen Blähungen

Schwer verdauliche Lebensmittel führen zu Blähungen

Wie gut oder schlecht man Nahrungsmittel verträgt, ist individuell unterschiedlich. Es gibt aber eine Reihe von Lebensmitteln, die vom Menschen allgemein schlechter vertragen werden und die Verdauung behindern. Testen Sie am besten selbst, was Ihrem Körper guttut und welches Essen zu Bauchschmerzen und Unwohlsein führt. Achten Sie aber darauf, gesund und ausgewogen zu essen – das hilft dem Körper in jeglicher Hinsicht. Allgemein eher schlecht für die Verdauung sind Kohl, Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Pilze, fettiges Essen, sehr süße Lebensmittel sowie Lebensmittel mit Zuckerersatzstoffen.

Kleine Portionen essen

Zu große Portionen können ebenfalls zu viel Luft im Bauch verursachen. Der Körper kann besser mehrere kleine Portionen verdauen als vereinzelte, üppige Mahlzeiten. Tipp für kleinere Portionen: Servieren Sie Ihr Essen auf kleineren Tellern. Das Gehirn verbindet nämlich einen vollen Teller – selbst wenn dieser klein ist – mit einer sättigenden Mahlzeit. Kleine Teller führen automatisch dazu, dass wir weniger essen und uns schneller satt fühlen.

Gründlich kauen

Zu hastiges Essen, bei dem eine Menge an Luft verschluckt wird, ist eine häufige Ursache für einen Blähbauch. Beugen Sie dem vor und lassen Sie sich Zeit beim Essen. Kauen Sie Ihre Nahrung gründlich und bewusst. Zu große, unverdaute Lebensmittel bescheren dem Magen mehr Arbeit, die Nahrung zu zersetzen und führen zum klassischen Symptom des Völlegefühls.

Wasser trinken

Kohlensäurehaltige Getränke wie Softdrinks und Saftschorlen bedingen einen Blähbauch. Ebenso können Kaffee und gesüßte Getränke überfordernd für Ihren Magen sein. Bleiben Sie stattdessen lieber bei stillem Wasser und ungesüßten Tees. Trinkt davon mindestens 1,5 Liter täglich, damit der Magen genug Flüssigkeit hat, um die Nahrung zu zersetzen.

Bewegung hilft gegen Blähungen

Ob ein kurzer Verdauungsspaziergang nach den Mahlzeiten oder eine Runde Sport – Bewegung ist gesund und bringt den Kreislauf und die Verdauung in Schwung. Das hilft dem Magen-Darm-Trakt und beugt Beschwerden vor. Eine Aktivierung der Beinmuskulatur führt immer auch zu einer Erhöhung der Darmmotilität – Muskelkontraktionen im Darm, die die Verdauung fördern und Blähungen lösen. Spaziergänge, Treppensteigen und ein paar Kniebeugen zwischendurch helfen dabei, einem langsamen Darm vorzubeugen. Zu intensiv sollte der Sport jedoch nicht sein, da starke Belastungen die Darmaktivität wiederum mindern.

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Lebensmittel gegen Blähungen

Wer unter einem Blähbauch leidet, sollte folgende Lebensmittel immer daheim haben: Fenchel, Kümmel, Ingwer, Cranberrys, Pfefferminzöl und Wassermelone.

  • Fenchel bekämpft Völlegefühl, Verdauungsbeschwerden und Blähungen. Hierzu einfach einen Esslöffel Fenchelsamen mit heißem Wasser aufgießen oder eine Fenchelknolle anbraten.
  • Kümmel regt den Stoffwechsel an und hilft so bei der Bekömmlichkeit vieler Lebensmittel, da es Blähungen und das Völlegefühl lindert. Das aus der Pflanze gewonnene Kümmelöl hilft bei der Produktion der Magensäure, was wiederum die Verdauungsmuskeln entspannt. Um die Wirkung noch zu verstärken, bietet es sich an, Fenchel-Anis-Kümmel-Kombinationen als Tee zu konsumieren. Diesen finden Sie in vielen Supermärkten und Reformhäusern.
  • Ingwer hilft bei der Fettverbrennung und kann so Bauchschmerzen lindern und die Verdauung anregen. Ein bekanntes Hilfsmittel bei Erkältung ist Ingwer bereits. Doch die asiatische Knolle hilft auch gegen Übelkeit und wirkt desinfizierend. Die Wurzel kann nicht nur als Tee getrunken werden, sondern kann auch sehr gut eine ergänzende Zutat in Smoothies, Salaten oder Suppen sein.
  • Cranberrys wirken sich positiv auf die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts aus und entgiften so den Darm. Die Einsatzmöglichkeiten der Frucht sind vielfältig. Entweder als Saft getrunken, als Frucht gegessen oder frischen Salaten beigemengt. Die kleinen, roten Früchte tun Ihrem Bauch aber im jedem Fall gut!
  • Pfefferminzöl hilft bei Durchfall und Blähungen, da es sich krampflösend und entblähend auf den Magen-Darm-Trakt auslöst. Einfach ein paar Tropfen des Öls in eine Tasse mit heißem Wasser geben und schon wird die Gasbildung in Ihrem Bauch unterbunden. Ein wahres Wundermittel, das Sie in Apotheken und Reformhäusern finden.
  • Wassermelone versorgt den Körper nicht nur mit ausreichend Flüssigkeit, sondern hilft auch überschüssiges Wasser sowie Salze wieder aus dem Körper zu spülen. Unser Tipp: Essen Sie die Wassermelone nicht als Nachtisch, sondern alleine. So ist die Wirkung der Frucht stärker.
Zusätzlich zu unseren Hausmitteln hilft auch eine Tasse Tee oder eine wohltuende Wärmflasche um den Magen-Darm-Bereich zu entspannen und dem Bauch etwas Gutes zu tun.
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