11. Dezember 2020
Symptome: Woran erkenne ich ein Magengeschwür?

Woran erkenne ich ein Magengeschwür?

Eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori ist meist die Ursache für ein schmerzhaftes Magengeschwür. Aber auch die falsche Ernährung oder zu viel Stress können ein Geschwür begünstigen. Bleibt es unbehandelt, kann es zu lebensgefährlichen Blutungen kommen – bei diesen Symptomen sollten Sie daher aufmerksam werden.

Stechende Schmerzen im Oberbauch können auf ein Magengeschwür deuten.
© g-stockstudio/iStock
Stechende Schmerzen im Oberbauch können auf ein Magengeschwür deuten.

Was ist ein Magengeschwür?

Das Magengeschwür (Ulcus ventriculi) zählt zu den häufigsten Erkrankungen des Verdauungstrakts und entsteht meist, wenn der Magensaft zu sauer ist, sodass die Schleimhaut von der aggressiven Magensäure beschädigt wird. Die Ursachen eines Magengeschwürs können unterschiedlich sein: Häufig ist der Grund eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori. Aber auch Stress, Alkohol oder bestimmte Medikamente können ein Magengeschwür begünstigen.

Magengeschwür: Das sind die häufigsten Symptome

Bei einem Magengeschwür haben rund ein Drittel der Betroffenen keinerlei Beschwerden. Folgende körperliche Anzeichen weisen auf ein Geschwür hin und können verstärkt nach dem Essen auftreten:
  • Starke, punktuelle Schmerzen in der Magengegend, die besonders stark im nüchternen Zustand oder nachts sind. Diese können in den Rücken ausstrahlen.
  • Völlegefühl
  • Sodbrennen oder saures Aufstoßen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
  • Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel
  • Blutarmut (Anämie) aufgrund eines blutenden Magengeschwürs
  • Dunkel verfärbter Stuhl

Diagnose und Behandlung eines Magengeschwürs

Sollten Sie über mehrere Tage unter diesen Symptomen leiden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Ein unbehandeltes Magengeschwür kann tiefer in die Wandschichten des Magens vordringen und lebensgefährliche Blutungen verursachen. Eine Magenspiegelung mit einer Biopsie (Gewebeprobe) gibt daher Aufschluss. Ist die Ursache des Geschwürs das Bakterium Helicobacter pylori, werden Antibiotika verschrieben. In der Regel entsteht nach der Behandlung kein weiteres Geschwür und es kommt nicht zu Rückfällen. In den wenigsten Fällen muss ein Geschwür operativ entfernt werden, zum Beispiel bei dem Verdacht auf ein Magenkarzinom (Krebs der Magenschleimhaut) oder bei akuter Durchbruchgefahr der Magenschleimhaut.

Natürliche Hausmittel bei einem Magengeschwür

Greifen Sie bei einem Magengeschwür auf natürliche Hausmittel zurück: Honig hemmt die Vermehrung von Helicobacter pylori Bakterien, verdünnter Aloe vera-Saft hilft beim Abheilen und Süßholz erzeugt eine schützende Schicht über die angegriffene Schleimhaut. Linderungen versprechen auch Kräutertees wie Salbei oder Kamille. Leinöl ist ebenfalls ein effektives Hausmittel, das hilft, Magengeschwüre vorzubeugen. Menschen mit Magenproblemen sollten täglich ein bis drei Esslöffel Leinöl, pur oder in Speisen verfeinert, zu sich nehmen. Aufgrund seiner Fette ist das „flüssige Gold“ besonders entzündungshemmend und verbessert langfristig die Verdauung.

Vorbeugung eines Magengeschwürs

Um langfristig einen gesunden Magen zu haben, ist Stressreduktion, gesunde Ernährung und der Verzicht auf Zigaretten, Alkohol sowie Kaffee ratsam. Nehmen Sie reichlich Obst und Gemüse zu sich, mäßigen Sie Ihren Salz-Konsum und essen Sie keine verarbeiteten Lebensmittel wie Fertiggerichte. Meiden Sie zudem Säfte von Zitrusfrüchten, da diese ebenfalls den Magen reizen. Essen Sie über den Tag verteilt kleinere Portion.
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