18. Oktober 2021
Stuhlgang: 8 Fehler, die Sie auf der Toilette machen

Machen auch Sie diese 8 Fehler beim Stuhlgang?

Stuhlgang ist für uns Menschen eigentlich keine große Sache. Wir gehen täglich auf die Toilette, ohne darüber nachzudenken. Allerdings kann man auf dem Klo überraschend viel falsch machen. Begehen auch Sie diese acht Fehler?

Jeder tut es – manche Menschen täglich, andere mehrmals wöchentlich. Die Rede ist vom Stuhlgang. Doch egal wie oft Sie das stille Örtchen aufsuchen, beim Toilettengang gilt es einiges zu beachten. Aber was eigentlich genau? Wir erklären, welche 8 Fehler die meisten Menschen auf Toilette machen.

Stuhlgang: 8 Fehler, die Sie auf der Toilette machen

1. Sie sitzen falsch

Bereits beim Hinsetzen können erste Fehlerquellen auftauchen. Und zwar ist die Höhe des Toilettensitzes von entscheidender Bedeutung für unsere Sitzposition. Ist der Sitz zu hoch – oder Ihre Beine zu kurz – sitzen Sie zu aufrecht. Allerdings ist eine hockende Position besser für die Darmpassage und einen reibungslosen Stuhlgang. Sind die Beine leicht angezogen und die Knie in einer höheren Position als unser Hintern, geht der Stuhlgang quasi von alleine, ohne dass wir mit Pressen nachhelfen müssen. Zwar können Sie Ihren Toilettensitz natürlich ohne größeren Aufwand nicht in der Höhe verstellen oder austauschen. Allerdings gibt es einen einfachen Trick: ein kleines Höckerchen. Besorgen Sie sich einen Hocker oder einen anderen Gegenstand, auf dem Sie Ihre Füße während des Stuhlgangs positionieren können, damit Ihre Sitzhaltung eher einer Hocke ähnelt. So kann sich Ihre Beckenbodenmuskulatur entspannen und der Schließmuskel ganz ohne Nachhelfen öffnen.

2. Sie pressen zu stark

Klar, manchmal muss es schnell gehen – oder aber man ist leicht verstopft und will dem Darm ein bisschen nachhelfen. Starkes Pressen beim Stuhlgang kann jedoch dazu führen, dass Sie durch den erhöhten Druck kleine Gefäße im Enddarm verletzen, was wiederum zu Analfissuren führen kann. Außerdem können sich durch regelmäßiges starkes Pressen die Gefäßpolster am Darmausgang nach außen stülpen und vergrößern. Die Folge ist das allseits bekannte Hämorrhoidalleiden.

3. Sie benutzen feuchtes Toilettenpapier

Gegen feuchtes Klopapier sprechen sowohl ökologische als auch gesundheitliche Gründe: Die robusteren Fasern zersetzen sich nicht im Wasser, wodurch sie nicht so leicht abbaubar sind wie herkömmliches Toilettenpapier. Außerdem kann es Ihre Rohre leichter verstopfen. Des Weiteren enthält feuchtes Klopapier oft Inhaltsstoffe wie Parabene, Duftstoffe oder Alkohol, die das natürliche Milieu am After durcheinander bringen können. So können Ekzeme oder Infektionen entstehen. Die bessere und verträglichere Alternative ist das Reinigen des Pos mit warmem Wasser oder einem Waschlappen.

4. Sie wischen falsch ab

Vor allem bei feuchtem oder weichem Stuhlgang neigen wir dazu, sehr häufig und energisch abzuwischen, um den Hintern schnell trocken zu bekommen. Dadurch können Sie allerdings den After wund reiben oder sogar verletzen. Die bessere Alternative ist hier Tupfen. Außerdem sollten Sie immer von vorne nach hinten arbeiten, damit keine Darmkeime an Ihre Genitalien geraten.

Video: Arzt bestätigt – zu dieser Tageszeit sollten Sie auf Toilette gehen

5. Sie lassen den Klodeckel beim Spülen oben

Spätestens seit der Corona-Pandemie ist uns bewusst geworden, dass sich Bakterien und Viren auch über die Luft mittels Aerosole verbreiten können. Ähnlich verhält es sich mit Darmbakterien, die im Kot enthalten sind. Diese verteilen sich – teilweise sichtbar, teilweise unsichtbar – im Badezimmer, wenn wir bei offenem Klodeckel die Spülung betätigen. Schließen Sie daher immer erst den Klodeckel und betätigen dann die Spülung!

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6. Sie sitzen zu lange auf dem Klo

Wer zückt nicht ab und zu mal das Smartphone, um sich während des Stuhlgangs abzulenken und die neuesten Nachrichten zu checken? Wenn Sie auch gerne auf der Toilette lesen und Ihre „Sitzung“ dadurch verlängern, sollten Sie zukünftig lieber ohne Ablenkung aufs Klo gehen. Denn zu langes Sitzen auf der Toilette kann dazu führen, dass der Darm zu sehr nach unten drückt und Ihr Schließmuskel in der Folge ausleiert. Dadurch können wie beim zu starken Pressen Ausstülpungen entstehen – Hämorrhoiden sind die Folge. Um dies zu verhindern und Ihren Beckenboden nicht zu stark zu belasten, sollten Sie Ihre Toilettengänge nicht durch Lesen oder Nachrichten-Schreiben verlängern!

7. Sie benutzen Ihr Smartphone

Nicht nur, um sich vor Hämorrhoiden und anderen Ausstülpungen am Darmausgang zu schützen, sollten Sie auf das Lesen und Schreiben am Smartphone verzichten. Auch aus generellen Hygienegründen sollten Sie davon absehen, das Handy auf der Toilette herauszuholen. Es könnten nämlich bereits Keime am Türgriff auf Sie lauern, welche die Person vor Ihnen hinterlassen hat und welche Sie in der Folge auf Ihrem Smartphone verteilen würden. Für Ihre Gesundheit und Hygiene ist es daher am besten, das Handy gar nicht erst zu zücken.

8. Sie schauen sich das Ergebnis nicht an

Was auf den ersten Blick eklig und unnötig zu sein scheint, kann aus gesundheitlicher Sicht äußerst relevant sein. Denn sowohl die Farbe als auch die Form unseres Stuhlgangs sagen einiges über unseren Gesundheitszustand aus und können sogar auf Krankheiten hindeuten. So kann Blut im Stuhl ein Anzeichen für Darmpolypen oder chronisch entzündliche Erkrankungen wie Morbus Crohn sein. Und auch eine zu harte Konsistenz kann auf einen Flüssigkeitsmangel oder eine verzögerte Darmentleerung hindeuten. Daher sollten Sie stets einen kurzen Blick in die Toilette werfen, wenn Sie das große Geschäft erledigt haben.

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