Vorsorgeuntersuchung Magen-Darmspiegelung: Das sollten Sie vorher wissen

Bevor Sie sich einer Magen- oder Darmspiegelung unterziehen, bedarf es die richtige Vorbereitung. Wir haben für Sie die wichtigsten Punkte zum genauen Ablauf einmal zusammengefasst.

Magen_Darmspiegelung

Ob zur Vorsorge oder bei Beschwerden im Verdauungstrakt – eine Magen- und Darmspiegelung geht der Ursache auf den Grund. Für die meisten klingt diese Untersuchung zunächst unangenehm und schmerzhaft. Jedoch hat sich die Spiegelung stetig weiterentwickelt und ist schneller sowie schonender geworden. Das sollten Sie vor einer Untersuchung wissen:
 

Magen-und Darmspiegelung: Die richtige Vorbereitung

Magenspiegelung: Sie müssen nüchtern sein
Für eine Magenspiegelung müssen Sie nüchtern sein, damit der obere Verdauungstrakt frei von Speisen ist. Heißt also, Sie dürfen acht Stunden vor der Untersuchung nichts mehr essen oder trinken. Dementsprechend empfiehlt es sich, wenn Sie den Termin Ihrer Magenspiegelung morgens wahrnehmen.

Für die Magenspieglung wird ein sogenanntes Gastroskop verwendet. Dieser kleine Kunststoffschlauch wird über den Mund in den Magen eingeführt. Der Rachenraum wird mithilfe eines Sprays betäubt. Ein Beißring hindert Sie daran, aus Versehen auf den Schlauch zu beißen. Nach der Spiegelung kann die Luft, die in den Verdauungstrakt eingeführt wurde, zu Blähungen führen. Ebenfalls kann aufgrund der Untersuchung Ihr Hals trocken sein. Nach der Untersuchung sollten Sie ein bis zwei Stunden mit dem Essen warten, solange der Rachen noch betäubt ist.

Darmspiegelung: Das dürfen Sie vorher essen
Um eine Darmspiegelung (Koloskopie) durchführen zu können, muss der Darm entleert und von Speise- und Stuhlresten gut gereinigt sein.

Eine Woche vor der Untersuchung sollten Sie auf ballaststoffreiche Kost wie geschrotetes Brot, Müsli sowie Obst und Gemüse mit kleinen Kernen wie Tomaten oder Kiwis verzichten, da sie schwerer zu verdauen ist und die Darmreiningung beeinträchtigen kann. Außerdem können die unverdauten Körnchen auch das Endoskop beschädigen und verstopfen.

Zwei Tage vor und nach der Untersuchung sollten Sie wenig blähende Kost essen. Dazu zählen unter anderem mageres Rindfleisch, Geflügel, Reis und auch Teigwaren. Milchprodukte, Kürbis, Hülsenfrüchte, Zwiebeln und Knoblauch sind dagegen tabu.

Am Tag vor der Spiegelung essen Sie am besten Schonkost wie Weißbrot oder Joghurt. Mittags bereiten Sie sich eine klare Gemüsebrühe zu. Ab nachmittags oder abends nehmen Sie eine Abführlösung zu sich, die die Darmreinigung begünstigt. Zusätzlich sollten Sie reichlich trinken, empfehlenswert ist Wasser sowie dünne Schorlen oder Tees. Die genaue Trinkmenge bespricht der Arzt mit Ihnen.
 

Darmspiegelung: So läuft die Untersuchung

Die Darmspiegelung ist die wichtigste und aussagekräftigste Untersuchung zur Früherkennung und Diagnose von Darmkrebs. Der Arzt führt ein Endoskop, ein biegsames, schlauchartiges Gerät durch den After in den Darm ein. An der Spitze dieses Endoskops befindet sich eine Kamera, die das Innere des Darms beleuchtet. Mithilfe des Endoskops untersucht der Arzt das Innere des Darms sowie die Darmschleimhaut und kann Gewebeproben entnehmen sowie Wucherungen der Schleimhaut abtragen. Die gesamte Darmspiegelung dauert etwa 20 bis 30 Minuten und ist weitgehend schmerzfrei. Auf Wunsch können Sie ein Beruhigungsmittel bekommen, das Sie in einen Dämmerschlaf versetzt.
 
 
Datum: 04.11.2020
Autorin: Kristina Regentrop