26. Februar 2021
Hämorrhoiden: Wann muss ich zum Arzt?

Hämorrhoiden: Wann muss ich einen Arzt aufsuchen?

Jeder Mensch hat Hämorrhoiden. Im normalen Zustand bereiten die Gefäßpolster am After keinerlei Probleme. Sind sie jedoch vergrößert, verursachen sie Beschwerden. Wann sollte man einen Arzt aufsuchen? 

Was sind Hämorrhoiden?

Jeder hat Hämorrhoiden! Gut durchblutete, schwammartige Gefäßpolster, die am Enddarmausgang oberhalb des Afters sitzen. Zusammen mit dem Schließmuskel dichten die Hämorrhoiden den After ab. Sind die Hämorrhoiden vergrößert – Gründe sind zu starkes Pressen auf der Toilette, Verstopfungen oder harter Stuhl – können sie Beschwerden auslösen. 

Symptome von vergrößerten Hämorrhoiden sind:

  • Blutungen beim oder nach dem Stuhlgang
  • Stuhlschmieren wie kleine Mengen Flüssigkeit, Schleim oder Stuhl
  • Ein juckender, brennender oder nässender After
  • Ein Druck- oder Fremdkörpergefühl im After

Hämorrhoiden: Wann zum Arzt?

Sobald sie eines oder mehrere Anzeichen bei sich bemerken, sollten Sie am besten einen Facharzt, einen Proktologen, aufsuchen. Es ist auf jeden Fall ratsam, so früh wie möglich die Enddarm-Beschwerden abklären zu lassen – so können Sie aufwendige Behandlungen wie eine Operation meist umgehen. Je eher Sie was unternehmen, desto besser sind die Aussichten, dass sich Ihr Hämorrhoidalleiden bessert und sich nicht weiter verschlimmert.

4 Schweregrade von Hämorrhoidalleiden

Vergrößerte Hämorrhoiden sind weit verbreitet, nehmen im Alter zu und können in vier verschiedene Grade eingestuft werden. 

Grad 1: Die Hämorrhoiden sind nicht tastbar und ausschließlich bei einer Analkanalspiegelung sichtbar.
Grad 2: Die Hämorrhoiden wölben sich beim Pressen des Stuhlgangs nach außen. Anschließend schieben sie sich allein in den Analkanal zurück.
Grad 3: Die Hämorrhoiden treten beim Pressen raus und müssen mithilfe der Finger wieder zurückgeschoben werden. 
Grad 4: Die Hämorrhoiden befinden sich dauerhaft und vollständig außen am After und können nicht mehr hineingeschoben werden. Auch Analschleimhaut kann hinausragen.

Hämorrhoiden Grafik
© bilderzwerg/Adobe Stock
Hämorrhoidalleiden kann in vier Grade eingeteilt werden. 

Je nach Schweregrad kommen verschiedene Therapiemöglichkeiten in Betracht. Leichte Hämorrhoiden werden verödet. Zudem können Sitzbäder, Wundsalben und Cremes sowie Analtampons die Symptome lindern. Hämorrhoiden 2. und 3. Grades werden mit einer Gummiband-Ligatur abgebunden. Dabei wird die Blutzufuhr abschnürt, das Gewebe stirbt ab und die Hämorrhoide fällt nach ein bis zwei Wochen ab. Der Eingriff und das Abfallen bereiten den Patienten keine Schmerzen. Bei schwerwiegenden hämorrhoidalen Leiden hilft eine Operation, bei der das vergrößerte Hämorrhoidengewebe entfernt wird. 

Video: Salben, Zäpfchen, OP: So werden Sie Hämorrhoiden los

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