4. Januar 2022
Durchlässiger Darm: 3 Risikofaktoren

Durchlässiger Darm: 3 Risikofaktoren des Leaky-Gut-Syndroms

Blähungen, Durchfall, Müdigkeit – diese und weitere Symptome können auf einen durchlässigen Darm hinweisen. Aber was versteht man überhaupt unter dem Leaky-Gut-Syndrom? Wir erklären, wie es zu einem durchlässigen Darm kommt und welche 3 Risikofaktoren es gibt. 

Unser Darm ist ein unterschätztes Organ – er ist nicht nur essenziell für unsere Nährstoffversorgung oder für die Produktion bestimmter Hormone zuständig, sondern mit 70 Prozent aller Immunzellen in Dünn- und Dickdarm auch ein wichtiger Teil unseres Immunsystems. Kein Wunder also, dass sich Erkrankungen des Darms durch verschiedene Beschwerden äußern können.

Was ist ein durchlässiger Darm?

Beim Leaky-Gut-Syndrom (engl. undichter Darm) handelt es sich um eine Darmerkrankung, bei der die Darmmembran durchlässig wird, die eigentlich dafür zuständig ist, die Darmschleimhaut vor Krankheitserregern und Giften zu schützen. Weist die Darmmembran kleinste Löcher auf, gelangen die Schadstoffe in den Blutkreislauf, worauf das Immunsystem mit entzündlichen oder allergischen Prozesse reagiert. Als Folge können unterschiedlichste Beschwerden wie Blähungen, Durchfall, Müdigkeit oder Leistungsabfall auftreten. Bisher ist noch unklar, ob das Leaky-Gut-Syndrom eine eigenständige Krankheit ist, oder als Folge chronisch entzündlicher Darmerkrankungen auftritt. Verschiedene Faktoren stehen jedoch im Verdacht, das Beschwerdebild zu begünstigen.

Durchlässiger Darm: 3 Risikofaktoren

1. Anhaltender Stress

Fast jeder Mensch hat entweder privat oder beruflich mal Stress. Und das ist auch nicht weiter schlimm, sofern die mentale Belastung nicht über einen längeren Zeitraum anhält. Denn Ängste, Aufregung und Co. drücken nicht nur aufs Gemüt, langfristig kann die permanente Anspannung auch das Entstehen verschiedener Krankheiten begünstigen. Und auch das Leaky-Gut-Syndrom kann durch Stress hervorgerufen werden, da dieser die Darmflora stört. Um Krankheiten vorzubeugen, sollten Sie darauf achten, Stress zu reduzieren und ausreichend Entspannungsphasen in Ihren Alltag integrieren – eine gute Möglichkeit dafür sind unter anderem Yoga und Meditation.

2. Chronische Erkrankungen

Chronische Krankheiten wie Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa sowie Pankreatitis gelten als mögliche Auslöser für das Leaky-Gut-Syndrom. Durch die chronischen Entzündungen wird die Darmschleimhaut und somit auch die Schutzbarriere geschädigt. Ebenso wird bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Zöliakie angenommen, dass sie Auslöser eines durchlässigen Darms sein können. Durch die entsprechende Unverträglichkeit kommt es zu einer Immunreaktion, bei der die Schutzbarriere Schaden nehmen kann. Umgekehrt ist es auch denkbar, dass ein Leaky-Gut-Syndrom als Auslöser für chronische Erkrankungen und Unverträglichkeiten infrage kommt. Auch Autoimmunerkrankungen wie Diabetes oder Multiple Sklerose können mit dem Leaky-Gut-Syndrom in Verbindung stehen.

3. Ungesunde Ernährung

Nicht umsonst gilt eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung als Grundlage für einen gesunden Körper. Wer sich fett-, zucker- und salzreich ernährt, der erhöht sein Risiko für verschiedene Erkrankungen. Und auch als möglicher Auslöser für einen durchlässigen Darm gilt eine ungesunde Ernährung, da der Verzehr von Transfetten, Zucker und Weißmehl Entzündungen im Körper fördert und die Darmflora schädigt. Stattdessen sollten gesunde Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Fisch, Pflanzenöle, Nüsse, Hülsenfrüchte sowie Vollkornprodukte auf Ihrem Speiseplan stehen.

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