Divertikulitis: 4 Symptome der Darmerkrankung

Divertikulitis: 4 Symptome der Darmerkrankung

Bei dieser kuriosen Darmerkrankung stülpen sich Teile der Darmwand nach außen und entzünden sich. Wie es zu einer Divertikulitis kommt und an welchen Symptomen Sie sie erkennen, erfahren Sie hier.

Was ist eine Divertikulitis?

Bei einer Divertikulitis handelt es sich um eine Entzündung kleinster Ausstülpungen in der Darmwand. Diese sogenannten Divertikel entstehen, wenn viel Druck auf Schwachstellen in der Darmschleimhaut ausgeübt wird. Dies kommt besonders häufig im Colon sigmoideum vor, da dieser letzte, engere Abschnitt des Dickdarms eine S-Kurve beschreibt und einer hohen Muskelspannung unterliegt. In den meisten Fällen sind Divertikel unbedenklich und bereiten uns keinerlei Symptome. Wenn sich jedoch Kot in ihnen ablagert, können sie sich entzünden. Neben einer genetischen Komponente erhöhen vor allem Zigaretten, Alkohol und Übergewicht das Risiko für eine Divertikulitis, welche mit den folgenden Symptomen einhergeht.

Divertikulitis: 4 Symptome der Darmerkrankung

1. Schmerzen im linken Unterbauch

Da eine Divertikulitis vermehrt im letzten Abschnitt des Dickdarms auftritt, leiden Betroffene in der Regel unter starken, dumpfen Schmerzen im linken Unterbauch. Bauchschmerzen auf der rechten Seite sind zwar auch möglich, aber eher typisch für eine Blinddarmentzündung. Unter Umständen ist der entzündete Darmabschnitt sogar leicht geschwollen und tastbar.

2. Verdauungsbeschwerden

Wie bei vielen Erkrankungen des Darms kann eine Divertikulitis zu Problemen und Beschwerden mit der Verdauung führen. Es können sowohl Verstopfungen und Blähungen, als auch Durchfall auftreten. Häufig bestehen die Symptome nur vorübergehend und klingen nach dem Stuhlgang wieder ab.

Tipp: Mit einer ballaststoffreichen Ernährung und ausreichender Flüssigkeitszufuhr können Sie Ihre Verdauung unterstützen und Ihr Risiko für eine Divertikulitis reduzieren.

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3. Blut im Stuhl

Treten Verstopfungen infolge einer Divertikulitis auf, verbleibt der Stuhl länger im Dickdarm, wo ihm weiterhin Wasser entzogen wird. Hierdurch verhärtet der Stuhl zunehmend, wodurch sich harte oder spitze Kanten bilden, die den Darm verletzen können. Austretendes Blut vermengt sich mit dem Stuhl und kann je nach Menge sogar mit bloßem Auge sichtbar sein.

4. Fieber

Neben Symptomen, die unmittelbar mit dem Verdauungstrakt zusammenhängen, können bei einer Divertikulitis auch allgemeinere Krankheitszeichen auftreten. Beispielsweise leichtes Fieber sowie Abgeschlagenheit und Schwäche. Spätestens dann, wenn das Fieber gefährlich ansteigt oder Ihr Herz anfängt zu rasen, sollten Sie ärztliche Hilfe einholen.

Wichtig: Falls Sie die oben genannten oder ähnliche Symptome an sich feststellen, zögern Sie nicht und konsultieren Sie einen Arzt. Dieser kann mittels Palpation (Abtasten), Blutuntersuchung sowie bildgebenden Verfahren eine Diagnose stellen und die passende Behandlung einleiten.

Behandlung einer Divertikulitis

Etwa 80 Prozent der Betroffenen leiden unter einer leichten, unkomplizierten Divertikulitis, welche sich in der Regel gut mit konservativen Methoden behandeln lässt und innerhalb einer Woche ausheilt. Neben dem Meiden von Reizstoffen wie rotem Fleisch, Alkohol und Zigaretten wird eine ballaststoffreiche Ernährung empfohlen und unter Umständen Antibiotika verabreicht. Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac sollten hingegen keinesfalls eingenommen werden, da diese bei einer akuten Divertikulitis das Risiko für einen Durchbruch der Darmwand erhöhen. Wenn solche Komplikationen drohen oder es sich um eine schwere Entzündung mit Abszessen (komplizierte Divertikulitis) handelt, ist unter Umständen ein operativer Eingriff vonnöten.

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Quellen: gesundheitsinformation.de, usz.ch

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